Warum wollen alle NHO Ärzte, die Nasenscheidewand Operationen machen?

5 Antworten

Diese Operation wird sehr häufig gemacht, aber leider beherrschen nur sehr wenige Ärzte die Technik, die Septumplastik richtig durchzuführen. Es ist doch wirtschaftlich interessant, einen Patienten zu operieren mit der Garantie, ihn ein paar Monate später wieder auf dem Tisch zu haben. Ich hatte vor rund 15 Jahren eine solche OP und hatte wohl Glück. Ich bin sehr zufrieden, kann besser atmen und habe keine Nebenhöhlenprobleme mehr. Aber ich hatte auch einen kunstfertigen Operateur, dem quasi jede Operation in HNO-Bereich glückt. Aber ich muss zugeben, auch dieser Arzt macht das auch aus wirtschaftlichen Gründen, als Belegarzt am örtlichen Krankenhaus möchte er seine Betten immer voll haben, und mit der Septumplastik ist das Bett zumindest einige Tage belegt.

Du schimpfst da auf (m)eine ganze Zunft und kannst nicht einmal ein Frage halbwegs korrekt formulieren ;-)

Ich bin angestellter HNO-Arzt im Krankenhaus und verdiene nicht mehr, wenn ich zusätzlich nicht notwendige Operationen veranlassen würde. Außer der Patient ist privatversichert, aber dann verdient auch vor allem mein Chef daran. Unser OP-Plan ist reichlich ausgelastet und die Patienten warten darauf, sich ihre Nasenatmung verbessern zu lassen. Wenn ich einen Patienten operiere, der nicht von dem Eingriff profitiert, habe ich keine Freude daran. Er wird mich wieder und wieder in der Ambulanz besuchen und unzufrieden sein. Es macht mir aber mehr Spass, mit zufriedenen Patienten zu arbeiten.

Dass die Septumplastik in der Schweiz "verpönt" sei, ist völliger Humbug. Eine Septumplastik ist ein auch international üblicher, sehr einfacher Eingriff, den jeder HNO-Arzt schon sehr früh in seiner Ausbildung lernt. Die OP-Technik hat sich allerdings in den letzten 30 Jahren etwas verändert.

Alles Gute!

Manchmal reicht aber eine Turbinoplastik aus. Es ist einfach eine falsche Lehrmeinung die sich durchgesetzt hat, dass eine Septumplastik immer das Richtige wäre. Natürlich ist verständlich, dass Ärzte, alles in einer Operation packen möchten, anstatt später nochmal zu operieren wenn eine Turbinoplastik nicht ausreichend ist. Aber dann muss eben genauer untersucht werden, wie sehr eine Septumplastik wirklich notwendig ist.

Hier gibt's keinen HNO, der diese OP mit aller Gewalt aufschwätzen will. War neulich selbst dort, aber davon war keine Rede.

Meiner Mutter hat diese OP vor vielen Jahren ein großes Stück Lebensqualität zurückgebracht. Eine Begradigung der Nasenscheidewand ist also nicht nur negativ zu werten.

Ganz viele Operationen werden wegen dem Geld gemacht, oder weil es zur Ausbildung gehört, eine bestimmte Anzahl Operationen einer bestimmten Kategorie gemacht zu haben.

ärzte arbeiten nicht, um der medizin willen oder weil sie den hochheiligen eid des noch heiligeren johanniter so toll finden. ärzte arbeiten, so wie alle anderen menschen auch, des geldes wegen.

desweiteren gibt es ärzte nicht, um dir einen gefallen zu tun. die möchten geld verdienen. und der bereich der sogenannten grauzone, wo etwas sinnvoll ist oder nicht, ist in der medizin so groß wie das fach selbst. du kannst 10 ärzte um ein urteil zu einer bestimmten sache fragen, du bekommst 10 meinungen, aber alle möchten gerne geld verdienen. auch an dir.

es ist sehr gut, wenn du dich informierst, insbesondere VOR einer operation. alternativen tun sich dabei meistens von alleine auf. und den HNO arzt kannst du natürlich genau aus dem grunde wechseln.

ps:

ja, es gibt aber auch gute ärzte. so wie es auch gute finanzbeamte gibt. gibt es.

Raus aus der Ausbildung: Vom Mechatroniker zum Medizinstudium? Wo Abitur nachholen?

Kurz gesagt: Ich mach grade eine Ausbildung zum Mechatroniker und will Arzt werden. Das ist wirklich mein Wunsch, keine Schnapsidee. Ich hab auch das Zeug dazu. Das heißt: Jetzt Ausbildung abbrechen und zum September irgendwo ABI starten. Ich will aber auch weg von meinem Elternhaus. Liegt nicht an meinen Eltern sondern an meinem sozialen Umfeld (Kifferfreunde, nichts los hier).

Meine Konkrete Frage lautet, ob jemand ein gute Möglichkeit kennt, IRGENDWO (echt egal wo) in Deutschland das Abitur nachzuholen. Zu beachten ist, dass ich ja eine Wohnung und Lebensmittel brauche und wenn ich Vollzeit Schule mache, kein Geld verdiene.

Bisschen mehr zum Hintergrund:

Ich (m/19) wusste letztes Jahr Oktober nicht so richtig wohin mit mir. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon ein Jahr am Jobben und Praktikum gemacht usw. nachdem ich davor für ein Jahr wegen einer Krankheit aus dem Alltag gerissen wurde. Auf jeden Fall hab ich dann spontan eine Ausbildung angenommen, im Rahmen einer Stelle die wegen einer Last-Minute Absage frei wurde, als Mechatroniker. Damals wollte ich einfach mal wieder einen Lebensinhalt, eine Struktur irgendwas. Jetzt hab ich wieder bisschen Fuß gefasst und mich gesammelt. Ich will kein Mechatroniker werden. Manche sagen zwar das ist zu unerreichbar, aber ich will Arzt werden. Dieser Wunsch hat sich während meines langen Krankenhausaufenthalts entwickelt. Hab auch schon mit Ärzten drüber gesprochen usw.. Also ist jetzt echt keine Schnappsidee, habe mich auch Informiert und mit angehenden Ärzten die grade aus dem Studium kommen mich unterhalten.

So bin ich also grade in einer Ausbildung zum Mechatroniker (Ende 1. Lehrjahr) und möchte Arzt werden... Die nächste Etappe wäre also Abi. Wäre naheliegend jetzt die Ausbildung abzubrechen und von meinem Elternhaus aus Abitur zu machen. Das kommt für mich aber auch nicht in Frage weil ich in einem Dorf wohne, wo wirklich jeder Jugendliche kifft.

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