Wenn ein Kind vor/nach der Geburt stirbt?

5 Antworten

Es gibt einen Unterschied zwischen fehl- und totgeburten.

Fehlgeburten passieren am häufigsten in den ersten 12 Wochen, dann entscheidet der Arzt, ob der Embryo von allein abgeht oder ob ausgeschabt werden muss. Ich hatte beides schon. Ersteres ist wie eine starke menstruation mit Gewebe.

Eine ausschabung ist eine o.P. unter Narkose, in beiden Fällen bekommt man den abort idr nicht zu sehen und er wird entsorgt.

Später kann man eine Beerdigung durchführen.

Also ich kenn auch eine, die eine fehlgeburt hatte.. sie musste ihr kind gebären und danach hat sie das kleine noch gesehen (ist für die psyche besser). Sie hat es ca eine woche danach taufen und beerdigen lassen.. 

Hallo, leider habe ich schon zweimal ein Kind verloren, einmal in der 11. Woche. Das Kind lebte nicht mehr, war aber trotzdem noch im Körper, musste dann ins Krankenhaus und es quasi "holen" lassen. Das zweite Mal war es in der 19. Woche und so gab es ein richtige Geburt. Wir konnten das Kind im Grab unserer Großeltern begraben, auch in Anwesenheit eines evangelischen Pfarrers, der sich bereit erklärte, obwohl das Kind noch nicht einmal 500g wog. Ich kann nur jedem raten, auf alle Fälle das Kind beerdigen lassen (es gibt heute auch anonyme Grabfelder, siehe Initiative Regenbogen e.V.), da das sehr für die Psyche wichtig ist. Denn es ist schon ein Trauma, wenn so etwas passiert. Ich hatte sehr viel Glück, denn inzwischen habe ich eine gesunde vierjährige Tochter. Trotzdem habe ich noch mit dem Ganzen zu "kämpfen". Viele Grüße

Das tut mir sehr leid. Ich freue mich, daß du ein Töchterlein hast.

Meine Freundin hat ihr Kind im 7. Monat verloren und musste eigen richtig eingeleitete Geburt durchleben. Das Kleine hat auch ein Grab gekommen.

Natürlihc kommt das Kind raus, wenn es vor der Geburt stirbt. Mit mehr oder weniger großen Beschwerden, je nach dem, wie groß es schon ist. Kann von heftiger Menstruation bis zu einer schrecklichen Pseudogeburt reichen. Gebohrene und dann gestorbene Kinder haben ganz normal Anspruch auf eine Beerdigung. Vor der Geburt gestorbene Kinder: das scheint sich jetzt zu bessern. Früher waren sie Klinikmüll. Heute gibt es Friedhöfe, die Gräberfelder für "Sternenkinder" (so nennt man die) ausweisen.

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