Welche Worte gibt man einem Sterbenden mit auf den "Weg"?

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Sei für sie da, so wie Du bist. Sie weiß sehr wohl, daß ihr nicht mehr viel Zeit bleibt.

Rede mit ihr, aber ohne diese blöden nichtssagenden Floskeln und ohne Mitleid zu zeigen, rede mit ihr ehrlich und offen, auch über Gefühle, wenn ihr danach ist. Oder schweige mit ihr.

Und wenn es eines Tages so weit sein wird, hat sie sich verabschiedet, nicht umgekehrt.

Du wirst schon wissen, wie Du Dich verhalten sollst: Sei einfach für sie da.

Genau das ist ja der Punkt. Wie verhält man sich ohne dummes Zeug wie übers Wetter zu reden, oder plötzlich glasige Augen zu kriegen. Genau das macht mir ja Angst, wenn ich mich dann vielleicht einfach falsch verhalten würde...

@Lola25

Glaub mir, Deiner Freundin ist sehr gut bekannt, wie Dir zumute ist. Sei ihr gegenüber einfach nur du selbst, also ganz normal (hört sich so leicht an, ich weiß). Deine Freundin wird spüren, wie ehrlich Du ihr gegenüber bist, auch wenn Du Angst hast, etwas falsch zu machen.

Schenk ihr das Buch von Paul Meek "Der Himmel ist nur einen Schritt entfernt". Er ist ein englisches Medium und erklärt darin sehr gut und schön, wie es nach dem Tod weitergeht. Glauben muss man es selber, das kann einem niemand abnehmen. Ich habe selber einmal eine Erfahrung gemacht, seit der ich voll davon überzeugt bin, dass es weitergeht. Erst in der Seelenwelt und dann mit einer Wiedergeburt. Wir treffen uns wieder, ob im "Himmel" oder hier in einem fernen Leben. Zeig ihr jetzt, dass Du sie magst, begleitest und nicht alleine lässt, aber gib ihr auch Zuversicht und liebe Gedanken mit. Leid und Angst hat sie schon genug. Viel Kraft Euch beiden und alles Liebe.

Oh je, das ist wirklich heftig. Spontan würde ich sagen: Scheue nicht den Besuch! Wichtig ist, dass Du sie besuchst, nicht, was Du sagst. Ich kann mir gut vorstellen, dass du Angst hast davor, würde mir nicht anders gehen. Aber wenn ich versuche, mich in die Situation Deiner Freundin zu setzen, dann wäre es mir wichtig, dass ich Menschen um mich habe, denen ich wichtig bin und mir wäre es egal, was sie sagen. Aufbauen kannst Du sie eh nicht, versuche nicht auf fröhlich zu mimen, wenn Du (und sie) es nicht bist. Sprich ehrlich mit ihr, frage sie nach IHREN Gedanken und Gefühlen. Vielleicht kann sie mit ihrer Familie nicht darüber sprechen, weil sie zu nahe stehen. Mehr kann ich nicht sagen. Vielleicht haben andere User hier bessere Vorschläge. Es tut mir sehr leid!!!

Danke für deine Worte. Sie ist eine sehr starke Person und eigentlich sollte ich mir an ihr ein Beispiel nehmen. Immer wenn ich sie besuche will sie hauptsächlich über mich und meine Sorgen reden. Dabei hat sie ganz andere Sorgen

Versuch nicht, lustig zu sein. Das muss dir doch auch sehr schwer fallen, tu dir und ihr das nicht an.
Erzähl ihr von früher, was ihr gemeinsam erlebt habt, frag, ob sie sich auch an dieses und jenes erinnert. Sag ihr nochmal, was du schon immer an ihr gern hattest, was dir unvergesslich bleibt. Sprich ruhig in der Vergangenheitsform. Es ist ein Abschied, und sie weiß es. Gib ihr auch die Möglichkeit, sich von dir zu verabschieden. Aber sei nicht traurig, wenn sie nicht mit Worten darauf eingeht/eingehen kann...vielleicht tut sie es auf andere Weise.

Wußtest Du, dass die meisten Todkranken nicht sterben, solange ihre Familie und Freunde an ihrem Bett sitzen und reden, sondern erst, wenn sie wieder allein sind? Das hat mir eine Krankenschwester gesagt, und sie hat es als Trost gemeint. Sie sind dann bei sich selbst, nicht einsam, sondern allein, und das ist gut so.
Ich wünsche Dir alles Gute bei dieser traurigen und schwiérigen Erfahrung.

nein das wusste ich nicht. Ich hab das Thema "Tod" einfach in letzter Zeit verdrängt. Aber ich denke wenn man doch viel in Erinnerungen schwelgt, macht man ihr den Abschied doch schwieriger oder nicht?

@Lola25

Ich glaube nicht. Sie wird dann wissen, dass etwas von ihr in deiner Erinnerung bleibt, und das ist ein gutes Gefühl. Wir "leben" alle so lange, wie sich jemand an uns erinnert.

Sprich doch offen mit ihr über ihre Krankheit und über das, was danach kommt.Vielleicht will sie ja auch darüber reden. Meide sie auf keinen Fall.Du gibst ihr Kraft und die braucht sie jetzt mehr denn je.

Es fällt mir sooo schwer den Kontakt gerade zu halten, das klingt total egoistisch, aber es ist so. Wie oben schon gesagt hat sie keine Angst zu sterben. Nur ich, wenn sie nicht mehr da ist.

@Lola25

Du musst aber über Deinen Schatten springen - sonst wirst Du auf immer und ewig bereuen! Mach das nicht!!!!!

@Lola25

@ Lola25, aber dann weißt Du doch, das sie es nun endlich geschafft hat und sich nicht mehr quälen muß.Es ist immer schwer einen lieben Menschen verlieren zu müssen, es gibt dann aber immer noch die schönen Erinnerungen.Außerdem, was wäre Dir lieber,zu wissen das sie nicht mehr leiden muß oder täglich das Leid und den Verfall sehen zu müssen? Alles Gute und sei stark.

@hartzerroller

Natürlich will ich sie nicht leiden sehen, viell ist das auch ein Grund warum ich mich grad zurückziehe. Völliger Blödsinn ich weiß. Ich sollte einfach hingehen!

@Lola25

ja, das solltest Du.Deine Freundin wird sehr leiden, wenn sie merkt,dass Du sie meidest in ihrer schlimmsten Zeit, da wo sie Dich am meisten braucht.Also,denk an sie und nicht an Dich.

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