Was ist bei der Wiederbelebung wichtiger: Herzdruckmassage oder Beatmung?

5 Antworten

Eins geht ohne das Andere nicht. Die herzdruckmassage ist wichtig, weil dadurch das Gehirn durchblutet und mit Sauerstoff angereichert wird, mit der Beatmung wird Sauerstoff nachgeführt. Ich kann die anderen Ratschläge nur bestätigen: Macht eine neue Schulung, da könnt Ihr auch wieder auffrischen und gefahrlos üben.

Ich finde es super, dass ihr euch solche Überlegungen macht!

Aus der Praxis:

Mit etwas Übung, die man im Erste-Hilfe-Kurs erlernt, schafft man beides auch ganz allein. Wird halt etwas anstrengend, funktioniert aber.

Wenn man zu zweit ist, dann kann sich einer um's Drücken kümmern, der andere um's beatmen - sollte dann aber koordiniert erfolgen, d.h. man sollte laut mitzählen. Auch hier wird es anstrengend, man kann aber wechseln oder sich ablösen lassen.

Vorrangig ist aber die Kompression des Brustkorbes (also das Drücken). Man geht davon aus, dass durch die rhytmische Kompression auch ausreichend Luft in der Lunge bewegt wird, so dass es minimal ausreicht. Wenn aus irgendeinem Grund also nicht Beatmet wird, reicht auch das Drücken.

Bei einem Unfall ist es übrigens eher selten, dass man derart reanimieren muss. Häufigste Ursache für einen Kreislaufstillstand sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und das tritt eher im privaten Umfeld auf, es sind also Bekannte, denen man hilft (Familie, Freunde, Arbeitskollegen), nicht der wildfremde Mensch.

Was man deshalb auf jeden Fall machen sollte, ist ein Erste-Hilfe-Kurs! Da lernt man sowas und kann gezielt Fragen stellen. Gleich alle anmelden, dann macht das auch richtig Spaß in der Gruppe.

Kursangebote findet man bei den übrlichen Hilfsorganisationen, einfach mal dort anrufen oder im Internet schauen.

Das wichtigste bei einer Wiederbelebung ist die Herzdruckmassage, sie verdreifacht die Überlebenschance. Wenn man es nicht besser weiß oder kann, sollte man seine Energie in die Herzdruckmassage stecken, bis der Notarzt kommt.

zuerst muss man dabei doch wissen, ob atmung u n d herzschlag ausgesetzt haben. wenn nur atmung ausgesetzt hat, ist herzdruckmassage das falscheste. dann muss man atemspende geben. wenn beides ausgesetzt hat, muss beides im wechsel gemacht werden. für einen helfer ist das schwer, selbst, wenn er ausgebildet ist. aber nötig ist es, es zu probieren. man kriegt bei solchen schulungen zwar eine reihenfolge gesagt, aber letztlich ist das egal. hauptsache man macht es. im verhältnis pro atemstoß fünf herzdrücke.

das das herz stille steht, der mensch aber noch atmet, das gibt es wohl nicht. :-)

@karandasch

Deine Richtlinien sind überholt und das begründet. Sie entsprechen nicht mehr dem, wie es geschult, denn praktiziert wird... Cave: Neue Richlinien der Reanimation nach ERC Guides... ( Google )

Gute Frage! Ich weiß es auch nicht - leider! Ich würde aber sofort den Notarzt rufen. Und vielleicht können die mir am Telefon Tipps geben? Jedenfalls wird es Zeit, den Erste-Hilfe-Kurs aufzufrischen!

Dann mal los ;oo))

Ja, es ist tatsächlich so, dass durch die Rettungsleitstelle (Notruf 112) Hilfetipps in so einem Fall gegeben werden können. Nennt sich "Telefon-Reanimation". Wird normalerweise dann bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes vor Ort gemacht, dass konkrete Handlungsanweisungen gegeben werden.

Asthmaanfall, Rettungsdienst, Notfallsanitäter und Fragen dazu?

Hallo, ich habe seit vielen Jahren schweres Asthma, was sich nicht einstellen lässt. Eigendlich komme ich meist klar, doch mehrfach im Jahr eben nicht mehr. Anfälle können auch über einen längeren Zeitraum gehen mit schlechten PFW (Abfall von unter 30 %) trotz Kortison und normalen Dauermedis, Notfallspray). Da ich nun schon zwei mal im Anfall bewustlos geworden bin (O2 Abfall?) dann aber doch wieder zu mir kam (im Rettungswagen kurz nach eingeleiteter Therapie und wohl auf Schmerzreiz) mach ich mir nun grosse Gedanken. Hier ist es sehr ländlich und in der Regel ist der RTW nach max 15 min vor Ort. Über die Leitstelle wird natürlich Aufgrund des Notfalls das NEF mit alarmiert. Doch meist ist es so, dass der NA dann nochmal 5-10 min länger braucht. D.h. anfangs ist die RTW Besatzung alleine. Bisher war es immer so, das mir ein Zugang gelegt wurde. EKG, RR, Puls Oxi, O2 über Vernebler mit Salbutamol. Super Betreuung! Nun war es so, dass mir dann bevor ich die Inhalation bekam der Vorhang zu ging (Vorher unendliche Müdigkeit, grosse Erschöpfung, Anfall ging schon über ca 14 Stunden mit nur sehr geringer Besserung auf die Medis und Inhalationen daheim). Laut Erzählungen (Übergabe an den NA) kam ich wieder nach setzen von Schmerzreizen zu mir und atmete auf Anforderung wieder, Atmung soll sehr flach und nicht auseichend gewesen sein.. Ich war dann noch sehr benommen. Was, wenn das nicht so gewesen wäre? Im San A, B, C, hab ich vor vielen vielen Jahren mal gelernt (war mal im DRK tätig, aber ewig nimmer aktiv), dass man vor einer Intubation erst Sediert, bzw eine Narkose einleitet. Was, wenn bis dahin noch kein NA vor Ort ist? Noch Reflexe aber kein Bewustsein also kein Koma, sondern Sopor, vorhanden, Atmung nicht ausreichend und es eine Indikation zur Beatmung gibt? In den Kompetenzen beim RA oder nun Notfallretter hat sich ja glaub einiges geändert. Ich frag, weil ich einfach Angst habe. Im KH hatte ich diese Situation und musste kurzzeitig beatmet werden, aber zum Glück wohl nur kurz und mit Ambubeutel. Wie läuft das im Rettungsdienst ab, wenn so ein Vorfall vorliegt und NA noch nicht vor eingetroffen ist? Ich vertraue den Menschen vom Rettungsdienst und wurde immer super Versorgt, darum geht es nicht. Es geht darum, was sie im Notfall dürfen und ich dann bis zum Eintreffen vom NEF gut versorgt bin. Ich würde mich sehr über Antworten freuen, denn diese Fragen beschäftigen mich einfach. Es geht mir nicht gut und ich weiß eben trotz gute Medi Abdeckung nicht, wenn ich wieder Hilfe benötige. Vielen Dank!

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