Was ist der Unterschied zwischen Autismus und Asperger?

5 Antworten

Asperger ist eine Form von Autismus. Die Frage ist so in etwa, wenn du fragst: Was ist der Unterschied zwischen einem Auto und einem BMW.

Es gibt verschiedene Formen von Autismus und eine davon ist Asperger. Es gibt noch den frühkindlichen Autismus und den hochfunktionalen Autismus.

Der frühkindliche Autismus fällt meistens recht früh auf, weil die Kinder z.B. oft nicht sprechen und die Verhaltensauffälligkeiten sehr stark hervortreten. Die Personen haben meistens auch einen geringen IQ. Daher kann man sich mit solchen Leuten meistens gar nicht erst unterhalten.

Wenn alle Kriterien vom frühkindliche Autismus zutreffen, aber die Personen einen IQ von über 70 haben, dann gilt das als hochfunktionaler Autismus.

Asperger ist ein bisschen anders. Oft wird die Diagnose erst viel später gestellt, weil die Betroffenen meistens recht intelligent sind und dadurch in der Lage sind sich anzupassen, Dinge von anderen abzuschauen...usw. Dadurch fallen sie lange nicht so auf wie Kinder mit frühkindlichem Autismus. Die meisten lernen sogar recht früh sprechen und lesen, sodass man davon ausgeht, dass alles ok ist.


Der geringe IQ bei Frühkindlichem Autismus ist oft nur scheinbar so gering. 

Vielmehr sind die gängigen IQ-Tests nicht geeignet, um bei nicht sprechenden Autisten ein valides Ergebnis zu bekommen. 

Daher ist solchen Aussagen, dass solche Autisten einen geringen IQ haben, mit Skepsis zu begegnen.

@WPOAS

Das mag sein, aber das sind Vermutungen. Jedenfalls schneiden die
Frühkindliche Autisten wesentlich schlechter ab und das ist dann schon ein Kriterium.

@Kimster

Da ich mittlerweile deutlich mehr als 100 Autisten persönlich kennen gelernt habe, glaube ich, dass ich über die Phase der Vermutungen hinweg bin.

@WPOAS

Nunja, aber dann sind es keine Frühkindlichen Autisten sondern Hochfunktionale...ich hab doch geschrieben, ab einem IQ ab 70...also wo ist denn jetzt der Diskussionspunkt?

IQ ist ja speziell definiert und wenn sie da schlecht abschneiden, dann haben sie eben nunmal in der Weise, wie IQ definiert ist, schlechtere Ergebnisse.

Asperger gehört - wie jede andere Form des Autismus - zur Autismusspektrumstörung.

Es wird immer mehr dazu übergegangen, von ASS zu sprechen.

Diese Menschen sind auch keine Patienten in dem Fall, da ASS keine Krankheit ist, die sich irgendwie heilen lässt.

Was Kontakte knüpfen anbelangt, gibt es Leute mit ASS, denen das sehr schwer fällt und anderen, die das verhältnismäßig gut hinbekommen.

Asperger ist eine Form von Autismus.

Es fällt einem Aspie in der Regel leichter sich zu integrieren, weshalb viele von "einer leichten Form" reden. Ich will nicht sagen, dass es eine leichtere Form ist, aber es ist sicherlich einfacher für einen Asperger Autisten im Leben, als z.B. für einen mit frühkindlichem Autismus.

Asperger ist Autismus. Traditionell unterscheidet man mehrere Formen. Nach neuester Definition gibt es diese Trennung gar nicht mehr.

Das Asperger-Syndrom ist eine leichtere Form des Autismus, keine eigene Krankheit.

https://de.wikipedia.org/wiki/Autismus#Asperger-Syndrom

Das Asperger-Syndrom ist keine leichtere Form des Autismus, sondern die nach außen sichtbaren Symptome sind weniger auffällig, oft deshalb, weil die Betroffenen selbst eine Großteil der Anpassung übernehmen, um ihre Umwelt zu entlasten!

Die Kernprobleme sind meistens die gleichen, aber das erlebt nur der Betroffene selbst - - und leider ist es immer noch so, dass die Betroffenen zwar Experten in eigener Sache sind, aber vom Fachpersonal nicht wirklich ernst genommen werden.

Habe ich sowas wie Autismus oder Ähnliches? Habe ich überhaupt eine Krankheit oder nur Einbildung?

Hey erstmal... Ich spiele seit längerem mit dem Gedanken dass ich eine Krankheit habe ( psychisch ), also sowas wie Asperger Syndrom.

Meine Symptome:

  • mir fällt es schwer mit anderen zu reden und ich hasse gesellschaftliche Ereignisse wie Geburtstage von jemanden oder ein Ort mit vielen Menschen
  • Ich habe viele Ticks die ich schon seit gefühlten Ewigkeiten habe ( z.b. Socken und Schuhe anziehen.. immer zuerst den linken Fuß )
  • Ich kann mich extrem gut in andere hinein versetzen was Gedanken, Gefühle usw. angeht. Manchmal kann ich sogar erahnen was die Person vorhat oder als nächstes tun/sagen wird ( und dabei liege ich meistens richtig )
  • Bei diesen Online Tests kommen öfters Fragen die meine Fantasie und Vorstellungskraft betreffen. Dazu kann ich nur sagen, dass es mir leicht fällt mir etwas im Kopf zu "bilden" und mir Personen anhand von Büchern ( Texten ) vorzustellen
  • Ich führe oft Selbstgespräche in Gedanken und versuche Dinge zu erklären, beschreiben und zu argumentieren, die andere nicht einmal wahrnehmen.
  • Außerdem bin ich "empfindlich" bei Bakterien und sowas. Also wenn jemand aus meinem Glas trinkt oder es nur berührt trinke ich nicht mehr davon. Ich habe auch manchmal Momente wo ich mir vorstelle, wie sich Bakterien durch bestimmte Physikalische Einwirkungen ausbreiten und wo sie sich dann befinden. Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll, es ist echt seltsam.

Ich habe sicherlich noch weitere Symptome die mir momentan nicht einfallen.

Ich wäre dankbar wenn ihr mir sagen könntet ob ich eine Krankheit habe und wenn ja welche. Ich weiß dass ich für eine genaue Einschätzung zum Arzt oder sonst wen gehen sollte, aber ich möchte nur eine grobe Einschätzung. Ihr könnt auch gerne etwas fragen.

MFG

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Autismus und Vorstellungsvermögen?

Heyy,

Bei den meisten Autisten soll ja das bildliche Vorstellungsvermögen ziemlich stark ausgeprägt sein. Ich glaube, ich habe da auch ein paar Auffälligkeiten, darum die Frage ob das so, wie ich es beschreibe, auch bei vielen Autisten der Fall ist / typisch ist.

Also zuerst zu den Redewendungen:

Wenn ich eine neue Redewendung höre, checke ich eigentlich direkt automatisch, dass da was nicht in den Kontext passt und brauche so 1-2 Gedenksekunden, bis ich sie völlig verstanden habe. Aber es gibt da auch einige Ausnamen, wie z.b. "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen". Immer wenn ich die Redewendung bis jetzt im Kontext gehört habe, habe ich den die Botschaft verstanden, aber den genauen übertragenden Sinn der Redewendung an sich nicht, das habe ich erst vor kurzem Gegooglet.

Es gibt einige Redewendungen, welche ich grundsätzlich nicht-bildlich verstehe, aber die meisten stelle ich mir bildlich vor, weil das einfach intuitiv bei mir so ist, worauf deutet das hin? Auf eine starke linke Gehirnhälfte? Auf Asperger?

Der zweite große Punkt ist die Fantasie bei Büchern oder Geschichten. Wenn ich eine Geschichte höre, spielt sie fast immer an Orten, welche ich aus dem echten Leben kenne. Z.b. In einer bekannten Wohnung oder einer bekannten Schule. Wenn ich mir zum Beispiel in Kopf bewusst ein Bild ausmale, z.b. Wie meine Traumfrau aussieht, kann ich mir nur schwer ein Bild von einer Person machen, welche ich noch nie gesehen habe, also die Gesichtszüge mir komplett auszudenken.

Auch bei sexuellen Fantasien kann ich mir schwer Dinge vorstellen, die ich noch nicht erlebt habe.

Bei Gesichtern ist das auch soone Sache. Ich erinner mich meist nur an die gröbsten Umrisse, also Haarfarbe, Augenfarbe, Brille (wenn ja), aber in erster Linie die Ausstrahlung des Gesichtes (verspielt, rational...)

Worauf lässt diese Fantasieart schießen, welche Hirnhälfte? Tendenziell ADS (diagnostiziert) oder Autismus (Verdacht)?

Danke

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Habe ich eventuell Asperger? Weitere Schritte?

Hallo Community, Ich beschäftige mich jetzt schon länger mit dem Thema Autismus und Asperger aber auch anderen psychischen Beeinträchtigungen. Ich hab festgestellt, dass vor allem Symptome der Hypersensibilität als auch des Aspergersyndroms auf mich zutreffen, allerdings nur teilweise. Da mir bei der Hypersensibilität absolut die Empathie fehlt, kam ich auf Asperger. Allerdings war ich in meiner Kindheit nicht übermäßig auffällig. Ich hatte zwar relativ früh einen sehr großen Wortschatz, aber ich habe aber erst mit 7 lesen gelernt und mit Zahlen hatte ich es auch nie besonders. Auch die "Inselbegabung" trifft, meines Empfindens nach, nicht wirklich bis eingeschränkt zu. Auch in sozialen Situationen bin ich eher gespalten, ich hab immer Probleme gehabt Kontakte aufzubauen oder "Freundschaften" zu erhalten. Ich bin zwar gerne mit meinen Klassenkameraden zusammen, aber sobald es mehr Leuten oder größere Plätze werden, bin ich überfordert und fühle mich verloren. Dazu reicht auch schon ein etwas vollerer Lidl... Außerdem habe ich Probleme mit Berührungen. Die Hand geben ist im Rahmen, aber wenn mich jemand spontan an der Schulter berührt oder mich umarmen will, zucke ich zurück. Ich bin generell sehr schreckhaft. Ich bin sehr nervös und gehe den Leuten oft auf die Nerven weil ich immer mit etwas herumspiele. Ich mag gleichmäßige und wiederholende Geräusche, aber nur wenn sie von mir beabsichtigt sind. Andernfalls gehen sie mir extrem auf die Nerven. Ich steigere mich da dann immer so rein dass ich praktisch nichts anderes mehr höre. Ich plane gerne, führe Listen und hasse es den Überblick zu verlieren. Manche sagen ich würde mich noch sehr kindisch verhalten, andere sagen ich wäre meiner Altersgruppe voraus. Eigentlich kann ich mich gut artikulieren, aber wenn andere Personen dabei sind verhaspele ich mich oft und schaffe es nicht mich angemessen auszudrücken. Die meisten Tätigkeiten führe ich am liebsten in gewohnten Mustern und alleine durch. Und die oben genannte fehlende Empathie lässt mich oft kalt und rücksichtslos erscheinen. Generell werde ich öfters darauf hingewiesen dass ich gerade rücksichtslos war, obwohl ich es nicht so empfunden habe. Und ich hasse belanglosen Smalltalk oder wenn Leute erst ewig herumreden bevor sie zum Punkt kommen, aber wenn ich mich mal wieder in komplizierten Formulierungen verliere fällt mir das nicht mal auf. Es verwirrt mich, da ich nicht weiß was los ist, nur dass etwas los ist. Ich habe ein paar Onlinetests gemacht, bei denen fast überall eine wahrscheinliche Veranlagung oder ein Verdacht oder sogar 100% erzielte wurde. Ich weiß, eine Internet Selbstdiagnose ist nich nützlich oder zuverlässig. Allerdings hab ich Angst, was soll ich jetzt machen? Ich weiß auch nicht wie meine Eltern reagieren, wenn ich sie Frage, ob wir das mal diagnostizieren lassen können. Was würde mir eine Diagnose bringen? Ich hab ein bisschen Angst mich zu blamieren falls es nicht so ist... Danke für eure Hilfe.

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