Was soll ich tun, damit mein Vater mich als Sohn akzeptiert?

5 Antworten

Es ist dein Körper, dein Befinden, wenn jermand egoistisch ist, dann dein Vater, indem er sich ein Mitspracherecht einräumt, welches man ihm aberkenne. Er hat weder moralisch noch rechtlich ein Mitspracherecht, und es ist schon entgegenkommend, ihn nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen. Sich dieses Rcht zuzusprechen ist egoistisch und egozentrisch. Hier wäre es interessant, warum er nicht damit umgehen kann, Dich als Sohn zu sehen, aber das sei dahingestellt (es könnte einen üblichen Vater-Tochter-Bezug übersteigen).

Welch Argumente blieben Dir? Außer dem angeführten nur Schläge unter die Gürtellinie, denn er sollte begreifen können, daß, sollte er nicht zustimmen, dies für Dich wieder auf einen existenzielle Krise hinauslaufen dürfte, was man pointiert so ausnutzen könnte, daß er Dich liber tot denn als Sohn sähe. Das kann man aber nicht machen, also lasse es bleiben.

Da dir aber die Tolranz seitens deines Vaters wichtig zu sein scheint, nehme ihn einmal zur Seite und lasse ihn erklären, wie er sich dabei fühle, warum er etwas gegen eine Geschlechtsumwandlung habe etc., falls das in einem einvernehmlichen Rahmen möglich sein sollte. Wenn Du ihn in seinem Empfinden angenommen hast, könnte es vielleicht auch ihm leichter fallen, deine Seite zumindest zu tolerieren, denn die entscheidende Frage ist, ob er Dich genug liebt, um für Dich sein Bild von Dir als Frau loszulassen. Vielleicht ist es hintergründig auch mehr das Gefühl "alle gegen einen" bei ihm, was ihn blockiert.

Sollte er dann immer noch nicht einwilligen, dann mache, was gut für Dich ist, denn Du darfst dich nicht selber für deinen Vater aufgeben.

Hallo,

Ich hatte mal eine gute Bekannte, die im Beruf erfolgreich war und alles sah aus, als wäre sie glücklich. Dann hat sie entdeckt, dass sie sich nur als Mann fühlt und mag und hat alles getan, um dieses Lebensgefühl zu verwirklichen.

Ich habe all die Details mitbekommen, die vielen Therapien, die Operationen, die Trauer, die Fragen nach dem Warum.. Ich hatte genz viel Mitgefühl mit ihr, doch irgendwann haben wir uns gegenseitig verloren.

Ich habe nur gestaunt, was Menschen auf sich nehmen und aushalten, wenn sie wirklich wissen, was sie wollen.

Jeder Mensch lebt auch von seinen Ahnen, von denen er ohne einem aktiven Tun Kraft und Lebensenergie erhält. Wenn dein Vater dir diesen Zustrom auf der persönlichen Ebene verweigert, kannst du über seine Person hinweg in die Ahnenreihe aller Männer, die vor ihm waren, hineinschauen und sie im Inneren bitten, freundlich auf dich zu schauen. Wenn du das mit großer Ernsthaftigkeit tust, fließt dir alle Energie zu, die du brauchst.

Es kann sogar passieren, dass dieser Strom deinen Vater verwandelt, ohne dass er das mitbekommt. Deshalb lass diese geheimnisvolle Kraft ans Ruder, statt dich mit dem vergeblichen Bemühen, deinen Vater zu verändern, zu verschleißen.

Diese Energie gibt nicht vor, wie du sie nutzen sollst. Das ist deine Aufgabe und ich traue dir zu, dass du das tief in deinem Herz spürst.

So kannst du deine Ziele erreichen und doch in der Liebe zu deiner Familie, insbesondere zu deinem Vater bleiben.

Alles Gute...

Vielleicht kann er das nie. Vielleicht rennst du gegen Mauern, weil dein Vater einfach nicht über seinen Schatten springen kann. Aber du solltest bedenken, dass seine Unfähigkeit nur mit ihm etwas zu tun hat, aber nichts mit dir. Du bist deswegen nicht wertloser. Dein Vater spricht über sich, nicht über dich.

Von daher solltest du versuchen, dich autonomer zu machen. Solange du deinen eigenen Wert in der Zustimmung der Anderen suchst, bleibst du abhängig und unglücklich.

Das ist ein schwerer Weg und ich kenne niemanden, mich eingeschlossen, der ihn bis zu ende gehen kann. Was dir aber wirklich helfen kann, ist eine gute Therapie, in der du lernen kannst, für dich selbst einzustehen.

Und wer weiß, vielleicht ändert sich dein Vater mit dir. Vielleicht aber auch nicht. Dann ist das so. Du hast eine schwere Aufgabe vor dir, dich selbst zu akzeptieren. Du musst sie nicht noch schwerer machen, indem du versuchst, deinen Vater zu ändern. Er ist wie er ist und du bist, wie du bist.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Das ist wirklich heftig und es tut mir leid, dass Du in dieser Situation bist. Es ist schön, dass Deine Mutter und Deine Schwester zu Dir stehen.

Haben die denn schon Mal versucht mit Deinem Vater zu sprechen oder wird er auch bei ihnen bei dem Thema wütend? Wenn er überhaupt nicht bereit ist, Dir wenigsten zu zuhören und bereit ist zu versuchen zu verstehen, wieso Du Dich für diesen Schritt entschieden hast... dann wird es schwierig. Manche Menschen sind Dickköpe und wenn dann womöglich noch Scham dazu kommt, wird's wirklich, wirklich schwierig.

Entziehe Dich dem Kontakt wenn es gar nicht anders geht. Du musst Deinen Weg gehen, und wenn der mit dem Deines Vaters nicht friedlich einhergehen kann... Dann ist das so. Dein Weg muss bzw. darf deswegen nicht zu einer Sackgasse werden.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Intensive Beschäftigung mit der menschlichen Psyche

Im Grunde wird's schon stimmen, dass ich mehr Abstand brauche und von diesem ständigen Trott weg muss. Ich muss unabhängiger werden und ignorieren, was mein Vater denkt.

Und ja klar wird er bei jedem wütend, mit ihm ist eben nicht gut Kirschen essen. Ich hielt Familie immer für wichtig, aber inzwischen ist es unerträglich mit allen zusammenzuleben. Naja, solange ich nicht genug Geld habe, lässt sich sowieso nichts machen.

Danke jedenfalls!

@letsfetz375

Vielleicht können Deine Mutter und Deine Schwester Dir finanziell unter die Arme greifen, damit Du schon Mal ausziehen kannst?

@Noeru

Meine Schwester denkt auch ans ausziehen, also wäre das sicher eine Möglichkeit :) Ich will auf keinen Fall meine Mutter noch länger finanziell belasten.

@letsfetz375

Nun, wenn Du ebenfalls einen Job, wenn auch einen Minijob falls Du noch studierst / noch in der Ausbildung bist, annehmen kannst, würde sie ja nicht alles bezahlen. Am Anfang kann es ja auch nur eine kleine Wohnung sein, sie evtl. nicht so viel kostet.

Oder Du kommst am Anfang bei Deiner Sis unter oder bei Freunden.

Nur bitte denk nicht an Suizid. Denk an die neue Welt, die sich Dir mit Deiner neuen Identität öffnet.

Suche dir einen Job und zieh aus, pack dein Leben an und verwirkliche dir deinen Traum ! Ob dein Vater dich dann akzeptiert ist seine Sache, in erster Linie solltest du dich selber akzeptieren :)

Danke, du hast Recht! Ich muss mich wohl endlich überwinden x)

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