Was bedeuten erhöhte AK (bei Zöliakieverdacht)?

5 Antworten

Kann man daraus schon ableiten, dass ich besser Weizen/Getreide eliminieren sollte

Nein. Daraus kann man nur ableiten, dass du Antikörper gegen bestimmte Eiweiße hast. Ob das pathologisch ist, muss der Arzt erst herausfinden, es ist ja erst einmal nur ein Verdacht.

Weizen und Getreide zu eliminieren ändert nichts an der Krankheit, es vermeidet nur das Auftreten der Krankheitsfolgen. Das Ziel der Therapie sollte es aber sein, nicht mit der Krankheit zu leben, sondern ihre Ursachen abzustellen, damit du wieder Getreide verzehren kannst.

ohne auf die abschließende Diagnose (Auftrag "Gastrokopie mit tiefen Dünndarmbiopsen")

Dinge, die man nicht wirklich machen will... ;) Viel Spaß dabei. ;)

Eine Glutenintoleranz / sensitivität / unverträglichkeit ist eine typische ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit. Sie entsteht nicht durch den Verzehr glutenhaltigen Getreides, sondern basiert auf einer Stoffwechselstörung. Das Gluten ist wie bei einer Allergie nur der Auslöser der Beschwerden, nicht aber die Krankheitsursache. In der ursächlichen Therapie wird der Arzt daher zunähst symptomatisch den Verzicht auf glutenhaltiges Getreide empfehlen, aber gleichzeitig im Rahmen einer ursächlichen Behandlung beginnen, die Ernährungsfehler abzustellen. Das ist der Verzehr stark verarbeiteter Nahrung (Fabriknahrung), Konserven und Präparate. Vor allem geht es dabei um raffinierte Kohlenhydrate (Fabrikzucker, Auszugsmehle), raffinierte Fette (Fabrikfette) sowie um einen zu geringen Frischkostanteil.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Sorry, aber wenn man eine per Biopsie bestätigte Zöliakie hat, wird man zuknünftig sein Leben lang auf Gluten verzichten müssen!

Das hat nix mit Fabriknahrung oder Konserven zu tun. Da muss Gluten gemieden werden und zwar für immer!

@Gestiefelte
Sorry, aber wenn man eine per Biopsie bestätigte Zöliakie hat, wird man zuknünftig sein Leben lang auf Gluten verzichten müssen!

Die Zöliakie fällt aber doch nicht vom Himmel, sie hat Ursachen. Und die kann man abstellen, dann hat der Organismus die Chance die Krankheit auszuheilen. Ich habe im Laufe der Jahre einige Leute kennengelernt, die genau das auf Anraten ihres Arztes getan haben und seitdem keinerlei Probleme mehr mit Gluten hatten.

Wenn man die Zöliakie nicht ursächlich behandelt, sondern einfach nur das Gluten meidet, besteht die Krankheit trotz Beschwerdefreiheit natürlich weiter und deshalb muss man dann in der Tat auch lebenslang auf Gluten verzichten. Und weil die eigentlichen Ursachen ebenfalls weiter bestehen, kommen in der Regel im Laufe der Zeit noch weitere Krankheiten dazu.

Das hat nix mit Fabriknahrung oder Konserven zu tun. Da muss Gluten gemieden werden und zwar für immer!

Nun, Tatsache ist, dass Menschen, die ihre Ernährung entsprechend korrigieren, nach einiger Zeit wieder Gluten essen können. Die Aussage kann also nicht stimmen...

Das Problem an der Sache ist, dass sich die Medizin überhaupt nicht mit den eigentlichen Ursachen der Krankheiten beschäftigt. Warum auch? Sie lebt von kranken Menschen, nicht von gesunden...

@joangf

Da eine zöliakie eine Autoimunerkrankung ist geht sie nicht mehr weg. (Sie kommt nicht aus heiterem Himmel entweder man hat das Gen dafür und die Krankheit bricht aus, oder eben nicht)

Nach deiner Argumentation müsste auch Krebs und Diabetes heilbar sein hierbei ebenfalls entweder man hat das passende Gen (Krankheit bricht aus oder vielleicht auch nicht) oder nicht

@Purzelmaus99

Die Sache mit den Genen ist eine Scheinursache, die man nutzt, weil dann die vermeintliche Ursache feststeht und die Krankheit akzeptiert werden kann.

Ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten entstehen aber nicht durch Gendefekte wie bspw. eine Trisomie21. Sie werden aber epigenetisch an die nachfolgende Generation weitergegeben. Das ist im Grunde ein wenig wie die Konfiguration unseres Organismus. Es werden dabei bestimmte Gensequenzen aufgrund der Lebensumstände beim Ablesen der DNA aktiviert oder inaktiviert. Das ist im Gegensatz zu einem Gendefekt aber reversibel. Die Genetik ist dabei nur der Transportmechanismus für die Krankheit, aber nicht ihre Ursache.

Deshalb findest du bei Untersuchungen bestimmte Gene die auf bestimmte Krankheiten hinweisen, aber die bestimmten Gensequenzen sind dabei eine Folge der Krankheit, nicht umgekehrt.

Der Punkt ist, dass es Menschen gibt, die ihre Zöliakie durch Abstellen der Ernährungsfehler (unter ärztlicher Aufsicht) geheilt haben. Die Krankheit kann also durchaus wieder weggehen und das zeigt auch, dass kein irreversibler Gendefekt dahinter steckt.

Das Gleiche gilt in der Tat auch für Diabetes (da hat Schnitzer bspw. einige Erfolge vorzuweisen: http://www.dr-schnitzer.de/bhz001.htm) und im Grunde gilt es auch für Krebs - da liegt die Sache nur etwas komplizierter. Bei allen diesen Krankheiten muss man aber berücksichtigen, dass es einen Point of no return gibt - einen Zeitpunkt, ab dem die durch die Krankheit angerichteten Schäden so groß sind, dass der Organismus sie nicht mehr heilen kann. Das kann bei Diabetes und Krebs ja durchaus sehr schnell gehen. Sinnvollerweise sollte man sich daher frühzeitig mit der Prävention beschäftigen, damit die Krankheiten erst gar nicht auftreten.

@joangf

Klar haben einige Leute nach der gf Ernährung erstmal keine Probleme. Noch ist der Darm ja wieder intakt. Wie wurde festgestellt das die zöliakie weg ist? Würde nach einigen Monaten zu Ernährung eine kontroll magenspiegelung mit dünndarmbiopsie gemacht?

Zöliakie kann auch in eine stille Form übergehen (keine Symptome aber dennoch schädigungen)

Gibt es Belege für deine Aussage dass zöliakie weg gehen kann?

@Purzelmaus99
Klar haben einige Leute nach der gf Ernährung erstmal keine Probleme. Noch ist der Darm ja wieder intakt. Wie wurde festgestellt das die zöliakie weg ist?

Ich denke, wenn nach Jahren immer noch problemlos Gluten gegessen werden kann, kann man wohl davon ausgehen, dass die Krankheit weg ist.

Würde nach einigen Monaten zu Ernährung eine kontroll magenspiegelung mit dünndarmbiopsie gemacht?

Das dürfte bei den einzelnen Fällen unterschiedlich gewesen sein.

Gibt es Belege für deine Aussage dass zöliakie weg gehen kann?

Für konkrete Belege bin ich der falsche Ansprechpartner, weil ich kein Therapeuth bin, aber wie wäre es, wenn du einen Arzt dazu befragst, der entsprechend behandelt? Wenn du möchtest, sende ich dir gerne den Kontakt.

@joangf

Danke aber ich verzichte

@Purzelmaus99

Mir fehlen die Worte: klar fällt Zöliakie nicht vom Himmel. Aber die kommt GANZ sicher nicht von falscher Ernährung!

Den Rest lese ich mir gar nicht erst durch!

@Gestiefelte

Ich nehme an du hast mich ausversehen verlinkt?

@Purzelmaus99

Ja, passiert, wenn man sauer ist. Ich meinte diesen anderen Deppen!

Hallo!

mit AK sind Antikörper gemeint. Nur, weil man mal zu viele Weizenprodukte gegessen hat, entwickelt man noch keine Antikörper. Das tut der Körper nur im Falle einer Allergie/ Unverträglichkeit. AK gegen Gliadin (ein Weizenprotein) und Glutaminase sprechen schon eine sehr deutliche Sprache in Richtung Zöliakie. Sonst hätte dein Doc das vermutlich auch nicht als Verdachtsdiagnose aufgeführt.

Es wäre sicherlich besser, wenn du in nächster Zeit (bis zur gesicherten Diagnose) auf Weizen verzichtest.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

d.h. die Wahrscheinlichkeit für eine Z. ist deiner Meinung nach "sehr hoch"?

@Tcrazyjam

Beide Werte in Kombination plus die Verdachtsdiagnose deines Arztes weisen darauf hin, ja. Hast du denn klassische Symptome beim Verzehr von Weizen?

@Nyankoshigi

Eben nicht

@Tcrazyjam

Es gibt (vor allem unter Erwachsenen) auch die sogenannte "Stille Zöliakie", bei der außer den Antikörpern keine Symptome erkennbar sind. Das kann sich aber auch irgendwann ändern...

Bitte nicht vor der gesicherten Diagnose mit der gf Ernährung starten

@Purzelmaus99

Richtig, erst dann verzichten, wenn die Biopsie wirklich eine Zöliakie zeigt!

Übrigens: Nur Weizen meiden würde dann gar nichts bringen!!

  • Die Antikörper-Befunde ("AK") sind diagnostisch sehr aussagekräftig für Zöliakie. Es ist leider sehr wahrscheinlich, dass du tatsächlich an Zöliakie leidest.
  • Der diagnostische Beweis erfolgt abschließend aber erst durch die Biopsie des Dünndarms.
  • Du solltest sicherheitshalber ab sofort auf Gluten verzichten, also Getreide meiden. Lies dir entsprechende Ratgeber-Literatur ausführlich durch.
  • Gesunde Menschen, die nicht an Zöliakie leiden, können beliebig viel Gluten zu sich nehmen, ohne dass es zu Reaktionen kommt. Es bilden sich keine Antikörper, nur weil man Gluten verzehrt. Gluten ist ein natürlicher Bestandteil der täglichen Ernährung und für gesunde Menschen nicht schädlich.

Bitte erst die gesicherte Diagnose abwarten bevor man mit der gf Ernährung anfängt da die Ergebnisse verfälscht werden können

Nein, NICHT verzichten. Die Biopsie macht nur Sinn, wenn man vorher glutenhaltig gegessen hat!

Deine Antikörper sind erhöht. Könnte auf zöliakie hinweisen.

WICHTIG ist es bis zur gesicherten Diagnose (magenspiegelung mit dünndarmbiopsie) glutenhaltig zu essen da es sonst das Ergebnis verfälschen kann.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Bitte auf kein Gluten verzichten.

Die Biopsie ist nur aussagekräftig, wenn du glutenhaltig gegessen hast!

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