Weshalb macht die Medizin heute keine großen Fortschritte mehr bei der Heilung von Krankheiten?

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da auch heute noch sehr viele neue Medikamente auf den Markt kommen und die Pharmaindustrie sehr gut verdient, müsste man davon ausgehen können. dass es unglaubliche Fortschritte in der Medizin gibt.

Tatsächlich ist die Pharmaindustrie - Laut Arte-Sendung (mit guten Belegen) - dazu übergegangen, Krankheiten zu erfinden, wogegen sie bereits Medikamente entwickelt haben.

Das heißt, die Medizin macht Fortschritte im fiktiven Bereich - also der erfunden Krankheiten.

In Japan gibt es zum Beispiel "Schnupfen des Herzens" neben der Depression.

aufmerksam

Danke schön für den Stern.

aufmerksam

Es ist eher ein ganz anderes profitables Geschäft seit Jahren im kommen, das mit der Angst argumentiert, wenn nicht Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, Ausleitungen und Entgiftungen vorgenommen werden, dass dann irgendwelche Krankheiten entstehen. Dies ist völlig unwissenschaftlich und hat mit der eigentlichen Frage nichts zu tun.

Die Entdeckung des Penicillin brachte einen großen Schub. Ein noch größerer Sprung wird durch die Anwendung der Stammzellen-Therapie gemacht werden.

Gleichzeitig werden in vielen Bereichen kleine Fortschritte gemacht. Krebs ist oft heilbar, AIDS-Patienten kann wesentlich besser geholfen werden. Gegen Malaria gibt es Impfstoffe.

Die einfachen Entdeckungen sind längst alle gemacht. Inzwischen wird nur noch an sehr kniffligen Fällen gearbeitet und da kommen die Fortschritte natürlich langsamer. Krebszellen sind Zellen unseres Körpers, die außer Kontrolle geraten sind. Wie können wir diese Zellen töten, ohne sämtliche gesunden Zellen (die meistens viel "empfindlicher" sind) mit abzutöten? Das HI-Virus verändert seine Gestalt unheimlich oft und ist extrem anpassungsfähig. Wie kann man da ein Medikament entwickeln, das trotzdem dauerhaft hilft? Die Zellen, die bei Diabetes nicht richtig funktionieren, bilden ja nicht nur Insulin, sondern sie überwachen auch permanent den Blutzuckerspiegel und geben genau so viel Insulin ab, wie gebraucht wird. An so einer kontinuierlichen Blutzuckerüberwachung wird gerade gearbeitet, aber auch das ist sehr kompliziert.

Ich denke es hat viele Ursachen. Ich vemute dass zuwenig Grundlagenforschung betrieben wird, weil sich das für ein Unternehmen nicht auszahlt.... Andererseits hat es ja tatsächlich viele Verbesserungen gegeben. noch vor einigen Jahren hiess AIDS, Krebs usw ein Todesurteil. Vielleicht sieht es auch nur so aus als wenn es keinen Fortschritt gibt...

Es ist profitabler die Medikamente die es gibt zu verbessern und Marktanteile gegenüber Konkurrenten zu gewinnen.

Das ist dasselbe wie in der Autoindustrie: Das Grundprinzips des Motors ist seit 100 Jahren dasseble. Es wird links und rechts verbessert aber das Prinzip bleibt dasselbe.

Was ist heute? Vor ca.. 25 Jahren starben fast alle Leukämiekranken, heute überleben die meisten. Auch die Transplantationsmedizin brachte vielen Kranken Hoffnung und auch Heilung. Dann sollte man auch noch an die Herzkranken denken, denen durch Schrittmacher und Bypassoperationen ein normales Leben durch den Fortschritt in der Medizin gegeben wird. Eine Hüft- oder Knieendoprothesenoperation war vor 30 Jahren nicht alltäglich. Geld für die medizinische Forschung wird nicht so ohne Weiteres vom Himmel fallen und die Pharmaindustrie ist nur finanzkräftig dabei, wenn sie profitabel wirtschaftet.

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