Was tun bei chronischen Nebenhöhlenproblem (Sinusitis) ?

5 Antworten

Hallo snare, ich litt auch jahrelang unter Sinusitis, meine HNO-Ärztin hatte schon einen OP-Termin für mich vereinbart - und dann bin ich alle Beschwerden losgeworden. Durch eine Therapie mit traditioneller chinesischer Medizin. Die hat drei Monate gedauert, fast 900 Euro gekostet, aber ich lebe seit inzwischen vier Jahren beschwerdefrei. Ein Schnupfen ist wieder ein Schnupfen, Antibiotika war seither nicht mehr nötig. Die Bestandteile der Therapie waren: Ernährungsumstellung (wie erklärte der Arzt individuell), Tees, Akupunktur und Nasenspülungen. Ruf deine Krankenkasse mal an, ob sie diesen Weg mitgehen würde. Und such dir eine gute TCM-Praxis (ich habe darauf geachtet, dass das Personal parallel Schulmedizin/TCM ausgebildet war). Viel Glück!

Der Hinweis auf Zahnstörfelder ist richtig und das sollte abgeklärt werden. Weiterhin ist bei diesem Symptomenbild häufig ein Problemkreis zu finden: Der Darm ist die "Mutter" aller Schleimhäute, das heisst, er ist als Immunorgan 1.Ordnung für die Gesundheit aller anderen Schleimhäute zuständig.Die Wiederherstellung einer gesunden Darmflora, (vorher Stuhlflora im mikrobiologischen Labor untersuchen lassen), ist meistens notwendig. Eine Lebensmittelallergie vom Typ III (verzögerter Typ) kann durch Antikörpertest im Blut (IgG4) bei solchen chronischen Sinusitiden häufig festgestellt werden (Kuhmilcheiweiss, Gluten, Hühnerei sind häufige Basisallergene). Wenn die Darmschleimhaut durch Entzündung durchlässig ist, können grosse Lebensmittelbestandteile eindringen und müssen mittels Entzündung an anderen Schleimhäuten "abgefackelt"/entgiftet werden. Das heisst, dass am Ort der Symptome nicht der Ort der Ursache sein muss.Deshalb helfen letzlich auch keine Symptombehandlungsversuche, seien sie chirurgischer Art (Entfernen von Polypen etc.) oder auch Sinusitispräparate.

Hallo zusammen

Hoffe ich hiermit einen Tipp für den einen oder anderen geben zu können. Ich poste sonst nie :)

Es hat mit dem Verzicht auf alle Milch- und Glutenprodukte zu tun - was mir kein Arzt oder HNO-Spezialist bisher vorgeschlagen hatte. Nebenbei zu erwähnen, dass ich KEINE Intolleranz darauf habe.

Jahrelang litt ich unter einer chronischen Sinusitis. Ich habe starke Allergien auf Gräser, Hausstaubmilben und Katzen (meine getrennt lebende Freundin hat zwei - jeder Besuch brauchte wieder zwei Tage Erholungszeit). Alles wirkte sich konzentriert auf die Nase aus, Nasen-Verstopfung (meist morgens), Entzündungen, Gesichts- und Kopfschmerzen, Müdigkeit, Druck in den Augen, Konzentrationsschwäche während den Symptomen, ich war ständig gereizt, etc ... so will doch kein Mensch leben. Verschiedene Ärztebesuche. Hausarzt meint es kommt wegen meines Büroarbeitsplatzes und Verspannungen in den Schultern, HNO-Arzt führt es auf die Milbenallergie zurück. Habe meine Wohnung deswegen gewechselt (Teppich zu Laminat), Milbenkonform eingerichtet etc. Anfänglich hat es Besserung gebracht, aber dann kamen die Symptome wieder zurück in ähnlicher Stärke. Tägliche Emser-Nasenspühlungen und immer wieder antibakterielle Nasendampfbäder. Da die üblichen Nasen-Sprays bei mir keine Wirkung zeigten (ausser Cortison etwas), sogar teils verschlimmerten, habe ich darauf verzichtet. Jede Erkältung oder Grippe hatte eine Sinusitis zur Folge... genau wie vor 10 Tagen.

Seit ich vor 10 Tagen Milchprodukte radikal abgesetzt habe, und seit 3 (!) Tagen auch auf glutenhaltige Produkte (und da gibt es nicht wenige) vollständig verzichte, stehe ich morgens mit freier Nase auf. Ich kanns noch immer nicht fassen, was für ein befreiendes Lebensgefühl damit zurückgekehrt ist. Ich habe gelesen, dass diese Produkte schleimfördernde Stoffe enthalten und wollte es einfach mal ausprobieren. Ich werde diese Ernährung noch bis Ende Monat weiterführen und dann mal langsam wieder kleine Mengen Spaghetti :) verspeisen und dann mal die Symptome beobachten. Evtl. hilft auch nur ein Teilverzicht, ansonsten ist mir dieses neue Lebensgefühl die Ernährungsumstellung auf jeden Fall wert!

Andere berichten, dass es bei ihnen etwas länger gedauert hat. Probierts mal einfach eine Woche lang aus und berichtet Eure Ergebnisse für weitere sinusitis-gepeinigte Seelen die nach einer Antwort suchen.

P.S. Ich wollte es noch genauer wissen und habe gestern bei der Freundin und ihren Katzen übernachtet. Ich bin WIEDER mit freier Nase und einem süssen Gefühl der (nasalen) Freiheit aufgestanden. Symptome = 0 :-)

Dann geh doch mal zum Zahnarzt und laß die oberen Zähne in einer Totalaufnahme röntgen!

Es kann sein, daß Du an den oberen Zähnen eine Wurzelvereiterung hast, die durch den Oberkiefer in die Nebenhöhle durchschlagen.

War bei mir auch so und seit die Zähne raus sind, habe ich damit Ruhe!

Kann ich mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, da ich keinerlei Probleme mit meinen Zähnen habe. Ich habe zwar 3 Blomben aus Kunststoff aber richtige Problem hatte ich nie. Ich werds aber im Hinterkopf behalten. Danke :)

@snare

Du hast bei einer Wurzelvereiterung auch nicht unbedingt Probleme (Schmerzen oder so) mit den Zähnen! Bei mir wurde das auch nur rein zufällig entdeckt!

@1hoss43

Hi!

Ich habe meinen HNO Arzt mal darauf angesprochen, er meinte das würde man eindeutig riechen wenn eine derartige Entzündung der Fall wäre. Selbst mit verstopfter Nase. Ist bei mir zum Glück nicht der Fall.

Ist schon ein bißchen her, dass Du gefragt hast. - Vielleicht nützt Dir dieser Tip ja noch was:

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Lange Zeit hatte ich Nebenhöhlenprobleme. Das ist glücklicherweise vorbei.

Mir half das richtige Naseschnauben. Üblich ist, gleichzeitig durch beide Nasenlöcher zu schnauben.

Richtig:

Taschentuch wie gewohnt vor die Nase. Dann ein Nasenloch seitlich zudrücken und durch das andere Nasenloch so oft mit normalem Druck schnauben (nicht zu doll, nicht „trompeten“), bis kein Sekret mehr herauskommt. (Bei starker Nasenverstopfung so gut es geht.)

Nun dasselbe mit dem zweiten Nasenloch: Das eben gereinigte seitlich zudrücken und durch schnauben das zweite entleeren.

Dies wiederholen erst mit dem ersten und dann mit dem zweiten Nasenloch. (Im allgemeinen reicht eine Wiederholung - einfach probieren, ob nochmal Sekret aus dem ersten und/oder dem zweiten Nasenloch herauskommt.)

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Dies verriet mir ein sehr alter Hals-Nasen-Ohren-Prof., der seinen Beruf sehr liebte und deshalb zweimal die Woche wenige Stunden in seiner Praxis Patienten behandelte. Er sagte, indem gleichzeitig in beide Nasenlöcher hineingeschnaubt wird, wird das Sekret mit den Krankheitserregern in die Nebenhöhlen gedrückt.

Meine Nase schnaube ich nur noch so und habe inzwischen keine Nebenhöhlenprobleme mehr.

Diese Schnaube-Technik kannst Du auch nachlesen, indem Du googelst

nase putzen aber richtig

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