Was tun bei dicker werdenden gelenk?

3 Antworten

Spat ist Arthrose im Sprunggelenk ;)

Um zu behandeln, müsste man genau wissen, was das Pferd da nun hat. Ist es Arthrose bzw. Spat, hilft viel (!!!) Bewegung im Schritt. Da kann u.U. ein so ein Sprunggelenkschoner helfen. Nicht für den dauerhaften Einsatz, aber vll. zum Reiten oder stundenweise. Dann würde ich aber auch zu was gutem wie "Back on Track" oder "Fedimax" greifen. Aber da würde ich mich schlichtweg vom Tierarzt beraten lassen, ggf. auch noch einen weiteren Fachmann zu Rate ziehen.

Letztendlich hilft da nur ein Röntgenbild anscheinend, um andere Krankheiten auszuschließen. Dann würde ich auch den Tierarzt ganz speziell fragen, was du da tun kannst mit solchen Mitteln.

Zuerst würde ich jedoch die Haltung des Pferdes betrachten - wie lange steht es draußen? Kommt es auch im Winter raus? Kann es sich viel draußen frei bewegen? Arthrose/Spat kommt meistens von zu langen Stehzeiten und/oder falscher Bewegung.

er hat box mit padock und noch so eine art longierplatz, ganz jährig zu Verfügung und wird täglich bewegt

@Afterbabe

Und steht er auf diesem Longierplatz denn auch 12 Stunden draußen?

Spat ist Arthrose im Sprunggelenk ;D

Arthrose heißt, dass das Gelenk demoliert ist. Es hat sich verformt und passt so nicht mehr perfekt mit dem Gegenspieler zusammen. Stell dir vor du hast eine Halbkugel-Schüssel. In diese passt perfekt ein runder Ball rein. Das ist das gesund Gelenk. Jetzt wird der Ball viel benutzt, überbeansprucht und verformt sich, er bekommt eine Ecke und wo anders eine Delle. Jetzt pass er nicht mehr so perfekt in die Halbkugel rein. Bewegt man den Ball kratzt die Ecke an der Schüssel. Exakt das passiert auch bei Arthrose im Gelenk. Wenn man versteht was Arthrose ist kann man damit auch besser umgehen.

Bei dicken Gelenken kann ich auch immer Heilerde empfehlen. mit Wasser anrühren und aufschmieren. Hilft super gegen Schwellungen.

Ansonsten solltest du dem Pferd etwas gegen Arthrose füttern. Ingwer wirkt antibakteriell und beruhigend auf entzündete Gelenke. Man kann ihn frisch oder getrocknet mitverfüttern. Sonst kann ich noch Teufelskralle empfehlen, die wirkt positiv auf die Gelenkschmiere, sodass diese besser und schneller produziert werden kann. Die Gelenkschmiere ist quasi das Gleitgel im Gelenk und sorgt dafür dass alles flutscht und reibungslos geht. MSM ist eine Schwefelverbindung die nicht giftig ist und "seit neustem" gerne bei Arthrose eingesetzt wird. Kommt ursprünglich aus der traditionellen chinesischen Medizin. Soll wahre Wunder wirken, habe ich aber noch nicht probiert. Ansonsten kannst du noch Hyaluronsäure verfüttern. Das gibt's in flüssig und kommt mit ins Futter. Ist allerdings nicht ganz billig das Zeug. Zu guter Letzt kann man noch Weidenrinde verfüttern. Sie wirkt schmerzlindernd (Aus dem enthaltenen Wirkstoff wurde später Aspirin entwickelt). Im Gegensatz zu Schmerztabletten greift sie allerdings nicht den Magen an und wirkt trotzdem sehr gut. Und so ein Pack Weidenrinde ist auch wesentlich günstiger als Schmerzmittel.

Bewege dein Pferd viel im Schritt. Das fördert die Produktion von Gelenkschmiere und macht das Gelenk wieder geschmeidiger. Bei Kälte und zu langem Stehen werden Arthrosepferde oftmals steif. Sie bewegen sich als wären sie eingefroren und sind auch oft sehr vorsichtig. Manchmal haben sie auch Schmerzen und lahmen. Dann hilft oftmals Wärme.

Generell gilt: Bei versteiften Gelenken hilft Wärme, bei überhitzen Gelenken oder nach Unfällen Kälte. Bei Arthrose gibt es 3 gute Tipps für Wickel: Einmal nur normale Wickel. Ein Frotteetuch wird in heißes Wasser getaucht, ausgewrungen und dann um das Gelenk gewickelt. Oben drüber dann ein Verband oder eine Bandage, Hauptsache es hält. Das Problem hierbei ist nur, dass das warme Tuch nicht lange warm bleibt. Es kühlt recht schnell aus. Die Alternative: Kartoffelwickel. Heiße Kartoffeln zerstampfen und auf ein Tuch geben. Dieses dann um das Pferdebein wickeln. Aber Achtung! Kartoffeln speichern die Wärme sehr lange. Achte darauf dass sie nicht zu heiß sind, sonst kann es zu Verbrennungen kommen. Als dritter Tipp: Warmer Ingwer. Entweder in Scheiben geschitten oder geraspelt aufkochen und dann in ein Tuch geben. So wärmt er und behandelt das Gelenk von außen noch zusätzlich mit seinen Wirkstoffen (gegen Entzündung, beruhigend, antibakteriell und wärmend). Wärme ist generell gut, da sie den Stoffwechsel in dem Bereich anregt. Dann werden Schadstoffe schneller abtransportiert und mehr Blut durchgepumpt. Das kommt auch den Gelenken zu Gute.

Hat das Pferd starke Schmerzen im Gelenk kann ein Einspritzen von Hyaluronsäure direkt ins Gelenk helfen. Ist allerdings nicht ganz billig.

Am besten ist es für das Pferd, wenn du täglich 1 Stunde mit ihm im Schritt spazieren oder ausreiten gehst. Das hilft den Gelenken sehr. Von diesen Schonern würde ich dir abraten, wirklich helfen tun die nicht.

So, mehr fällt mir gerade nicht ein. Viel Glück!

Danke für die ganzen tollen typs. und Ingwer bekommt er schon übers Futter aber es ich hab das Gefühl das es statt besser schlimmer wird - also machmal - vor allem in letzter zeit :( wenn ich ihm bei dem bein den Huf auskratzen möchte versucht er teilweise sogar zu schlagen D: ich hab sonst noch so wärmende salbe - die SEHR WARM wird - kann man die für sowas auch nehmen ?

@Afterbabe

ja kann man. Sie sollte aber nicht zu "scharf" sein, sonst greift das auf Dauer die Haut an. Generell würde ich die Beinwellsalbe empfehlen. Die "Kytta-Salbe f" von Merck empfehlen. Die nehm ich selbst wenn ich mal wieder Schmerzen habe. Die wärmt auch sehr, also zieh dir bitte Einmalhandschuhe an :) Öfters als 1-2x die Woche solltest du sie aber nicht auftragen. Das schöne an Beinwell ist, dass er ebenfalls eine Heilwirkung hat. Er wirkt sich gut auf Gelenke, Knochen, Sehnen und Bänder aus. Hilft wirklich erstklassig. Allerdings sollte das Pferd die nächste Zeit nach dem eincremen nicht in der Sonne stehen, denn Beinwell macht sonnenempfindlich. Ca. 2 Stunden Wartezeit solltest du danach einplanen. Mindestens 1, besser 2.

Das mit dem Auskratzen darfst du ihm nicht übel nehmen, das tut einfach weh. Versuche den Huf so niedrig zu halten wie irgendwie möglich. Meine RB hat oftmals Schmerzen in den Hinterbeinen (Gelenke), dann stell ich den Huf nur auf die Hufkante auf den Boden und kratze so aus. Geht zwar auf meinen Rücken aber immer noch besser als schmerzen am Pferd. Und auch ganz langsam hochnehmen. Er meint es ja nicht böse :)

Nee lass dass mal mit den sprunggelenkschoner! Mein pferd(friese) hatte auch so was ähnliches und hatte dass auch gekauft und das hat nichts geholfen ausser wenn du jetzt springst dann drufmachen aber sonst nicht! Das stöt das pferd nur Hoffe war hilfreich

ok, danke 😊

ein pferd darf mit Arthrose springen O.o ??

@Afterbabe

je nachdem wie schlimm die Arthrose ist. Manche Pferde haben sich iwann warm gelaufen und sind dann total fit und springen gerne. Trotzdem sollte man nicht oder zumindest nicht zu viel und nicht hoch springen, Arthrose ist ja ein Gelenkschaden und jede Überbelastung mehr macht das Gelenk noch mehr kaputt.

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