Was hat euch wirklich bei Silvesterpanik geholfen?

3 Antworten

Auch wenn Du es vielleicht nicht gerne hörst, aber das ist eine reine Willensfrage. Man kann sich in Ängste reinsteigern und ihnen nachgeben, so wie Du das tust - sorry, ist nicht böse gemeint, kommt mir aber so vor - oder man beschließt, sie zu überwinden und das kann man am Besten indem man sich bewußt mit ihnen konfrontiert; in der Psychologie nennt man das deshalb auch Konfrontationstherapie.

Ich habe auch schon als Kleinkind Angst vor knallenden Geräuschen gehabt und noch als Erwachsener die Straßenseite gewechselt, wenn mir ein Kind mit einem Luftballon entgegenkam, denn der könnte ja platzen - bis es mir wirklich zu blöd wurde, vor etwas davonzulaufen, was ja defintiv keine Gefahr darstellt und mich vor aller Welt bis auf die Knochen zu blamieren.

Also bin ich planmässig vorgegangen und habe mich Knallgeräuschen absichtlich ausgesetzt, aber eben so, dass ich mich zunächst mal geistig darauf vorbereiten konnte und damit die Kontrolle über das, was passierte behielt - das war sehr wichtig. Ich bat einen Bekannten auf mein Kommando hin, einen Ballon direkt neben mir platzen zu lassen:

Bis drei zählen, Zähne zusammenbeißen und: Ein Knall und ich lebte erstaunlicherweise noch - und es war gar nicht so schlimm, wie ich gedacht hatte. Das eigentlich Schlimme ist nämlich nicht das Geräusch selbst sondern das Gefühl, hilflos ausgeliefert zu sein, wenn man davon unvorbereitet überrascht wird.

Nachdem man aber zunächst mal das Geräusch aus nächster Nähe kennengelernt hat (wir haben das mehrmals an verschiedenen Tage wiederholt), kam Schritt 2:

Der Ballon sollte platzen, ohne dass ich wußte wann, und auch das war nicht mehr schlimm, denn das Geräusch selbst kannte ich ja schon gut.

Schritt 3 war dann, Knallerbsen auf die Straße zu werfen (zuerst wieder nur auf mein Kommando, danach überraschend) und dann zum krönenden Abschluss auch mal einen Chinaböller zu zünden - der ist natürlich wirklich extrem laut, wenn man direkt danebensteht, aber das diente ja nur der Abhärtung und passiert im Normalfall ja gar nicht.

Die gesamte "Therapie" hat zwei Wochen gedauert und seitdem gehe ich mit enem Achselzucken an Silvester mitten durch die Stadt - ich kenne die Geräusche ganz genau und sie machen mir keine Angst mehr.

Natürlich erschrecke ich mich trotzdem noch manchmal, wen etwas ganz besonders laut ist, aber das ist ja normal und ganz kurz und nicht mit Panik verbunden, ausserdem ist ja an Silvester das Spektakel am Himmel entscheidend, das ja wunderschön anzusehen ist, und nicht der Krach um einen herum.

Nimm mal Deinen ganzen Mut zusammen und probiere es einfach aus, zu verlieren hast Du nichts ausser Deiner Angst und Dein Verstand sagt Dir ja, dass Dir nichts passieren kann - Du musst mit dem Verstand arbeiten, nicht mit dem Gefühl, denn dafür haben wir ihn ja.

Stell Dir einfach vor, jemand bedroht Deine Familie mit dem Tod, wenn Du es nicht machst oder bietet Dir eine Million, wenn Du es tust - dann würde es ja auch gehen, nicht wahr?

Man bildet sich immer nur ein, dass man etwas nicht überwinden kann - man kann, man muss nur wollen - und wollen kann man ganz leicht, wenn man weiß wofür.

Und noch eins: Du platzt vor Stolz über Dir selbst, wenn Du es geschafft hast und es fördert das Selbstbewußtsein extrem, wenn man einmal im Leben die Erfahrung gemacht hat, dass man sich aus eigener Kraft von Zwängen befreien kann.

Danke für deinen Erfahrungsbericht. Konfrontation haben wir ausprobiert und das hat es in meinem Fall verschlimmert. Ich habe Ballons selbst platzen lassen, eine Stuntshow mit Explosionen besucht und es sogar einmal mutig an Silvester ohne Kopfhörern versucht. Es hat alles nur schlimmer gemacht. Und ich wollte es wirklich. Aber seitdem zucke ich schon, wenn jemand eine Flasche Mineralwasser öffnet, was vorher nicht der Fall war.

Ich bilde mir meine Panik nicht ein. Sicher mache ich mich an den Tagen zuvor ein gutes Stück selbst fertig, aber ich kann mich dabei halt auch nicht beruhigen.

@Bahar30

"Ich bilde mir meine Panik nicht ein"

Da wollte ich damit auch nicht sagen, es ging mir nur darum, dass man auch echte Panik überwinden kann, wenn man will.

In Deinem Fall ist das Problem aber offensichtlich anders gelagert, denn dass die Konfrontation mit diesen Geräuschen, Deine Angst noch verschlimmert, lässt vermuten, dass diese Geräüsche mit einem anderen Erlebnis verknüpft sind, an das Du Dich aber nicht mehr erinnern kannst und es deshalb auch nicht überwinden kannst.

Vielleicht ist in der Vergangenheit als Du noch sehr klein warst, irgendetwas an Silvester passiert, dass in Dir große Angst ausgelöst hat und auf das Dein Unterbewußtsein sofort wieder reagiert, wenn es um Dich herum knallt.

Du müßtest mal zu einem Tiefenpsychologen gehen, der sich mit Trauma Therapien auskennt, in denen vergangene Erlebnisse wieder wachgerufen werden, um sie zu überwinden - sprich mal mit Deinem Hausarzt darüber und lass Dich überweisen.

Eine (unbegründete) Angst, die dich so stark einschränkt, dass du mehrere Wochen lang "ein nervliches Wrack" bist, das Haus nicht verlassen und andere Häuser wegen Nichtigkeiten wie Luftballons nicht betreten kannst, ist offensichtlich krankhaft. Da werden keine allgemeinen Tipps oder Hausmittelchen helfen.

Geh zum Arzt, schildere dein Problem und geh die Angst mit einem Therapeuten an.

Bist du mit dem Problem schon mal bei einem Fachmann (Psychologe) gewesen?

Ich habe es über den Hausarzt versucht, der mich wegen "sowas" nicht weitervermitteln wollte. Das würde sich mit der Zeit legen und ich solle mich mit Entspannungsübungen beruhigen bzw. Silvester bewusst ruhig verbringen. :(

@Bahar30

Dann geht zu einem anderen Arzt, der dich zu einem Psychologen überweißt.

Unbekannte Quetschung im Unterleib, Hilfe..

Hallo,

um von vorne anzufangen, ich war am 2. Samstag dieses Monats(vor 2,5Wochen) mit meinem Vater auf einer Holzlagerstelle um Holz zu holen. Ich habe das gute Holz ca. 2 Stundenlang permanent hochgehoben und weitergereicht. Über die Heimfahrt hinweg(ca 5 Minuten) hat sich dann ein heftiger Schmerz in meinem Unterleibbereich bishin zu den Hoden ausgeweitet. Zuhause angekommen konnte ich kaum noch laufen, ein heißes Bad hat geholfen die permanenten Schmerzen größtenteils zu beseitigen, die Bewegungsschmerzen sind jedoch geblieben. Ich kann seitdem nichtmehr arbeiten da meine Arbeit größten teils mit heben/bücken verbunden ist(Wobei bis heute noch heftige Schmerzen im betroffenen Bereich wieder spürbar werden). Ich war bisher bei 2 Ärzten und bin wirklich verzweifelt da bei keinem der genaue Grund festgestellt werden konnte. Ein Leistenbrauch soll unwarscheinlich sein, aber für eine Leistenzerrung dauert es mittlerweile zu lange. Eben bin ich ein bisschen zu schnell aus dem Bett aufgestanden und habe mich anscheinend so stark nach vorne gebückt dass jetzt etwas so sehr gequetscht wurde(was ich vorher noch nie hatte und höchstwarscheinlich auch nur durch den besagten Vorfall zustande kam) dass ich besonders beim bücken(ergo einer Druckbelastung auf meinen Unterleib) einen schon unerträglichen Schmerz empfinde, ich sitze hier aus Angst mich überhaupt noch zu bewegen. Hat das vielleicht schonmal jemand von euch mitgemacht und weiß was ich habe? Das würde mir sehr weiterhelfen.. Vielen Dank

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Kann nicht einschalfen - Atemnot - Lunge setzt aus - Wichtig! dringend! hilfe!

Guten morgen Leute, also ich hab ein richtiges problem unzwar versuche ich schon seit ca. eine Stunden einzuschalten, aber als ich es das erste mal versucht habe und ich kurz davor war einzuschafen,habe ich das gefuehl das ich keine Luft mehr bekommen weil mein atemreflex einfach nicht mehr funktioniert also dass ich einfach aufhöre zu atmen. Und also,ich hab seit ca. drei Tagen das problem dass ich total immer auf meinen Herzschlag/rythmus und meinen Lungen rythmus also wie ich ein und aus atme so achte und darüber nachdenke,dass ich so ein stolpern immer bekomme,also dass mein herz stolpert. Und heute war es extrem schlimm. Ich war mit Freunden in der stadt einfach eingegangen und ich würde total verrueckt und hatte riesige Panik dass mein herz halt nicht mehr schlaegt bzw ich solche stolpler bekomme,ich war im nachhinein wie in einem schockzustand mir war kalt konnte nur noch weinen und hatte einfach total angst und Panik. Deshalb bin ich eben ins krankenhaus gefahren und erstmal ein Ruhe-ekg, blutdruck gemessen und den sauerstoffgehalt in meinem Blut gemessen. Mir wurde gesagt dass alles ok sei und dass mein herz vollkommen gesund sei,und dass meine sauerstoff Werte vom blut schlecht sind,dass kann von einfach zu Flacher Atmung herrühen und dass ich immer langsam tief ein und ausatmen soll,und dass ich wahrscheinlich weil ich schon seit drei Jahren Vegetarier bin (bin 15 jahre alt) und wahrscheinlich an Eisen mangel leide und dass wohl auch eine Rolle spielen wuerde,nun gut Damn wieder nach Hause ins bett gelegt und versucht nicht mehr auf meine Atmung bzw herzschalg zu denken und zu kontrollieren,und hab einfach vernuenftig geatmet und meinen koerper den rest ueberlassen .. So nun hab ich das problem dass ich also ich war genau vorm einschlafen als ich merke wie meine Atmung automatisch nicht mehr mitmacht und jetzt hab ich total angst und Panik dass ich wenn ich einschlafe keine Luft bekomme,also was denkt ihr,was soll ich jetzt tun? Nochmal im krankenhaus anrufen bzw hinfahren? Danke dass ihr alles durch gelesen habt und bin fuer jede Meinung dankbar!! Aber es ist wirklich nicht so,dass ich mir das einbilde also als ob ich mich jetzt alleine fuer meine atmung kuemmern muss und wie sonst dass mein koerper mir damit geholfen hat. Danke Leute!! Bitte sagt mir eure Meinung bin am verzweifeln

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