Was ist Multible Sklerose?

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Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung des Nervensystems. Das Immunsystem greift die Myelinscheiden der Nerven an, so, dass diese die Nervenbotenstoffe nicht mehr weiterleiten können. Erste Symptome sind Sehstörungen, Doppelbilder, Nervenausfälle, Gefühlsstörungen, Lähmungen. Es gibt eine Verlaufsform in Schüben oder chronisch ohne Schübe.

Die Myelinschicht ist die Isolierung um die Nerven. Bei MS und Leukodystrophien wie Adrenoleukodystrophie wird die Myelinschicht zerstört. Das führt wie in einem defekten Radio zu Fehlschaltungen. Weitere Infos findest du beim Myelin Projekt Deutschland unter http://myelin.de und beim Bundesverein Leukodystrophie bzw. ELA-Deutschland (European Leukodystrophy-Association) unter bvlev.de.

Ich glaube, die Myelin-Schicht um das Axon herum wird abgebaut, was dazu führt, dass Signale von Nervenzellen schlechter weitergeleitet werden können...

Meinst du multiple sklerose? Die entzündung des Zentralnervensystems? Hier sind eigentlich Gehirn und rückenmark betroffen.

Was ist multiple Sklerose (MS)? In jedem Fall ist multiple Sklerose eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS: Gehirn und Rückenmark). Anzeichen und Verlauf der Nervenerkrankung können jedoch von Fall zu Fall so unterschiedlich sein, dass man sie auch als "Erkrankung mit tausend Gesichtern" bezeichnet.

Multiple Sklerose ist die häufigste Erkrankung des Nervensystems im jungen Erwachsenenalter. Eine weitere Bezeichnung der Nervenerkrankung lautet Enzephalomyelitis disseminata (griech. enkephalos = Gehirn, myelos = Mark; lat. disseminare = aussäen, ausstreuen), denn: Auslöser für die multiple Sklerose sind Entzündungen an den Markscheiden der Nervenfasern des zentralen Nervensystems. Deren Ursachen sind noch nicht genau bekannt.

Multiple Sklerose kann sich durch vielfältige Symptome äußern, zum Beispiel:

Sehstörungen Gefühlsstörungen der Haut Nervenschmerzen Muskellähmungen Ob solche Beschwerden wirklich Anzeichen für eine multiple Sklerose sind, ist mithilfe einer neurologischen Untersuchung feststellbar; daneben kommen zur Diagnose auch eine Hirnwasseruntersuchung, eine Messung der durch einen Reiz hervorgerufenen Nervenaktivität durch eine Elektroenzephalographie (EEG) sowie eine Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz.

Meistens verläuft die multiple Sklerose in Schüben und führt erst nach längerer Zeit zu einer zunehmenden Behinderung. Eine Heilung ist zurzeit noch nicht möglich. Eine individuell angepasste Therapie kann das Fortschreiten der Nervenerkrankung jedoch verlangsamen und die Intensität der Schübe mindern. Dabei ist es wichtig, auch die Multiple-Sklerose-Symptome zu behandeln und den Einsatz von Medikamenten in ein ganzheitliches Konzept einzubinden. So ist eine möglichst hohe Lebensqualität für die Betroffenen zu erreichen. Die Multiple-Sklerose-Behandlung ist in verschiedene Bereiche gegliedert:

Ein akuter Schub erfordert kurzfristige Maßnahmen, um die mit dem Schub verbundenen Symptome zu bekämpfen. Daneben erfolgt eine Dauerbehandlung, um das Fortschreiten der multiplen Sklerose zu hemmen. Zusätzlich kommen weitere Maßnahmen gegen störend oder einschränkend wirkende Multiple-Sklerose-Beschwerden zum Einsatz. Da die multiple Sklerose sehr unterschiedliche Verläufe zeigt, ist eine individuelle Prognose nicht möglich. Allgemein sind die Aussichten jedoch besser als oft angenommen: Auch nach längerem Krankheitsverlauf sind viele Betroffene noch berufstätig oder arbeiten relativ uneingeschränkt im Haushalt. In sehr seltenen Fällen verläuft die multiple Sklerose gutartig, also mit wenigen Schüben und nur sehr geringer Behinderung.

Eine multiple Sklerose (MS) ist mit Entzündungen in Gehirn und Rückenmark verbunden. Dies führt zu einer Zerstörung der Markscheiden und der Oligodendrozyten der Nervenfasern. Nervenfasern (Axone) leiten Befehle und Reize von den Gehirnzellen an die verschiedenen Regionen des Körpers und umgekehrt.

Die Nervenfasern sind von einer Hülle aus Fetten und Eiweißen umgeben – den Markscheiden, auch Myelinscheiden genannt. Bei Letzteren handelt es sich um Fortsätze spezieller Zellen – der sogenannten Oligodendrozyten. Markscheiden verlaufen nicht durchgehend über die gesamte Nervenfaser, sondern sind von Einschnürungen unterbrochen. Eine in die Nervenfaser geleitete Erregung springt von Schnürring zu Schnürring und ist so schneller als wenn sie die Nervenfaser stetig durchlaufen würde. Befindet sich die multiple Sklerose im frühen Stadium, sind die Markscheiden zunächst an bestimmten Stellen entzündet. Unter Umständen können sich diese Entzündungen zurückbilden. Meist jedoch zerfallen die Markscheiden an den betroffenen Stellen, woraufhin Narbengewebe sie ersetzt. Das Gewebe zeigt eine krankhafte Verhärtung, die sogenannte Sklerosierung.

Die einzelnen betroffenen Stellen, auch Plaques genannt, sind unterschiedlich groß und wahllos über das zentrale Nervensystem verteilt. Besonders häufig finden sie sich an den Sehnerven, im Hirnstamm, im Kleinhirn und an den Hintersträngen des Rückenmarks. An den beschädigten Stellen der Markscheiden ist die Weiterleitung der Erregung gestört. Auch die Nervenfasern selbst sind mehr oder weniger stark geschädigt. Eine ungehinderte Weiterleitung der elektrischen Impulse zwischen den verschiedenen Nerven- und Körperzellen (z.B. Muskelzellen) ist nicht mehr möglich. Daher kann multiple Sklerose Störungen der Körperbewegungen (Motorik) und der Körperempfindungen (Sensorik) sowie verschiedene andere Symptome zur Folge haben.

quelle: Onmeda.de :-)

Genau da hab ich auch schon gelesen und fand es nicht sehr gut verständlich :-P

@wudiwudi

Wozu brauchst du denn die Informationen?

@Gruffalo

Ich habe eine Patientin (44) bei mir im Pflegeheim die daran erkrankte. Da sie kein Wort mehr spricht und ständig sich an Gegenständen festhält oder betastet, wollte ich nochmal genau wissen worum sich es dabei handelt.

@wudiwudi

Es gibt aber verschiedene Formen von MS, die haben dann einen anderen Verlauf. Das von dir beschriebene Verhalten kenne ich z.B. nicht im Zusammenhang mit MS.

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