Wenig trinken wenn die Nieren nicht mehr richtig arbeiten?

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zu einem Teil deiner Fragen: zu den Aufgaben der Nieren gehört ja auch, dass sie Flüssigkeiten filtern und Harn produzieren, damit der Körper dann Wasser und Giftstoffe wieder ausscheiden kann. Dadurch werden auch die Druckverhältnisse im Körper reguliert.

Wenn die Nieren nun aber versagen oder nicht mehr richtig funktionieren, können sie kaum noch Harn bilden. Die Folgen: das Wasser sammelt sich irgendwo im Körper, und weil der Druck steigt, kann es in verschiedene Gewebe geraten oder z.B. in die Lunge gedrückt werden. Die Giftstoffe bleiben im Körper. Das Herz muss immer stärker gegen den gestiegenen Druck arbeiten und bricht vielleicht darüber zusammen.

All diese Prozesse können lebensbedrohlich werden. Flüssigkeit ist Druckerhöhung und das ist bedrohlich - deshalb soll er weniger trinken. Die Dialyse wäscht die Giftstoffe aus dem Blut, die sonst mit dem Urin ausgeschieden werden würden.

Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz leiden häufig auch unter Überwässerung. Das überschüssige Wasser wird dem Blut durch Anlegen eines Druckgradienten (Unterdruck auf Dialysatseite) entzogen. Dadurch wird geregelt, wie viel Flüssigkeit dem Blut entzogen wird und hiermit die natürliche diuretische Funktion der Niere nachgeahmt. Der Flüssigkeitsentzug ist jedoch dadurch beschränkt, dass im Körper die Flüssigkeit (gilt ebenfalls auch für die Giftstoffe) nicht beliebig schnell in die Blutbahn nachdiffundieren kann, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, wodurch ein lebensgefährlicher Blutdruckabfall droht. Außerdem geben verschiedene Gewebe Flüssigkeit unterschiedlich schnell ab, so kann es z. B. zu einem Krampf der Muskulatur kommen, obwohl noch zu viel Flüssigkeit im Körper vorhanden ist. Durch diese Effekte ist der erreichbare Flüssigkeitsentzug durch die Dialyse beschränkt und die Patienten dürfen daher nicht nach Belieben trinken. Da andererseits viele Patienten aufgrund der Häufung harnpflichtiger Substanzen im Körper unter ständigem starken Durst leiden, wird die geringe erlaubte Trinkmenge (Restausscheidung in 24 Stunden plus 500 ml) häufig als belastend empfunden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dialyse

Frage ihn mal, warum er es nicht darf. Die Ärzte sollten ihm dies sicher erklärt haben. Er kann es Dir dann sicher auch erklären. Denn wir kennen hier nicht die genaue medizinische Diagnose der Ärzte.

Wenn die Nieren nicht mehr vollständig ihre Arbeit machen, würde zuviel Flüssigkeit den Kreislauf belasten, weil ein Großteil des Wassers nicht mehr ausgeschieden wird. Auch kann es zu Wasseransammlungen im Gewebe kommen. Deshalb wird die tägliche Trinkmenge reduziert. Alles Gute deinem Schwiegervater.

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