Welche Worte gibt man einem Sterbenden mit auf den "Weg"?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sei für sie da, so wie Du bist. Sie weiß sehr wohl, daß ihr nicht mehr viel Zeit bleibt.

Rede mit ihr, aber ohne diese blöden nichtssagenden Floskeln und ohne Mitleid zu zeigen, rede mit ihr ehrlich und offen, auch über Gefühle, wenn ihr danach ist. Oder schweige mit ihr.

Und wenn es eines Tages so weit sein wird, hat sie sich verabschiedet, nicht umgekehrt.

Du wirst schon wissen, wie Du Dich verhalten sollst: Sei einfach für sie da.

Genau das ist ja der Punkt. Wie verhält man sich ohne dummes Zeug wie übers Wetter zu reden, oder plötzlich glasige Augen zu kriegen. Genau das macht mir ja Angst, wenn ich mich dann vielleicht einfach falsch verhalten würde...

@Lola25

Glaub mir, Deiner Freundin ist sehr gut bekannt, wie Dir zumute ist. Sei ihr gegenüber einfach nur du selbst, also ganz normal (hört sich so leicht an, ich weiß). Deine Freundin wird spüren, wie ehrlich Du ihr gegenüber bist, auch wenn Du Angst hast, etwas falsch zu machen.

Schenk ihr das Buch von Paul Meek "Der Himmel ist nur einen Schritt entfernt". Er ist ein englisches Medium und erklärt darin sehr gut und schön, wie es nach dem Tod weitergeht. Glauben muss man es selber, das kann einem niemand abnehmen. Ich habe selber einmal eine Erfahrung gemacht, seit der ich voll davon überzeugt bin, dass es weitergeht. Erst in der Seelenwelt und dann mit einer Wiedergeburt. Wir treffen uns wieder, ob im "Himmel" oder hier in einem fernen Leben. Zeig ihr jetzt, dass Du sie magst, begleitest und nicht alleine lässt, aber gib ihr auch Zuversicht und liebe Gedanken mit. Leid und Angst hat sie schon genug. Viel Kraft Euch beiden und alles Liebe.

Dir möchte ich schreiben, geh´ trotzdem hin, denn bald ist die Zeit da, dann kannst Du es nicht mehr. Unterhalte dich nett mit ihr, und sag´ zum Abschied, ich besuche dich wieder, bis bald!

Ja ihr habt wirklich alle recht. Ich werd ihr heut abend gleich ne sms schreiben und fragen ob ich sie besuchen kann

carpe diem! geh hin so lange du kannst... ich wäre froh ich wäre öfter bei meiner oma gewesen. wenn du wartest bis es zu spät ist bist du es die dann damit leben muss... was du dabei sagst ist glaub ich nicht so wichtig. vielleicht ist sie ja froh wenn es mal um was anderes geht als den krebs im endstadium.

ja das ist richtig. Aber es ist garnicht so einfach andere Gesprächsthemen zu finden. Über den nächsten geplanten Urlaub kann man z.B nicht reden. Aber ich hab verstanden was du damit sagen wolltest. danke

wir hatten leider den gleichen fall in der familie ...wo er es gesagt bekam haben wir uns einmal ausgesprochen...wie er sich so fühlt und was ich so denke...danach haben wir in der familie ganz normal weiter gelebt und das thema nicht mehr angesprochen...nicht weil wir es verdrängen wollten sondern (so hart es kling) weil es eben so ist...wir hatten dann noch eine super zeit...bis er dann leider gehen mußte...liegt natürlich auch an der person selber wie sie damit umgeht...wenn es eine freundin ist dann mußt du hin gehen und darfst keine scheu zeigen..."@justka" hat es sehr gut beschrieben...

ja, so in etwas läuft es hier auch ab. Ich denke je länger ich jetzt noch warte, um so schwerer wird mir der Besuch fallen. Also muss ich mich jetzt einfach überwinden!

Weinen "verlernt"?

Ich (17) bin ein Mensch mit einer sehr positiven Lebenseinstellung, fast immer positiv gestimmt und ich lache überdurchschnittlich viel, auch wegen ganz kleinen Dingen. Ganz anders sieht es bei traurigen/negativen Gefühlen aus. Ich "kann" das nicht zum Ausdruck bringen. So kommt es bei einem negativen Ereignis NIE vor, dass ich Weinen muss. An mein letztes Weinen kann ich mich nicht erinnern... Einige aktuelle Beispiele: Als wir erfahren haben, dass eine Freundin Krebs hat und womöglich sterben wird, sind alle Mädels in unserer Klasse ausser mir gleich in Tränen ausgebrochen. Mir ist das auch sehr nahe gegangen, ich habe viel darüber nachgedacht, aber ich habe deswegen nie geweint. Oder als mein mittlerweile Exfreund mit mir Schluss machte und mich dabei mit seinen Worten verletzte, habe ich nur ein trauriges Gefühl gespürt. Keine Tränen, einfach nix. Oder bei ganz traurigen Filmen muss ich nie weinen, egal wie traurig die Geschichte ist. Oder als ich kürzlich meinen Opa wahrscheinlich das letzte Mal im Leben gesehen habe (er lebt in Südafrika und hat Krebs im Endstadium), habe ich auch nicht geweint. Meine Schwester hat dann die ganze Zeit geweint, ich konnte nicht weinen, bei mir kamen einfach keine Tränen.

Irgendwie fühle ich mich abnormal... Habe ich das Weinen verlernt? Ich habe auch Angst vor anderen als ein Mensch ohne Gefühle dazustehen, was aber gar nicht stimmt. Denn ich kann schon traurig und ernst sein, nur zeige ich das nicht mit Tränen. Woran kann das wohl liegen, dass ich nicht Weinen kann?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?