welche folgen im wesen hat ein alkoholentzug?

5 Antworten

Auweia, ein Klassiker! Allein funktioniert das nicht und das geht nur mit Profis. Ganz ehrlich, da stehste auf ner Titanic. Die Frage mit der Geduld ist da auch so eine Sache. Wie lange ist ein Freund gewillt, sich täglich wie ein Fussabtreter behandeln zu lassen? Denn mit Respekt hat das rein gar nichts zu tun. Daher, wenn eine Person nicht mehr kann...weil Co-Abhängig. Dann gehen. Mein Ratschlag. Erster Step, sich mental lösen von einer alkoholkranken Person, die sich partout nicht helfen lassen möchte. Die Personen, die es geschafft haben trocken zu werden und das auch zu bleiben haben meist den Weg des völligen sozialen Verlusts sowie körperlicher Scherbenhaufen bzw. kurz vorm Exodus. Das ist leider traurige Wahrheit. Ein Alkoholkranker verändert sein Wesen und wird zunehmends aggressiv. Solange ein Alkoholkranker sich selbst nicht als krank ansieht und meint ohne Hilfe es zu schaffen haben die engsten Verbündeten keine Chance an diese Person ranzukommen und werden nur getreten werden. Tipp, rette Dich selbst. Der Untergang ist es nicht wert, so hart es auch klingt.

Wenn er wirklich erfolgreich entgiftet hat, hat er dennoch Suchtdruck. Und das macht ihm schlechte Laune. Du solltest ihn dringend zu einer Psychotherapie bewegen, damit er lernt, dass das Leben auch ohne Drogen (in diesem Falle Alkohol) Spaß machen kann. Denn so, wie Du ihn beschreibst, ist er stark rückfallgefährdet.

er ist gar nicht mehr zugänglich, stets negativ drauf. und verhält sich auch meistens so. psychotherapie hält er für den größten müll. er will sich nur selbst helfen. lehnt hilfe ab.

aber das mit dem suchtdruck mag sein. daher und von der gicht vielleicht auch die dauernde schlechte laune.

@gartenfee

Kannst Du ihn nicht trickreich zu so etwas bewegen? Ich kenne solche Fälle, das geht nie gut aus. Besonders, wenn er gerne seine körperlichen Beschwerden totsaufen möchte...

@Nachtflug

nein, ich bin mir sicher, daß er wirklich nicht mehr trinkt. wenn er so was macht, dann ist er auch immer sehr konsequent. das gehört zu seinen guten seiten.

wozu soll ich ihn denn trickreich bewegen? psychotherapie? erst mal ist er verdammt klug udn wittert es quasi, wenn ihn jemand "hintergehen" will. damit hat er nämlich erfahrung (und verdächtigt auch gerne dessen, das gehört zu seinen negativen seiten). und dann ist er wirklich ebenso konsequent und vehement gegen psychotherapie und jegliche beratungsstellen etc. geht lediglich zum arzt, schmerztabletten verschreiben lassen etc. erzählt dem aber eigentlich auch nichts, denke ich.

eigentlich bin ich quasi seine "therapeutin", was er aber auf der anderen seite auch wieder abwehrt. schon sehr wechselhaft, seit er aufgehört hat zu trinken. eigentlich bin ich versucht zu sagen, daß er mir vorher besser gefallen hat.

@gartenfee

Er vermisst den Alkohol sehr, aber bitte gib ihm keinen Auslöser, es sei vorher besser gewesen. Er würde sofort losziehen und sich eine Flasche irgendwas kaufen, denn darauf wartet er heimlich. Vielleicht solltest Du mal einen Psychologen aufsuchen, der kann Dir helfen, mit dieser Belastung klarzukommen. Sag das einfach Deinem Hausarzt, wenn er Dich versteht, überweist er Dich sofort.

@Nachtflug

danke für deine tipps. das merke ich mir. ich glaube, ich hab ihm auch schon mal gesagt, daß es vor dem entzug besser war mit ihm. aber er ist vor allem konsequent, im guten wie im schlechten. ich denke nicht, daß er noch mal anfangen wird. die schlimmste zeit hat er hinter sich.

wenn ich nicht so irre viel arbeithätte, würde ich vielleicht tatsächlich mal nen arzt oder psychologen oder beratungsstelle konsultieren. aber momentan habe ich einfach zu fast nichts zeit, nicht einmal einkaufen. (ich denke, da ist er auch sauer drüber, weil ich mich nun nicht mehr so viel um ihn kümmer, sondern selbst zu tun habe. aber das ist eher eine vermmutung oder interpretation von mir, würde er vermutlich auch weit von sich weisen, so etwas)

Hallo gartenzwergin, Du schreibst: "...aber um ehrlich zu sein, ich weiß gar nicht so recht, warum ICH zu so einer gruppe gehen soll, wenn ich doch gar nicht der betroffene bin." Nun, irgendwie ist die Krankheit Deines Freundes Dir ja nicht gleichgueltig, Du fragst Dich, was das ist, wie damit umzugehen ist. Um differenzierte Antworten zu finden, dazu ist so eine Gruppe da. Wenn Dir das alles nicht so wichtig ist - ...("grosse" Sorgen...)

Selbsthilfegruppen gibt es auch fuer Angehoerige: zB AlAnon. Von den Selbsthilfegruppen (Blaues Kreuz, AA, Guttempler...) kommt evtl. Jemand zu einem Hausbesuch. Du koenntest Dich evtl. auch bei einem Sozialpsychiatrischen Dienst beraten lassen. Ich bin nicht sicher, ob "nur" Alkoholismus vorliegt oder vielleicht eine andere psychische Erkrankung, die er sozusagen mit Alkohol selbst zu behandeln versucht hat. Drogen?

hallo und danke für den tipp!

aber um ehrlich zu sein, ich weiß gar nicht so recht, warum ICH zu so einer gruppe gehen soll, wenn ich doch gar nicht der betroffene bin. wir sind "nur" befreundet. und ich habe mit meinem eigenen überlebenskampf, ganz besondere im arbeitsleben, auch ausreichend zu tun. ich denke, es liegt in seiner verantwortung, etwas zu tun. und momentan hab ich auch nur so viel zeit, daß ich vielleicht mal nach ner telefonischen stelle scheuen könnte zwischendurch, wo ich mir ein paar tipps holen kann.

hallo,ich arbeite auf einer alkoholokerstation mit 28 herren und damen,die meisten sind ca.2 jahre da,wenn sie keinen geistigen schaden genommen haben durch ihren alkoholkonsum werden sie wieder so wie vor dem komsum,es gibt einige die haben angefangen zu trinken weil sie seelisch sehr instabil waren,das vermute ich bei euch auch,der alkohol hat ihm seine sorgen vergessen lassen,ohne alk sind die sorgen wieder da,er sollte sich von seiner behandelnden ärztin oder arzt ein antidepressiva verordnen lassen,andernfalls fürchte ich wird er rückfällig,und das werden fast 75% die nicht in einer geschlossenen einrichtung sind,

puh, das hört sich ja nicht gut an. wie gesagt, oder oben geschrieben, ich denke, daß er sehr konsequent ist in dem, was er will, wenn er mal was will. dann zieht er das auch knallhart durch.

und du schreibst, die leute werden so, wie sie vorher waren? dann war er aber extrem belastet udn eigentlich ziemlich unsozial. da hat ihmder alkohol wirklich einen menschlichen zug gegeben. muß ich jetzt einfach mal sagen.

ich kenn ihn etwa zwei jahre. offenbar hat er da schon getrunken,w as ich recht seltsam finde, da ich weder was gerochen habe noch hat er irgendwie geschwankt oder war sonst irgendwie alkohol-auffällig.

was hilfe von außen angeht, läßt er sich nicht nur auf keine therapie ein, sondern ich glaube auch wenig auf einen arzt er so. er bekommt zwar schmerzmittel, gegen die gicht, aber antidepressiva wohl nicht (mehr), hatte er aber ne zeitlang.

@gartenfee

also wenn sein hirn keinen schaden genommen hat war er so vorher,daswesen eines menschen ändert sich aber durch erlebtes,also unsere sind ganz lieb bis auf einen der schon immer bissl psychophatisch war,er hat versucht sich um zubringen,aber wie gesagt diese leute waren halt vor dem alk.konsum auch so,ich denke das dein freund einen grund hatte anzufangen und nach dem entzug kommt alles wieder hoch,er sollte die antidepressiva wieder nehmen

Reha wurde abgelehnt ,wie formuliert man den Widerspruch mit Begründung?

Um mich kurz zu fassen ,mein Bericht bezieht sich auf die vorigen Berichten von mir, Ohrendruck und ständig Krank.Die Tagesklinik die ich im Januar begann,musste ich wegen den Neurologischen Schmerzen abbrechen.Es folgten in diesem Jahr mehrere Aufenthalte im Krankenhaus,wegen Neurologischenprolemen,Verdacht auf MS usw. Dort haben sie auch einen Entzündungsherd im ZNS gefunden!Worauf ich dann eine Kordisontherapie und Schmerzmitteltherapie bekam..Im April wurde ich dann nochmal am Ohr operiert,Nasennebenhöhlen und eine Zyste im Kiefer wurde mir entfernt.Nach der OP litt meine Rechte Gesichtshälfte an einer Gesichtslähmung , der Nerv war und ist noch gereizt. Das Mittelohr hat auch etwas gelitten.Das Gehör ist noch sehr eingeschränkt.Auch hier wurde wieder Kortison eingesetzt.Und nehme bis heute noch Kortison,lass es aber langsam ausschleichen. Natürlich habe ich an Gewicht ordentlich zugenommen.Bin dadurch aufgeschwemmt.Leider wurde jetzt auch noch festgestellt das ich eine Vorstufe von Diabetes habe.Durch diesen ganzen Krankheitsverlauf bin ich psychisch und körperlich ziemlich am Ende.Da ich auch schon Ende letzten Jahres wie schon in vorigen Bericht erwähnt,an Depression und auch Ohrproblemen litt.Mein Hausarzt hat eine Reha beantragt,habe auch alles ausgefüllt usw. Es kam aber nach kurzer Zeit eine Ablehnung ,da ich 2011 schon eine Reha hatte.Hier im Netz fand ich eine Formulierung wie ich Widerspruch einlegen kann,das tat ich auch .Erstmal nur fristgerecht ohne Begründungen ,das die Begründungen folgen,sobald sie mir Einsicht in die Krankenakten geben, woran sie sich Orientiert haben .So stand es im Netz ,das man es so schreiben kann.Meine Frage ist ,muss ich jetzt warten bis die Rentenversicherung antwortet und dann die Begründungen schicken?Oder vorher schon?Wie schreibe ich den Widerspruch mit Begründung?Aus dem Bauch heraus oder sehr förmlich?Mein Hausarzt meint, er würde auch angeschrieben werden,dann schickt er die Stellungsnahme?bzw. bestätigt meine Aussagen.Muss ich noch mit der Krankenkasse sprechen?Fühle mich etwas alleingelassen!Wer hat Erfahrung damit?

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