Weniger Dioptrien durch Korrektur einer Winkelfehlsichtigkeit

1 Antwort

Eher das Umgekehrte wäre denkbar...

Wegen dieser Kopplung bist du korrekt informiert, auch dass eine Prismatische Korrektur die sphärischen Werte beeinflusst. Doch in deinem Fall wurde der Pluswert nicht zu hoch angesetzt, ist unwahrscheinlich. Bei dir waren die Pluswerte VOR der Prismenkorrektur wohl eher zu niedrig, dieser Fall scheint mir plausibler. Und nun können die Pluswerte durch die Prismen etwas höher ausfallen. Wären sie zu hoch, würdest du in der Ferne unscharf sehen, und dafür genügt schon ein minimaler Überschuss.

Ist tricky zu erklären, aber ich versuchs:

Du hast nun Prismen mit einer Basislage innen (nasal), damit dein Augenpaar nicht dauernd diese Einwärtsbewegung vollführen muss, was gleichzeitig mit der Akkommodation einhergeht. Akkommodieren bedeutet, dass die Augen quasi eine Pluswirkung herbeiführen. Bevor du Prismen hattest, ergab der Betrag dieser "(Plus-)Störwirkung" zusammen mit deiner (Plus-)Brillenglasstärke in der Summe den Betrag deiner Hyperopie (Übersichtigkeit, der Begriff Weitsichtigkeit ist hier falsch). Somit ist denkbar, dass du deswegen früher geringere Pluswerte in der Brille hattest, da du sonst beim Konvergieren einen Überschuss erzeugen würdest und in der Ferne undeutlich sehen würdest.

Da aber nun mit Prismen eine Entlastung gegeben ist, und die konvergenzbedingte Akkommodation jetzt wegfällt, benötigst du eine stärkere Pluskorrektur, um akkommodationslos in die Weite gut zu sehen.

Klar, dass du diese Verstärkung bemerkst, doch in erster Linie erlebst du eine deutliche Entspannung

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