Was haltet ihr davon Kinder mit Behinderung abzutreiben?

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Die Schwierigkeiten ein behindertes Kind groß zu ziehen gehen weit über das Maß hinaus was man sich vorstellen kann. Eine Behinderung verschwindet ja nicht, sie bleibt. Ehen sind deshalb schon gescheitert weil ein Leben für die Eltern mit den verbundenen Belastungen zu hoch geworden sind. Abgesehen vom Leben des behinderten Nachwuchses.

Ich befürworte den Schwangerschaftsabbruch.

Das sind die Auswirkungen des festgestellten Syndroms:

  • kognitive Behinderung unterschiedlichen Schweregrades
  • Wachstumsverzögerung (auch schon in der Schwangerschaft/intrauterin, daher meist niedriges Geburtsgewicht)
  • im Säuglingsalter häufig Trinkprobleme und Verstopfung
  • häufig Infektionen der oberen Atemwege
  • häufig Mittelohrentzündungen (Otitis media)
  • Hörstörungen
  • Schlafstörungen
  • Essstörungen (verweigert werden häufig feste und/oder körnige Speisen)
  • Hyperkalzämie in den ersten Lebensjahren (= ein zu hoher Kalziumspiegel im Blut, der mit einer Diät behoben werden kann)
  • ein vergleichsweise kleiner Kopf (Mikrozephalie) und ein etwa 20 % kleineres Gehirn als üblich
  • besondere Gesichtsform („Elfengesicht“/„Koboldgesicht“/„funny face“)
  • breite Stirn
  • tiefe Nasenwurzel, kugelige Nasenspitze
  • ausladende Nasenflügel, nach vorn gerichtete Nasenlöcher (Nares)
  • vorstehende Wangenknochen
  • im Kindesalter „Pausbäckchen“
  • kleines Kinn
  • volle Lippen
  • langes Philtrum (= Kuhle zwischen Oberlippe und Nase)
  • bei blauen oder grauen Augen ist oft eine weißliche, radspeichenähnliche Musterung zu sehen (Iris stellata)
  • Oberlid-Ödeme („schwere Augen“)
  • vergleichsweise kurze Lidspalten
  • oft lockiges Haar
  • vergleichsweise weit auseinander liegende, kleine erste Zähne („Mäusezähne“, verursacht durch Zahnschmelzhypoplasie)
  • überempfindliche Zähne, Neigung zu Zahnfäule (Karies)
  • tiefe, heisere Stimme
  • häufig offenstehender Mund durch eine Vorverlagerung der Zunge
  • schmaler, länglicher Brustkorb mit hängenden Schultern und verlängertem Nacken
  • leichter Minderwuchs (etwa 10 cm geringere Körperendgröße als der Bevölkerungsdurchschnitt)
  • einwärts gebogene Großzehe (bei älteren Menschen)
  • Fehlsichtigkeit, häufig Schielen (Strabismus), insbesondere Einwärtsschielen
  • seitliche Verbiegung der Wirbelsäule (Skoliose) (bei älteren Menschen)
  • altersunabhängiger Bluthochdruck (arterieller Hypertonus) bei 40 % der Betroffenen
  • kardiovaskuläre Veränderungen/Herzfehler (oft supravalvuläre Aortenstenose (SVAS)/Verengung der Hauptschlagader unmittelbar am Anschluss an das Herz mit variablem Schweregrad, hypoplastische Aorta/zu schmale Hauptschlagader, Septumfehlbildungen/Löcher in der Herzscheidewand) bei 90 % der Betroffenen
  • Pulmonalstenosen
  • primäre Nierenfehlbildungen (besondere Lage der Niere, Verengungen/Stenosen an den Nierengefäßen, unterentwickelte Niere, einseitiges Fehlen einer Niere (Nierenagenesie), Hufeisennieren) bei etwa 18 % der Betroffenen
Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Naja ich kanm sowohl die mutter als auch die betroffenen ,,verstehen".

Ich meine jeder hat eine Meinung. Die einen meinen, sie wollen behinderten kindern genauso ein leben geben wie gesunden kindern und andere sagen sie wollen nur gesunde kinder, wollen sich das nicht antun und dem kind.

Die mutter liebt ihr kind und deswegen wird es au ihr enkelkind lieben und sie hat sich daher auch schon darauf gefreut weshalb sie dann eben so ausgeflioot ist. Und es ist verständlich allerdings der eigenen tochter einen vorwurf zu machen oder sie so dermassen davon abzuhalen finde ich auch nicht okay, aber man muss auch die mutter die sich gefreut hat oma zu werden und die selbst ein behindertes kind mit offenen armen in ihr leben empfangen hätte und geliebt hätte verstehen. Nicht viele leute haben eine mutter die für ein behindertes enkelkind auch eine tolle oma sein möchte.

Sie hätte das gehabt und auch die unterstützung da bin ich mir sicher.

Nun kann ich aber auch die schwangere also deine freundin ,,verstehen". Ich setzte es in anführungszeichen, weil ich nie ein Kind wegen einee behinderung abtreiben würde. Du schreibst hin, das das kind ei fach ,,nur" behindert ist, aber nicht wie fest. Hat es ,,nur" eine geistige/körperliche behinderung oder down syndrom? Oder hätte es einfach nur ein bein oder arm weniger? Dann würde ich es sogut wie nicht verstehen, weil diese kinder gross werden können und teilweise auch selbstständig werden können

Wäre es aber so, dass es einen offenen rücken oder offenen kopf gehabt hötge oder so schwer behindert säre, das es nur leiden würde und nicht fähig ist, sich zu bewegen, was man nichtmal 100% bei der schwangerschaft sagen kann, dann ,,versteh" ich es eher.

Nun ja letztendlich muss es deine freundin wissen, sie muss mit ihrem mann wissen was sie da tun und damit am ende auch klar kommen, das sie ein kind abgetrieben haben, das dennoch ihr fleisch und blut war und das kind, das sie auch zu 100 prozent genauso geliebt hätten wie ein gesundes.

Ich kenne einige fälle und verschiedene in meiner Familie und freundes und bekantenkreis. Die tochter einer freuundin meiner mutter hat erfahren, im 7 oder 8 monat, dass ihr kind neinen offenen kopf hat und nach der geburt nicht überlebensfähig ist. Das ist dann auch wenige stunden danach gestorben. Für abtreibung war es damals sowieso zuspät.

Meine schwester hat krebs. Das hat man nicht vorher gewusst und es liebt das leben genauso, wie wenn wir es gewusst hätten. Ich wurde mit einer hörbehinderung geboren und höre kaum was. Ich verstehe mit einem implantat aber nie so wie ein normal hörender. Ich habe weitere körperluche probleme, aber ich bin dankbar das ich leben darf und meine kinder lieben darf.

Und ich habe eine tochter, bei der ich während der schwangerschaft erfahren habe, das es einen schweren herzfehler hat, . Ich wurde vor die wahl gestellt: abtreiben, kind gebären und sterbehilfe beantragen oder kind gebären und uoperationen machen lassen und hoffen das mein kind überlebt. Ich habe mich für das 3. Entschieeden und nun darf ich stolze mama sein eines glpcklichen mädchens das super tolle fortschritte macht, spricht und mir nicht oft genug sagt, ,,mama ich hab dich lieb" und ich weiss, das sie gerne hier auf der erde ist.

Also sie kann jetzt dieses kind abtreiben, und wenn sie pech hat, hat sie nächstes mal ein kind das als gesund gilt, aber nach der geburt merkt man, es ist doch nicht gesund. Dann steht sie gleich da. Jedes kind hat eine chance, gelibt zu werden, und leben zu dürfen. Nicht nur die gesunden kinder, die in der heutigen gesellschaft etwas besseres sind. Nein auch kranke kinder die genauso toll, gut, süss und hübsch und klug sind/sein können.

Alles gute für deine freundin und ihre familie

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich finde es mutig und nachvollziehbar, dass deine Freunde so entschieden haben. Ich finde es weder gut noch schlecht. Es ist eine Entscheidung getroffen worden und nun müssen alle Beteiligten damit leben.

Was ich verurteile ist die Reaktion der Eltern auf die Entscheidung. Diese sollten ihre Tochter unterstützen, unabhängig von der Entscheidung und was sie davon halten.

Hier meine Gedanken dazu:

Generell bin ich kein Freund von Abtreibungen und, ausgenommen vielleicht in Extremfällen, dafür das gezeugte Kind nun auch auszutragen. Ob man es dann selbst aufzieht oder abgibt an Eltern die sich darüber freuen, ist eine andere Frage und für mich im Zweifel die bessere Option.

Für mich hat das Leben des Kindes einen hohen Wert und eine Abtreibung ist im Endeffekt eine Tötung eines kommenden Lebens. Doch es Mord zu nennen oder ähnliches, liegt mir fern und halte ich für nicht hilfreich. Eine Abtreibung ist kein Spaß für die Mutter und sicherlich keine einfache Entscheidung.

Ein Kind zu bekommen und aufzuziehen ist selbst in den besten Fällen kein leichtes Unterfangen und prägt das ganze weitere Leben, wenn eine Behinderung bei dem Kind dazu kommt wird es sicherlich nicht einfacher.
Daher verstehe ich den Drang bei einer Diagnose einer Behinderung, sich nicht diese Bürde aufzuladen.

Auch die Eltern bzw vor allem die Mutter haben ein Recht über ihr Leben zu bestimmen, wenn es für sie auch weniger um Leben oder Tod geht, als darum wie das weitere Leben aussieht bzw was es prägen wird.

Das soll aber nicht heißen, dass es nicht schön sein kann. Ein Kind bringt auch viel Freude und Glück ins Leben, auch mit einer Behinderung und wer mag urteilen ob ein Leben lebenswert ist bevor er es kennt und wenn er es nicht selbst lebt? Die Zukunft ist stets ungewiss und ein Leben zu schenken ist wesentlich schwieriger als ein Leben zu nehmen.

Jeder kann ein Leben nehmen, sei es auch das eigene, doch ein Leben geben zu können ist ein Privileg der Frauen.

Ich kenne glückliche Familien die ein Kind mit starker Behinderung aufgezogen haben und kam schon häufig mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen in Kontakt. Es geht, es kann gehen.

Ich kenne auch Fälle wo die Diagnose einer Behinderung falsch war und die Mutter sich zum Glück über den Rat der Ärzte zur Abtreibung hinweg gesetzt hat.

Doch ja, es erschwert auch das Leben auch der Eltern und aller Familie, ebenso wie es das Leben bereichern kann.
Ein Kind verändert das Leben der Eltern in jedem Fall, ob zum guten oder schlechten lässt sich erst rückblickend sagen.

Mein Fazit ist:

Ich verurteile niemanden der eine solche Entscheidung trifft, egal in welche Richtung, solange die Person die Entscheidung nicht leichtfertig trifft.

Ich weiß nicht wie ich letzendlichbentscheiden würde, wenn ich bzw mein Kind wirklich betroffen wäre, und ich vor der Frage stünde.

Letzten Endes muss das jede Frau selbst entscheiden. Partner und Eltern haben faktisch nunmal kein Mitspracherecht

Wenn es ihr primär um ihr eigenes Leben geht, kann sie ihren Eltern ja anbieten, das Kind nach der Geburt zu adoptieren, dann sind vielleicht alle zufrieden (zumal ihr die Abtreibung vermutlich auch nicht leicht fallen würde)

Da du zur Art der Behinderung nichts schreibst, gehe ich von einer geistigen Behinderung aus und kann dazu nur ganz allgemein sagen:

Ich würde auch kein behindertes Kind austragen wollen und es mit so einem Leben strafen.

Diese Denke ist doch sehr 🤬 geh mal in eine Schule für behinderte Kinder, schau sie dir an, und überleg, ob die sich gestraft fühlen. Der Großteil führt ein glückliches, zufriedenes Leben.

Es geht dabei nicht ums Finanzielle, sondern eher um die dauerhafte Belastung für ihr Leben

Auch das ist es heute nicht mehr. Natürlich ist es anders anstrengend als mit einem nicht behinderten Kind. Es gibt mitlerweile aber seeehr viel Möglichkeiten. Auch behinderte Kinder sind idR ganztags in der Schule. Dort werden sie toll versorgt und die Mutter kann unbesorgt arbeiten.

Es gibt Pflegedienste, Familien unterstützenden Dienst, Betreuungs und Entlastungsleistungen, Integrationskräfte uvm

Viele behinderte Menschen ziehen mit Anfang/Mitte 20 (manche später, das liegt dann aber an den Eltern) in eine Wohngruppe, wo sie gut versorgt werden. Und die Eltern kommen ab und zu zu Besuch, genau so, wie bei den nicht behinderten Geschwistern. Ansonsten genießen sie ihr Leben, arbeiten, reisen etc - genau wie andere Eltern von erwachsenen Kindern

Bei dem Embryo wurde das Williams-Beuren-Syndrom diagnostiziert, deshalb kann ich meine Freundin und ihren Mann voll und ganz verstehen.

Und ja, ich sehe solch ein Leben als Strafe und dabei bleibe ich.

@Ciara1291

Vermutlich weil du keinen Kontakt zu Menschen mit Behinderungen hast.

Ich kenne mehrere Menschen mit WBS, keiner betrachtet sein Leben als Qual o.ä. Im Gegenteil, viele würden nicht tauschen wollen.

Die Zeiten von lebensunwerten Leben sind lange vorbei

@KirstenSe

Wie auch immer, ich stehe weiterhin hinter meiner Freundin und unterstütze sie.

@KirstenSe

Hast du schon mal selber einen Tag lang dieses Leben leben dürfen / leben müssen ?

Nur um seine eigene Meinung allgemeinverbindlich erscheinen zu lassen, reicht es wohl so noch lange nicht ! Ein Menschenleben währt manchmal sehr lange - manchmal aber auch zu kurz oder eben viel zu lange ! Das ist halt das Leben - und nicht vergessen, die Natur regelt vieles selber - und ist für unsere Vorstellungen oft GRAUSAM !

Ist die Natur allein deswegen FALSCH ??

@eccojohn

Das Leben des pflegenden/Betreuenden ja. Nicht nur einen Tag

Das Leben des Betroffenen logischerweise nicht. Aber sehr viele kennengelernt und nicht einen, der sein Leben unwertig findet

@KirstenSe

Genau diesen Unterschied aber meine ich !

Es hat z.B. immer schon Situationen gegeben, wo normale alte Menschen sogar ohne jegliche Behinderung oft jahrelang ernsthaft darüber nachgedacht haben einen Suizid zu begehen, um ja nicht anderen zur Last zu fallen usw. !

Sie quälen sich Jahre ihres Lebens damit, obwohl es doch gar keinen Grund geben sollte / dürfte, wenn man so einen übl. pauschalen Maßstab anlegt.

Du hast scheinbar viele Einblicke in Situationen mit "Behinderte" gehabt - sagt das aber wirklich schon alles aus ?

Nicht zu vergessen: RESPEKT für deine menschliche Stärke, diese Erfahrungen gemacht zu haben - durchzuhalten wenn man > daneben stehen muß< und weiß, real dennoch so gut wie nichts ändern zu können.

Ich denke mal, es ist wie eine Lotterie bei der keiner weiß, was tatsächlich das beste Ergebnis bringt. Ein Recht auf Leben hat uneingeschränkt jeder - eine Pflicht, das ist jedoch etwas ganz anderes. Dies aber entscheiden zu müssen, ist wohl das schwerste was einem im Leben bevorstehen kann !

Es gibt so einfach keine 51% für ein Pro oder auch Kontra in dieser Thematik, egal welches Argument man auch anführt ! Das schlimmste in solchen Situationen sind aber zu 100% all die Besserwisser, die speziell IHRE MEINUNG um jeden Preis als allgemeinverbindlich durchsetzen wollen !!

@eccojohn

Das ist wohl wahr - aber gerade bei einer Diagnose wie dieser sollte man sich zumindest über Möglichkeiten informieren, vielleicht mal betroffene Kinder/Familien kennenlernen und sich ein reales Bild machen, bevor man so eine schwere Entscheidung trifft, ohne wirklich zu wissen, für oder gegen was man sich da entscheiden soll.

ich hoffe doch, dass der "Vater" ein Mitsprache Recht hat...

er sollte doch zumindest seine Meinung dazu sagen dürfen und man sollte zusammen darüber reden und nicht einfach im Alleingang eine Entscheidung treffen.

Es geht ja nicht darum, dass der "Vater" mit entscheiden darf, aber ihn in das Thema mit ein zu beziehen ist doch das mindeste.

 Auch behinderte Kinder sind idR ganztags in der Schule. Dort werden sie toll versorgt

da hat unsere "supi" Inklusionspolitik aber auch noch was mit zu reden

@Mindestloehner

Schau dir die Gesetze an, bis zur Geburt hat der Vater/Erzeuger absolut 0 Rechte 🤷🏻

@KirstenSe

mir ging es dabei nicht um die Gesetzeslage sondern um Werte und Normen in unserer Gesellschaft.

Das sind schwierige und schwerwiegende Entscheidungen die deine Freundin und ihrem Mann da zu treffen haben. Es muss schrecklich sein, in dieser Situation noch obendrein von den Eltern unter Druck gesetzt zu werden.

Jeder hat nur ein Leben. Wie man das verbringen möchte, mit wem und mit welchem Lebensinhalt, muss jeder selber entscheiden. Nicht immer ist ein behindertes Kind ein Unglück. Ich hatte zwei Cousins mit Dowsyndrom, und die waren unbezahlbar, lieb, anhänglich, witzig und hilfsbereit. Aber in beiden Familien waren sie das jüngste Kind und hatten jeweils vier und fünf gesunde Geschwister. Die Mütter waren schon über vierzig als die Kinder zur Welt kamen, und Tests gab es damals noch nicht.

Ich erinnere mich gut an den Gesprächen zu der Zeit, weil ich als Kind immer sehr gut zuhörte, wenn ich das Gefühl hatte, die Erwachsenen wollen etwas „unter sich“ besprechen. Die Mütter waren tief unglücklich. Sie wollten gar keine Kinder mehr, und schon mal gar kein Behindertes, weil sie damit unsäglich viel Arbeit hatten, und die Kinder sehr viel Extra-Zuwendung brauchten. Darunter litten auch die schon in der Familien lebenden älteren Kinder. Die Väter sahen das alles mit größerer Distanz, und fanden die Söhne „wirklich lieb“.

Aber reicht das? Ist die Gewissheit, ein Kind zu bekommen, was in ständiger Abhängigkeit die ganze Lebensenergie aufzehren wird, und nie mehr sein wird als „lieb“ ausreichend? Auch muss man auch andere Eventualitäten andenken? Was ist, wenn einer der beiden Eltern stirbt? Kann der andere alleine für so ein Kind sorgen, oder landet es dann im Heim? Und wenn es in einem Heim kommt, wer bezahlt das?

Eltern möchten sich in ihre Kinder wieder erkennen. Ein Kind mit einer Behinderung zu bekommen ist daher beängstigend, denn so möchte man sich selber nicht sehen, und das Kind wird ja noch leben, wenn die Eltern gestorben sind. Wer ist dann für dieser Mensch da?

Mutter werden trotz angeborenen TGA-Herzfehler?

Hallo Ihr lieben,

ich habe einen angeborenen Herzfehler (TGA-Transposition der großen Arterien) und bin 24 Jahre alt. Seit meinem letzten Besuch bei meinem Kardiologen beschäftigt mich immer mal das eine Thema was er angesprochen hatte. Kinder bekommen! Wenn mein Partner und ich die Familienplanung angehen wollen, es erst mal mit dem Kardiologen besprochen werden soll, ob mein Herz für diese doch körperliche Veränderung/Anstrengung geeignet ist. Test wieder gemacht werden müssen, ob Ich oder wenn mein Kind diese Sache ohne Schäden überstehen und ob es überhaupt möglich ist ein Kind zu bekommen.

Mein Partner und ich würden sehr gern ein eigenes Kind irgendwann bekommen. Eine Frau wünscht sich das, denke ich, dieses Gefühl, das eigene Kind auszutragen. Zur Zeit ist mein Herz, laut dem Kardiologen "sehr Gesund" und ich komm bei dem Belastungstest über den gedachten geschafften Wert, zwar nicht bis zur vollen Ausbelastung aber von der Atmung und körperlichen Anstrengung her schon.

Jetzt so meinen eigentlichen Fragen, hat eine / einer (evtl. hat die Frau TGA) Erfahrung bzw. ein Kind bekommen trotz diesem angeborenen Herzfehler? Was musste beachtet werden oder wie ist es Abgelaufen?

Ich weiß das ich noch einige Jahre Zeit hab, aber ich möchte sehr gern auch wissen ob es auch wirklich möglich ist. Ich weiß das jeder Körper ist anders. Trotzdem das Wissen zu haben es wäre möglich, das würde mich schon irgendwie Glücklicher machen. :)

Für Eure Erfahrungen bin ich jetzt schon sehr Dankbar.

LG

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