Welcher Kräutertee "schmeckt gut" und ist nicht ungesund?

5 Antworten

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Du könntest dir z.B. den Bericht der Stiftung Warentest aus dem Frühjahr 2017 besorgen, die haben 64 Kräutertees untersucht. Oder du schaust dir den ganzen Bericht aus der Sendung "Markt" an - von 13 untersuchten Proben waren 7 unbelastet. Findest du in der Mediathek der ARD.

Du solltest dir vielleicht auch die Veröffentlichung des BfR aus dem Jahr 2013 zu dem Thema anschauen, um deine Besorgnis zu mildern.

http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2013/18/gehalte_an_pyrrolizidinalkaloiden_in_kraeutertees_und_tees_sind_zu_hoch-187296.html

Dankeschön, das sind gute Tipps. Ich werde mir die Test von der Stiftung Warentest und auch den Bericht von "Markt" (finde ich sowieso klasse) ansehen. Dankeschöön! :-)

Der Artikel, den du zitierst, bauscht etwas als Skandal auf, was ein ganz natürliches Phänomen ist, dass es schon seit Jahrhunderten bzw. Jahrtausenden gegeben hat. Substanzen, die in hoher Dosis im Tierversuch als krebserregend festgestellt worden sind, kommen ubiquitär vor. Und dennoch steigt und steigt die Lebenserwartung und es stirbt nicht ein Großteil der Menschheit oder der Pfefferminzteetrinker binnen weniger Monate an Krebs, weil ein Cancerogen nachgewiesen worden ist, das in einer Konzentration vorkommt, die vom BfR als empfohlene Tageshöchstaufnahme bezeichnet wird.

Bei Cancerogenen kann theoretisch jedes einzelne Molekül Krebs auslösen. Es gibt also keine komplett ungefährliche Dosis, anders als bei anderen Giften, wie Blausäure.

Dennoch ist es nicht zielführend, Nulltoleranzen zu fordern. Solche Nullgehalte kann man weder nachweisen noch garantieren.

Und die Wahrscheinlichkeit eines Schadens ist derart gering, dass man sich darüber nicht aufregen sollte.

Danke für die Infos und die gut gemeinte "Beruhigung" aber was bleibt ist dennoch ein ungutes Gefühl.

@Sina288

Dann informiere dich eben über die Pyrrolizidinalkaloidgehalte verschiedener Kräutertees. Aber in der nächsten Charge desselben Herstellers kann schon wieder alles ganz anders aussehen. Die Information hilft also nicht wirklich.

Oder du trinkst dein Wasser ohne Tee.

Wir trinken ausschließlich Bio-Tees, die rückstandskontrolliert sind.

Was da gefunden wurde, sind wahrscheinlich Rückstände von Pestiziden, um den Ertrag zu steigern.

Wobei, Focus? Ich weiß ja nicht, ob man denen Glauben schenken sollte. 1 einzelne Tasse Tee kann unmöglich Krebs entstehen lassen.

lg Lilo

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Lebenserfahrung + Ausbildung

Das verrückte ist ja das es sich um "natürliche Pflanzengifte", sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA) handelt. Das hat nichts mit Bio zu tun.

@Sina288

Das ist nicht verrückt, sondern kann bei der maschinellen Ernte halt vorkommen, wenn neben der Kamille z.B. Jakobskreuzkraut sprießt und mitgeerntet wird.

Schwierig. Ich bin selbst schon lange davon abgekommen, viel Tee zu trinken. Man nimmt auch oft Mikronährstoffe aus der Nahrung schlecht wegen Stoffen wie Oxalsäure im Tee.

Ich vermute, Rooibos ist noch einer der schonensten Tees, zumal in Bio Qualität. Das ist so meine Einschätzung momentan.

Aber es ist, wie es ist: Wasser bleibt das gesündeste Getränk.

Fenchel-Anis-Tee finde ich sehr lecker. Ob der belastet ist, weiß ich nicht.

Ja, das habe ich auch schon angedacht. Bis das geklärt ist werde ich auch erstmal auf Früchte-Tees umsteigen.

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