Was bekomme ich während der Krankschreibung?

3 Antworten

Für die ersten sechs Wochen bekommst du im Kranheitsfall weiter Gehalt von deinem Arbeitgeber - unabhängig davon ob du dich „privat“ verletzt/erkrankst oder beruflich bedingt. Das ist im Entgeltfortzahlungsgesetz geregelt.

Falls du nach den sechs Wochen noch nicht arbeitsfähig bist, erhältst du Verletztengeld. 80% von deinem Bruttogehalt, höchstens dein Nettogehalt.

Einen Anspruch auf die sechs Wochen Entgeltfortzahlung hast du erst, wenn du schon vier Wochen im Unternehmen arbeitest. Falls du noch keine vier Wochen im Unternehmen gearbeitet hast, zahlt zunächst die Berufsgenossenschaft Verletztengeld.

In der Regel wird das Verletztengeld von deiner Krankenkasse berechnet und an dich ausgezahlt. Die Krankenkasse holt sich anschließend das Geld von der Berufsgenossenschaft zurück.

Die Krankenkasse achtet eigenständig darauf, wann du Entgeltfortzahlung und wann du Verletztengeld bekommst. Schließlich ist dort bekannt, wann du die Tätigkeit aufgenommen hast und ab wann du arbeitsunfähig bist.

Du bist bei einem Arbeitsunfall also nicht schlechter, sondern besser gestellt als bei einem Privatunfall.

War der Arbeitsunfall innerhalb der ersten 4 Wochen nach Beginn des Beschäfigungsverhältnisses, zahlt die Krankenkasse ab dem 1. Tag der Arbeitsunfähigkeit Verletztengeld im Auftrag der Berufsgenossenschaft aus.

Ansonsten gibt es erstmal 6 Wochen Lohnfortzahlung und erst bei Krankheit über
6 Wochen kommt das Verletztengeld.

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