Was passiert wenn man schon mit als Kind keine Windpocken hatte und sie nie bekam?

5 Antworten

Wenn man keine Windpocken hatte, hat man keine Antikörper dagegen entwickelt und kann die Krankheit auch noch als alter Mensch bekommen. Alte haben meist keine gute Kondition und die Behandlung dauert länger. Wenn sich eine Schwangere Windpocken einfängt, erkrankt auch das ungeborene Kind daran.

wenn du noch keine windpocken hattest kannst du dich auch als erwachsener noch anstecken,und dann verlaufen die etwas heftiger als beim kind. es kann auch passieren das man sie zwei mal kriegt. ich hatte sie mit 4 und mit 25.

Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Windpocken im höheren Alter ganz gewiss kein Spaß mehr sind. Kinder stecken das viel leichter weg. Ich hatte sie mit 16 und war ziemlich lange außer gefecht gesetzt, mit Fieber und allem drum und dran.

Erwachsene leben in der Gefahr Gürtelrose zu bekommen, wenn sie keine Windpocken hatten. das ist der gleiche Bakterienstamm, aber die Gürtelrose ist viel schlimmer und auch viel gefährlicher.

Du kannst beim Arzt Antikörper bestimmen lassen, ob Du die Windpocken nicht vielleicht doch "unbemerkt" hattest. Dafür musst Du vielleicht extra bezahlen, aber das sind nur ein paar Euro. Ansonsten sind bei den modernen Kombi-Impfstoffen gegen Masern-Mumps-Röteln die Windpocken (Varizellen) meist mit dabei. Wenn Du Dir also Sorgen machst: Lass Dich gegen Windpocken impfen! Allerdings muss die Impfung immer wieder aufgefrischt werden.

Wiki lässt grüßen

Windpocken bei Erwachsenen

Erstinfektion mit dem Varizella-Zoster-Virus im Erwachsenenalter (Varicellae adultorum) sind aufgrund der hohen Durchseuchung eher selten und nehmen meist einen schwereren Krankheitsverlauf als bei Kindern. Es sind Komplikationen mit Meningoenzephalitis, Lungen- (Pneumonie) und Leberentzündung (Hepatitis) möglich. So zeigen sich bei Erwachsenen meist deutlich mehr Pocken. Der gesamte Rumpf, der behaarte Kopf, das Gesicht, Beine, Arme und die Genitalien können befallen sein. Rund eine Woche lang treten immer wieder neue Pocken auf, bei manchen Erwachsenen bis zu vier Wochen. Sie erscheinen zuerst als rote Punkte, die sich dann mit Flüssigkeit füllen, dann eitern und entweder direkt verkrusten oder zuvor aufplatzen. Das Fieber kann auf über 40 Grad ansteigen und tritt meist schon vor den ersten roten Punkten gemeinsam mit allgemeinem Krankheitsgefühl auf.

Bei Erwachsenen muss besonders auf Komplikationen geachtet werden, da hier Gehirnhautentzündung (Meningitis), Lungenentzündung oder Magen-Darm-Komplikationen auftreten können. Zur Abklärung einer Hirnhautentzündung sollte überprüft werden, ob das Kinn schmerzfrei auf die Brust gesenkt werden kann (Prüfung auf Meningismus). Treten Atembeschwerden oder Auswurf aus der Lunge auf, muss sofort eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes zum Ausschluss einer Lungenentzündung gemacht werden. Starke Bauchschmerzen und ein geblähter Bauch weisen auf Komplikationen im Magen-Darm-Trakt hin.

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