Wenn Frauen einen Eierstock entfernt bekommen, können sie dann auch nur noch zu 50% schwanger werden?

5 Antworten

Da möchte ich nur eine analoge Argumentation beisteuern:

Wer abnehmen möchte, lasse sich einfach vom Zahnarzt beispielsweise die Hälfte der Zähne ziehen. Damit kann er nur noch halb so viel essen und wird also unweigerlich deutlich abnehmen. Sollte der Eingriff zu drastisch gewesen sein, kann man sich wieder ein paar Implantate setzen lassen.

In dem Fall erfolgt der Eisprung in jedem Zyklus beim verbliebenen Eierstock. Wenn der Eileiter in Ordnung ist, ändert sich damit durch eine OP für die Erfolgsaussichten nichts.

raubkatze, wie meinst du das mit der OP jetzt? Irgendwie hakt der Satz bei mir.

Bei einer operativen Entfernung eines Eierstocks ist der Erfolg größer, als wenn man einen "kranken" Eierstock oder Eileiter behält. Durch die OP des Eierstocks wird auch die Hormonproduktion im Eierstock eingestellt und somit platzt theoretisch nur noch im verbliebenen (gesunden) Eierstock der Follikel. Die Chance ist viel größer, da es eben nur noch auf eine Seite beschränkt wird.

Aber wahrscheinlich meintest du das auch so und ich habe das mit der OP falsch interpretiert?

@user1175

Liebe Minax! Sorry, andere Verpflichtungen machen mir eine Antwort erst jetzt möglich! Ich habe die Frage so gelesen und entsprechend so geantwortet, als ob es sich um eine Total-OP sprich Entfernung des Eierstocks handelt.

@raubkatze

Mist, ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich deinen Satz richtig verstanden habe ;-) Korrigiere mich bitte, wenn ich mich jetzt verzettele:

Ich habe es so verstanden, dass ralfgunter wissen wollte, ob ein einzelner Eierstock - nachdem einer der beiden Eierstöcke entfernt wurde - weniger Erfolg bringen würde.

Dann hast du "In dem Fall erfolgt der Eisprung in jedem Zyklus beim verbliebenen Eierstock" geantwortet, was soweit auch richtig ist.

Das trifft zu, wenn ein Eierstock entfernt wurde. Wenn jedoch aus hormonellen/ biologischen/ anatomischen Gründen ein Eierstock oder Eileiter nicht mehr richtig funktioniert (d.h. er ist noch vorhanden), könnte die 50:50-Chance theoretisch zutreffen, da unser "hormonelles System" noch mit dem kranken Eierstock/ Eileiter kommuniziert und weiterhin Hormone im Eierstock produziert werden. Ist ein wenig komplex, um es besser zu beschreiben.

Ich verstehe nun nicht, was dein zweiter Satz genau meint, also "Wenn der Eileiter in Ordnung ist, ändert sich damit durch eine OP für die Erfolgsaussichten nichts."

Du meinst, wenn auf einer Seite zwar ein Eierstock "krank" ist, aber der Eileiter noch 100% funktioniert, würde eine Entfernung keinen Sinn machen?

@user1175

Liebe Minax! Da haben wir uns ja schön verzettelt!:-) Lag aber daran, daß wir die etwas naiv formulierte Frage unterschiedlich interpretieren: Ich habe es so gelesen: Halbiert sich die Wahrscheinlichtkeit, wenn nur noch ein gesunder Eierstock mit durchgängigem Eileiter statt der - wie normalerweise- zwei (gesunden) Eierstöcke vorhanden ist? Wenn Du natürlich den Vergleich bei einer Frau mit einem defekten und einem gesunden Eierstock zwischen Vorher und Nachher meinst, hast Du Recht! Ich vermute aber, daß ralfgunter gar nicht so weit gedacht hat. Er könnte uns ja mal aufklären! ;-)) LG Raubkatze

@raubkatze

Hallo Raubkatze, irgendwie ist das doof hier ;-) Es freut mich aber, dass man mit dir diskutieren kann! :-)

Wie ralfgunter nun denkt? Hm... es wäre schon nett, wenn er sich mal äußern würde. Er wird wohl, wie er schrieb, von einer OP ausgehen - und das wäre günstiger für die Fruchtbarkeit, als den "kaputten" Eierstock/ Eileiter im Körper zu belassen.

Ich schreibe einfach nochmal meine Kenntnisse auf:

Eine Seite (Eierstock + Eileiter) ist also intakt.

Wenn aber der andere Eierstock (mit dazugehörigem Eileiter) nicht mehr richtig funktioniert UND trotzdem nicht operativ entfernt wird, ist es durchaus möglich, dass die Chance einer Befruchtung bei 50:50 liegen kann (das hat etwas mit der "Kommunikation" der Hormone zu tun). Eine "Milchmädchenrechnung" wäre es dann nicht unbedingt.

Wenn aber dieser kranke/ nicht mehr ganz funktionsfähige Eierstock (oder Eileiter) entfernt wird, ist die Fruchtbarkeit wieder nahezu zu 100% hergestellt, da unser Hormonsystem (auch über das Gehirn) vom operativ entfernten Eierstock/ Eileiter keine "Schlüsselreize" empfängt und die Hormonproduktion nur noch auf der verbliebenen Seite stattfindet.

Bei bösartigen Eileiter- oder Eierstocktumoren wird meistens generell eine Total-OP beider Seiten (und auch der Gebärmutter) angestrebt, da er aggressiv streut.

Wollte mit meinen Ansätzen nur klar machen, dass eine OP besser für die Fruchtbarkeit ist, als einen kranken/ verklebten etc. Eierstock beizubehalten. Der intakte Eileiter/ Eierstock übernimmt also nicht zwingend die Aufgabe des anderen! LG zurück!

in jedem zyklus reifen eier in beiden eierstöcken heran, die dann per eisprung "frei" werden und von den Eileiern aufgefangen und in die Gebährmutter transportiert werden. Daher, wenn der noch vorhandene Eierstock intakt ist, steht einem normalen Ablauf des Schwangerwerdens nichts im Weg

Ja, es reifen mehrere Eier (Follikel) heran, aber nur ein Ei springt bzw. wird vom jeweiligen Eierstock (meistens abwechselnd auf jeder Seite) freigegeben und vom Eileiter aufgenommen. :)

Hallo , ich bin totel verzweifelt . ich habe selber nur noch 1 Eierstock der linke wurde mir vor ein paar Jahren entfernt . Seit jahren probiere ich schwanger zu werden . was könnt ihr mir raten?

Ich (17) habe selber nur einen Eierstock. Mir wirde er gleich nach der Geburt entfernt. Ich werde oft gefragt ob ich dann nur jeden zweiten Monat meine Periode habe und solche sachen ^^ Nein, ich habe sie regelmäßig. Ich habe mit meinem Frauenarzt geredet. Wenn man davon ausgehen würde eine gesunde Frau hätte eine 100% Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden (was NIE der Fall ist), dann hat eine Frau mit einem Eierstock eine 80% Wahrscheinlichkeit.

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