Welche frühere "Heilmethode" findet ihr am gruseligsten?

Das Ergebnis basiert auf 61 Abstimmungen

Lobotomie 69%
Amputation 10%
Elektroschock 8%
Aderlass 7%
Eine andere, und zwar: ... 5%
Brustoperation 2%
Elevatorium 0%

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Lobotomie

Das ist alles ziemlich übel. Aber die Lobotomie als "Allheilmittel" für jegliches auffällige Verhalten (teilweise ganz normale jugendliche Aufsässigkeit) - locker als Bühnenshow vor Publikum praktiziert - finde ich schon ganz besonders widerwärtig.

Aber generell waren es oft Psychiater, die abstruse "Heilmethoden" für psychische Krankheiten entwickelten. So entfernte zum Beispiel der US-amerikanische Arzt Henry Cotton (1876-1933) seinen Patienten verschiedene Organe, in denen er lokale Infektionen als die Ursache ihrer psychischen Erkrankungen vermutete: Dickdärme, Mandeln, Zähne, Eierstöcke, Hoden, Gallenblasen, ...
Obwohl seine Methoden wenig erfolgreich waren und oft auch tödlich verliefen, blieb er ein anerkannter Psychiater.

Dass man solchen radikalen Methoden und Leuten seine Kinder anvertraut und wirklich denkt, sie würden ihnen helfen... das ist wohl auch so eine typisch menschliche Eigenart, die leider in verschiedensten Gewändern immer mal wiederkehrt. :(

Omg, ich bin grad beim Essen hahaha 🙈 Ich lese mir das lieber später durch. Ich bin sowieso mega empfindlich bei sowas wie Operationen usw. Alleine das Lesen 😬

Ich hab es mir jetzt durchgelesen. Das klingt ziemlich brutal und grausam 🙈 Wie die Menschenversuche in den KZ's 😬

Aderlass

Der Aderlass war eine sehr verbreitete Methode. Aber nicht nur, dass er zur Gesundung nicht beitrug, nein, oftmals war er dafür verantwortlich, dass ein Patient verstarb. Und auch als das bekannt wurde haben viele Ärzte das weiter praktiziert. Und auch wenn ich die Elektroschockbehandlung viel schlimmer finde, wurde damit nicht annähernd soviel Unheil angerichtet.

Lobotomie

In einigen Staaten werden auch heute noch Lobotomien bei schwersten, nicht anders zu behandelnden Krankheiten durchgeführt.

Es fehlt dort an Equipment, geschulten Ärzten und Geld für die heute in den Industrieländern selbstverständlichen Medikamente und Operationstechniken.

Lobotomie

Amputation ist nicht wirklich veraltet und wird auch heute noch oft genug durchgeführt wenn es keine Alternative mehr gibt.

Die Lobotomie ist von dem was man so darüber lesen kann eine grauenhafte Vorstellung.

Sorry was ist eigentlich Lobotomie? 😅

@Wolfwalker

"Die Lobotomie (von altgriechisch λοβός lobós, deutsch ‚Lappen‘ und τομή tomé, deutsch ‚Schneiden, Schnitt‘) ist eine neurochirurgische Operation, bei der die Nervenbahnen zwischen Thalamus und Frontallappen sowie Teile der grauen Substanz durchtrennt werden"

Sehr vereinfacht gesagt wurde dabei mit einem Skalpel durch die Nase die Verbindung im Gehirn durchtrennt.

Das Ergebnis war oftmals eine Emotions- und Antrieblose Hülle der ursprünglichen Person. Sofern diese den Eingriff überhaupt überlebt hat.

Lobotomie

Obwohl ich mir hin und wieder schon selbst gewünscht habe, lobotomiert zu werden, das Selbst kann manchmal zum grauenhaften Folterkeller werden. Ist man lobotomiert erledigen sich solche Dinge, man dümpelt vor sich hin und hat seine Ruhe. Im Grunde ähnlich dem Tod oder der Schwachsinnigkeit.

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