Wer verschreibt RITALIN?

5 Antworten

Die Indikation zur Verordnung von Methylphenidat (Ritalin) darf nur von bestimmten Arztgruppen, die auf Verhaltensstörungen bei Kindern oder Erwachsenen spezialisiert sind gestellt werden. Ein Hausarzt gehört normalerweise nicht zu dieser Arztgruppe.

Ein Hausarzt darf jedoch bei Vorliegen entsprechender Behandlungsberichte die regelmäßige Weiterverordnung vornehmen. In deinem Fall ist die behandlungsfreie Zeit jedoch viel zu lange, als dass ein Hausarzt dies als Weiterverordnung ansehen dürfte.

Du solltest also einen Psychiater aufsuchen um mit diesem dein Problem zu besprechen.

Kann es ein x-beliebiger Psychiater sein?

@FehlerFrage2

also muss ich auf irgendwas achten beim Termin vereinbaren?

@FehlerFrage2

Du hast freie Arztwahl und kannst zu jedem Psychiater gehen, zu dem du Vertrauen hast. Bei der Terminvereinbarung sagst du einfach in kurzen Worten, um was es geht.

Hallo FehlerFrage2,

der Facharzt für ADS und ADHS ist z. B. ein Facharzt für Psychiatrie. Er kann die Diagnose stellen und dir die entsprechenden Medikamente verschreiben.

Wenn du mit einer Überweisung vom Hausarzt zum Psychiater gehst, dann bekommt dein Hausarzt einen Bericht vom Psychiater. Danach dürfte dir auch dein Hausarzt Methylphenidat weiterverordnen.

Hier kannst du Ärzte in deiner Region finden, die auf ADS spezialisiert sind:

https://www.zentrales-adhs-netz.de/fuer-betroffene/erwachsene.html

LG Emelina

Woher ich das weiß:Recherche

Theoretisch kann dein Hausarzt das verschreiben aber: da du scheinbar länger kein Ritalin genommen hast und das ja sicherlich mit deinem betreuendem Arzt abgesprochen war finde ich es nicht sinnvoll es jetzt als Lerndroge zu nutzen. Wer hat dich damals behandelt und es dir verschrieben? An genau diesem Arzt solltest du dich wenden.

Bin Umgezogen von Köln nach Karlsruhe - vor genau 7 Jahren.

Da war ich noch Jung und wusste nicht was genau ADS ist, obwohl ich mehrere hundert Therapiestunden bereits hatte.

Ich wusste nicht mal das Aufmerksamkeitsdefizit-Störung Konzentrationsstörung sein soll, stattdessen habe ich geglaubt ich bräuchte Aufmerksamkeit... Deswegen war ich auch nie wirklich hinterher und hab danach verlangt (also nach der Behandlung, Ergo und dem Ritalin).

Ich hab es auch nicht gegen Hyperaktivität verschrieben bekommen, sondern gegen starke Konzentrationsschwächen in Verbindung mit „zu langsamer Reaktionszeit“ „verträumt“ etc.

Diese Symptome sind immer noch stark ausgeprägt, mein Leben geht hart den Bach runter und die Probleme stappeln sich. Ich komm überhaupt nicht auf den psychischen Druck klar, fantasiere immer noch im Unterricht und auf der Ausbildung und stehe kurz davor alles zu verlieren.

Ich brauch definitiv hilfe, aber ich habe keine Zeit mir sorgfälltig gedanken über meine aktuelle Situation zu machen, ich befinde mich inmitten des letzten Lehrjahres.

Wenigstens dieses Jahr brauch ich abhilfe.

Sonst pack ich das wieder mit den alt-bekannten Noten wie 3/4, aber ich will irgendwann einen gut bezahlten Job, Kinder Familie, also brauch ich die Lerndroge...

Na 7 Jahren Pause muss die Diagnose überprüft werden. Deshalb ist es schwierig einfach so Ritalin zu verschreiben. Du musst zu eine Psychiater. Dieser kann definitiv Ritalin verschreiben und die notwendige Diagnostik machen.

Einer von meinen Hausärzten

Was sagt denn deine Krankenkasse, wenn du mehrere Hausärzte hast?

Spreche deinen Hausarzt darauf an.

Falsch ausgedrückt, gehe zum einen nur bei Notfällen, falls der andere keine Termine frei hat.

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