Wer zahlt die Reha nach einem Schlaganfall?

5 Antworten

Grundsätzlich ist das hier Sache der DRV (siehe Antwort von @okieh56).

Ich möchte nur daraufhinweisen, dass es auch den Fall geben kann, dass es überhaupt keinen Kostenträger gibt. Wenn der Patient nämlich privatversichert und nicht rentenversichert ist, dann hängt es alleine vom gewählten Tarif in der PKV ab, ob die KK diese Leistungen bezahlt oder nicht. Die DRV hat keine Leistungspflicht, wenn der Patient nicht Mitglied der DRV ist, und Reha ist *kein* Pflichtbestandteil der privaten Krankenvollversicherung. Man muss das entsprechend in den eigenen Tarif inkludieren als Wahloption.

Solange noch keine Vollrente gezahlt wird, ist die Rentenversicherung zuständig. Ausnahme: die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen liegen nicht vor (z.B. bei Selbständigen, die weniger als 15 Jahre Beiträge gezahlt haben).

Die Versicherungsträger müssen sich einigen, wer die Kosten trägt. Der Verfahrensweg ist so, dass zunächst die Rentenversicherung zahlen muss und gegebenenfalls gegenüber der Krankenkasse einen Ersatzanspruch stellt.

Einen Anwalt muss man sich deshalb nicht nehmen, da der Versicherte auf keinen Fall zur Kasse gebeten wird.

Hallo Kerlostin,

wurde die Reha schon beantragt? Im Regelfall wird die Reha bei der Rentenversicherung beantragt, weil diese in den meisten Fällen zuständig ist. Sollte wider Erwarten doch die Krankenkasse zuständig sein, leitet die Rentenversicherung den Antrag dorthin weiter. Dein Bekannter muss sich da im Vorfeld nicht erkundigen, das kostet nur Zeit. Antrag stellen und abwarten. Und vor allem nicht verunsichern lassen.

Hallo kerlostin,

Sie schreiben:

Wer zahlt die Reha nach einem Schlaganfall?

Antwort:

Das hängt vom speziellen Einzelfall ab!

http://www.kompetenznetz-schlaganfall.de/fileadmin/download/presse/rehamodul_081120_web.pdf

Auszug:

Wer übernimmt die Kosten einer Rehabilitationsmaßnahme?

Kostenträger können der Rentenversicherungsträger, die Krankenkasse, die Bundesagentur für Arbeit und/oder das Sozialamt sein.

Bei der Klärung, welcher Kostenträger für Sie zuständig ist, helfen Ihnen der Sozialdienst im Krankenhaus und/oder die gemeinsamen örtlichen Servicestellen der Rehabilitationsträger (www.reha-servicestellen.de) weiter.

Wie lange dauert eine Rehabilitationsmaßnahme?

Je nach Grad der Behinderung verbringt der Patient Wochen bis wenige Monate in der Rehabilitationsklinik.

Zunächst ist eine Behandlung von einigen Wochen vorgesehen.

Bei Bedarf kann eine Anschlussbehandlung um weitere Wochen verlängert werden.

Falls erforderlich, können nach Entlassung aus der stationären Behandlung noch ambulante Therapieeinheiten wahrgenommen werden.

Bei einer teilstationären Behandlung kann die ambulante Behandlung besonders intensiv gestaltet werden.

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Das kann dem Patienten doch vollkommen egal sein. Das regeln die beiden Träger unter sich.

Die Rentenversicherung ist nur zuständig, wenn zu erwarten ist, dass die Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt werden kann.

Was möchtest Du wissen?