Wer hat Erfahrung mit Hypnose zur Beseitigung einer posttraumatischen Belastungsstörung?

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Hallo, was Noona shreibt kann ich nur unterstreichen - Psychiater ode Psychologen helfen nicht wirklich. Stelle ich immer wieder fest, wenn Patienten von dort zu mir kommen. Meistens kann ich denen helfen, obwohl sie vorher schon 25 x beim psychologen waren. Hypnose ist hier wirklich eine sehr gute Möglichkeit, solche Traumata aufzulösen, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, und heute noch nachwirken. Hypnose ist in der Lage, dem Unterbewusstsein zu sagen:"Egal was war - daraus wurde gelernt, so dass es in der Zukunft nicht wieder passieren wird... und deshalb ist es nicht mehr notwendig, die Ängste, Bilder und Gefühle aufzubewahren, die mit dem Erlebnis damals verbunden waren." Days Unterbewusstsein kann das begreifen und dann verändern sich die Dinge.Und das schöne an der Hypnose - der Patient muß nicht noch mal durch die Erlebnisse von damals gehen(falls sie ihm überhaupt bewusst sind)damit sie sich auflösen. Gruß! ingolf-hp

Hi ingolfhp. Danke und gute Antwort. Denke mal dass SE also Somatic Experiencing vermutlich etwas ähnlich wie Hypnose ist. Man konzentriert sich auf den Körper und beobachtet 'nur', was sich da an Gefühlen abspielt. Man kommt damit in Berührung, bleibt eine Weile bewusst dabei - und schwupp ist es weg. Und wieder ein kleines Stückchen transformiert.

Lieber Gruss - Noona

Behandeln Sie jetzt noch? Habe eine sehr komplexe PTBS seit 6 Jahren. Habe schon viel daran gearbeitet, aber es hat wenig gebracht. Ich möchte das alles raus aus mir haben und ohne dessoziation leben.

Behandeln Sie jetzt noch? Habe eine sehr komplexe PTBS seit 6 Jahren. Habe schon viel daran gearbeitet, aber es hat wenig gebracht. Ich möchte das alles raus aus mir haben und ohne dessoziation leben.

Ich selbst leide auch unter einer PTSD. Erst versuchte ich mich selbst zu therapieren, las Bücher über Trauma, Traumtherapie, kaufte mir CD etc. Die Symptome blieben gleich. Also kein Nutzen. Dann kam ich eine psychosomatische Klinik, dort bekam ich hauptsächlich Bewegungskurse und die gesicherte Diagnose, Gesprächstermine, na ja, die Symptome haben sich eher verschlechtert. Dann zu hause habe ich einen Psychotherapeuten aufgesucht und bin in Behandlung mit verhaltenstherapeutischen Terminen. Symptome haben sich noch mehr verschlechtert. Also wieder Klinik, da bekam ich eine Kombination aus Einzeltherapie und Hypnose (nur 3 Termine), aber das hat den Durchbruch gebracht. Meine Symptomatik hat sich um 80% verringert, ich bin wesentlich belastbarer und traue mich schwierige Dinge anzugehen. Ich denke, dass Hypnose allein nicht den durchschlagenden Effekt gehabt hätte, sondern eben Entlastung in der Klinik vom Alltag, behutsame Einzeltherapie und dann noch Hypnotherapie.

Hypnose - gut durchgeführt, hat immer Vorteil, eine Kompensation aus Mehrerem ist auch gut. Kommt sehr auf den Therapeuten an, aber auch auf das Vertrauen, das zwischen Klient und dem Therapeuten besteht. Psychologie in Kombination mit Hypnose und NLP ist eine besonders gute Mischung. Psychologen sind allerdings auch sehr unterschiedlich, in ihrem Vermögen, auf den Klienten einzugehen.

Fazit, es gibt keine optimale Lösung, aber gute Einfühlsame Menschen, die oft mehreres kombinieren, um möglichst viel für den Klienten zu erreichen. Übrigens - sehr Erfolgreich ist auch die Zauberwiesentherapie!

Dann gibt es ja doch noch irgendwie Hoffnung!! In welcher Klinik warst du denn wenn man fragen darf?? Würde mir sehr helfen :)

Ein wichtige Bemerkung: .... hat der Kontakt zum Therapeuten nicht gepasst. Da Therapie in welcher Form auch immer - z.B. Hypnose - stets ein co-kreativer Prozess ist, ist der emotionelle Kontakt sehr entscheidend. Wenn Dir also ein Therapeut nicht "sympatisch" ist, erschwert dies zumindest die Therapie

hallo, eine ptbs muss ärztlich betreut werden, eigentlich mit medikamenten und einer therapie...das ist sehr langwierig und schwierig.die therapie ist superwichtig, denn dann beginnt man, zu verarbeiten....danach habe ich eine hypno-therapie gemacht bei einer diplom-psychologin, nach 4 sitzungen hatte ich fast alles weg.dann langsam mit viel ruhe wurde alles wieder gut.aber : nicht´s machen geht nicht! lg

Richtig 'nichts machen geht nicht' - doch Medikamente sind auch nicht die Lösung. Siehe meine Antwort. LG-Noona

Eine Traumatisierung mit Medikamenten behandeln? Gefühle mit Medikamenten unterdrücken? Das meinst du hoffentlich nicht im Ernst?!

Jeder geht seinen Weg! Gesundheit, Erfolg und Selbstvertrauen entstehen nämlich im Kopf - Krankheiten, Probleme und Blockaden leider auch. Medikamente können nur in einer Akutphase eine Lösung sein.

Hi Maveric. Deine Freundin hat posttraumatische Belastungsstörung, weil sie schwerst traumatisiert ist. Das kann man mit Psychiater oder Psychologen nicht heilen. Auch mit dem Kopf kann man da nicht mithelfen. Traumata sind NICHT mit dem Kopf steuerbar.

Das einzige was wirklich hilft, sind spezielle Traumata-Behandlungen. Da gibt es SE Somatic Experiencing von Peter Levine (mache ich gerade und hab guten Erfolg!) und EMDR Eye Movement Desensitization and Reprocessing (hatte ich in Sri Lanka). Hier macht kaum ein Psychiater oder Psychologe EMDR - leider (sie haben Angst, die Patientin nicht auffangen zu können).

Ich empfehle die sanfte Methode SE. Damit werden diese schwersten Erlebnisse transformiert. Man kann nicht wegmachen, was man mal erlebt hat. Die Erinnerung ist immer vorhanden. Aber durch diese Behandlung resp. Transformation haben einen diese Erlebnisse nicht mehr im Griff, sondern man hat die Kontrolle über sich selber wieder erlangt. Die Erinnerung nach so einer Behandlung ist etwa so, als wenn man sagt, ach ja gestern wars recht heiss - diese Aussage bereitet einem innerlich keinen Schmerz zu. Das meine ich mit Transformation. Google bitte nach diesen Begriffen und du findest haufenweise Information.

Viel Glück für deine Freundin und liebe Grüsse - Noona

Psychiater sind nicht unbedingt die richtige Adresse. Dipl. Psychologen - also nicht selbsternannte - schon! Sie machen spezielle Traumabehandlung - genau so wie jene Hypnotiseure, die sich darauf verstehen.# Ich persönlich bin bei jedem sehr skeptisch, der da sagt, "das Einzige", zumal ich eben genau weiß, dass eine gute psychologische Behandlung ( und Hypnose ist ebenfalls psychologisch)besonders gut helfen kann!

@user180

Hi Hypnoseland. Wenn der Psychiater eine EMDR Ausbildung hat, dann ist der schon gut. Es kommt da auf die spezielle Traumatherapie an. Ich schrieb hier nicht meine Meinung, sondern meine Erfahrung, nach 7 Jahren schwerst traumatisiert. Und glaub mir, ich habe vieles versucht. Eine psychologische Behandlung bringt nichts. SE und EMDR sind ganz spezielle Traumabehandlungen, die nach meiner Erfahrung am Wirkungsvollsten sind. Ich habe hier also zwei der besten Möglichkeiten aufgezeigt.

Lieber Gruss - Noona

EMDR und SE nutzen durchaus hypnotische Zustände, sowie speziell beim EMDR Erkenntnisse des NLP (Verbindung der Wahrnehmungssysteme) Auch beim SE ist der Patient in einem tranceartigen zusrand

Mein Partner schiebt bei Streit immer alles auf meine Krankheit?

Hi, ich leide seit dem Pubertätsalter an einer Posttraumatischen Belastungsstörung und den daraus resultierenden depressiven Schüben, nachdem ich viel Stress ausgesetzt wurde. Vor ca einem halben Jahr habe ich das letzte mal Tabletten dagegen nehmen müssen, mittlerweile geht es mir eigentlich ziemlich gut. Auch mein Psychologe ist dieser Meinung, weswegen wir uns nur noch alle zwei Wochen für ein paar Stunden Gespräch treffen. Ich habe die Störung von meiner Mutter, die mich gerne mal "krank gemacht" hat, damit sie halt als tolle Retterin für das "arme Kind" auftreten kann. Als ich meine Theraphie begonnen habe hat sie mir beispielsweise versucht zu erklären ich sei bipolar und hätte mir vieles nur erträumt und eingebildet. Wunden hätte ich mir selbst zugefügt, prägende Momente und Ereignisse hätte es nie gegeben. Nachdem zwei Psychologen was anderes gesagt und an ihren Diagnosen festgehalten haben kam ich ins Heim weil das Jugendamt gemerkt hat was los war. Das ist wichtig, damit ihr versteht welchen Stellenwert es für mich hat, wenn jemand sowas zu mir sagt.

Seitdem mein Partner meine volle Diagnose kennt ist alles schlimmer geworden. Jedes mal wenn wir streiten oder ich mich nicht so verhalte, wie er es gern hätte sagt er solche sachen wie "Also ich mache mir wirklich sorgen um deine psyche" oder "das sagst du nur weil du krank bist". Ansonsten läuft die Beziehung eigentlich sehr gut, wir sind schon relativ lange ein Paar und leben zusammen. Für mich ist es jedes mal aufs neue eine furchtbare Erfahrung. Ich fühle mich zurück gesetzt und nicht ernst genommen. Er hat mir zwar mal versprochen er lässt das (zudem er um die Problematik mit meiner Mutter bescheid weiß) aber bei der ersten Gelegenheit geht es direkt wieder "das sagst du jetzt aber nur weil du krank bist".

Wie kann ich mich dagegen wehren ohne selbst so verletztend zu sein? So langsam geht es mir damit sehr schlecht und ich merke, dass ich mir selbst wieder einrede wie wertlos ich bin und mein Leben sowieso nie auf die Reihe bekommen werde. Ich habe Angst was falsches darauf zu antworten und die Beziehung zu gefährden.

Sorry für den langen Text, danke fürs lesen und allen einen guten Start in den Tag!

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