Was tun, wenn es jemandem akut seelisch schlecht geht?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Frag am Besten mal hier an:

http://www.gutefrage.net/tipp/unabhaengige-patientenberatung-deutschlands---kostenfreie-neutrale-hilfe-bei-medizinischenfrag-en

Die Leute dort sind selbst Mediziner, Sozialarbeiter, und wirklich kompetenter als jede Krankenkasse oder andere " Helferlein " - noch dazu ist das Ganze kostenlos

Dort wird man Dir auch einen Tip geben können was nun bei dem konkreten Krankenbild für Möglichkeiten vor allen Dingen auch in Deiner Nähe bestehen.

Ambulante Möglichkeiten gibt es mitunter in Form von Tageskliniken oder psychologischen Sprechstunden an manchen Kliniken, wo die Zeit bis zur Therapie überbrückt wird.

Das ein Anruf bei einer psychiatrischen Klinik nichts bringt , ist der Regelfall - dort muß man schon ander Pforte als Notfall aufschlagen.

Außerdem braucht er auch erst Mal eine handfeste Diagnose, so daß sich a) der Hausarzt empfiehlt und b ) der Psychiater um gegebnenfalls die Zeit bis zur Therapie medikamentös zu überbrücken.

Das Therapeuten Wartezeiten von um die 3 bis 6 Monate haben, sollte umso mehr Grund sein, gleich morgen alles abzutelefonieren.

Wenn Du / Ihr schon eine ärztliche Diagnose habt, gibt es über Google sicher auch für dieses Problem ein Forum.

Aber ich denke ein Anruf bei der Unabhängigen Patientenberatung wird schon ein Stück weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Genau sowas habe ich gesucht. Vielen Dank!!!

Er sollte mal zu einem niedergelassenen Psychiater gehen und seine Probleme dort vorstellen. Wenn der ihn einweist, kann man ihn in der Psychiatrie nicht mehr abweisen. Bei solchen Entfremdungszuständen gibt es sehr wirksame Medikamente, die ihm der Arzt verordnen kann. Ich hatte das auch schon, mit dem passenden Medikament war die Derealisation nach einigen Monaten fast schlagartig zu Ende. Psychotherapie nützt auf die Schnelle herzlich wenig. Neben dem Psychiater kann auch ein Allgemeinmediziner eine Einweisung vornehmen. Viele Hausärzte beschäftigen sich auch mit Psychiatrie und kennen sich auch da recht gut aus. Manchmal reicht ein Gang zum Hausarzt, wenn der bereit ist, für seinen Patienten ein paar Minuten mehr zu opfern.

Hallo, ich war in der selben Situation und habe mich an eine psychosomatische Klinik mit Akutstation gewendet und dies war absolut die beste Entscheidung. Es hängt natürlich von den Gründen ab aber dort erhält man neben einem intensiven medizinischen Check-up eine für etwa 4-8 Wochen dauernde Kur in der der Körper (oft sind psych. Probleme auf eine körperliche Ursache zurückzuführen und anders herum) und auch die Psyche in Einzel- und Gruppentherapiesitzungen behandelt wird und ein Neustart erleichtert wird. Es gibt in Deutschland sicher 100 solcher Einrichtungen aber Hausärzten und Therapeuten sind sie oft nicht bekannt, daher bei der Krankenkasse nachfragen oder im Internet forschen. Ich selbst habe gute Erfahrungen mit der Parklandklinik in Bad Wildungen gemacht, auch wenn dies keine Werbung sein soll. Dann einfach dort anrufen und die kümmern sich auch um die Kostenabklärung! Evtl. Braucht man eine Vorbestätigung eines ambulanten Psychtherapeuten aber es reicht meist auch eine kurze Bestätigung vom Hausarzt!

Für akute Notfälle beim sog. Kriseninterventionsdienst anrufen oder der Telefonseelsorge. Sag Deinem Kumpel aber auch er soll in jedem Fall auch Dich anrufen, wenn er Hilfe braucht oder ihn Suizidgedanken quälen- denn in solchen Fällen kann jeder helfen, ein Suizidgefahrdeter würde jede Hilfe annehmen egal wie klein sie ist aber er fühlt sich ausgegrenzt und nutzlos! Viele haben, so wie ich, alles verloren, keine Freunde und keine Familie mehr, deshalb denkt man, was würde eigentlich passieren wenn ich weg wäre, wenn dann die Antwort nichts ist fängt der Todeskampf und die Abwärtsspirale an sich zu drehen!

Ok, danke für die Ratschläge!!

sprich mit ihm, er sollte wirklich eine Psychotherapie machen, zuerst zum Hausarzt, der überweist ihn weiter

Die Überweisung ist das kleinste Problem. Heutzutage ist es glaub ich eine hohe Kunst einen Termin bei einem Therapeuten zu bekommen. Aber danke für den Tip.

Für langfristige Hilfen stehen ja hier schon einige gute Möglichkeiten.

Der Hausarzt kann vielleicht auch einen Rat geben. Und vielleicht verschreibt er ihm ja für den Bedarfsfall was zu Beruhigung. Dies sollte natürlich nur für den akuten Notfall sein und nur zur Überbrückung bis zur Tagesklinik, Therapie oder sonstigem.

Ansonsten kann man sich im Akutfall auch noch in die Psychiatrie aufnehmen lassen. ..mit dem Krisendienst kann man auch sprechen..oder Telefonseelsorge etc., aber ob es in dem Moment hilft, ist halt schwer zu sagen.

Relativ schnelle Hilfe bekommt auch noch in einer PIA (Psychiatrische Instututsambulanz). Das ist ein Angebot was zwischen dem stationären und dem ambulanten Rahmen angesiedelt ist

Was möchtest Du wissen?