warum muss man sterben

5 Antworten

Versuch es bitte nicht auf philosophischem Weg. Auch nicht auf irgendwelchen Kindermärchen wie die schrecklich überkitschte Geschichte von Joe1962, wenn ich so einen gequirlten Zuckerguss lese, wird mir gleich übel.

Erzähl deinem Kind die Wahrheit. Rein und ungeschminkt.

Wir müssen aus mehreren Gründen sterben.

1.) Damit es keine Überbevölkerung gibt. Wenn alle ewig leben wäre die Welt nach, schätzungsweise 3-4 Generationen völlig überbevölkert. Es gäbe einfach keinen Platz mehr.

2.) Entwicklung bedeutet "Neu statt Alt".

Unsere ganze Welt ist in ständiger Entwicklung. Alles verändert sich in jeder Sekunde seines Daseins. Ebenso wir als Menschen und wir als Spezies. Würden wir nicht sterben, dann würden die alten Fehler nicht ausgemerzt werden können. Wir würden zu einem Stillstand kommen und es würde nicht mehr weitergehen. Fast so als wäre die Zeit stehen geblieben.

Wir leben, vermehren uns und sterben um uns weiterzuentwickeln und die neuen Generationen können das nur, wenn die alten verschwinden.

Bitte glaube nicht, dass dein Kind nur Märchengeschichten und romantischen Kitsch versteht. Kinder sind unbeschriebene, weiße Papierblätter. Du kannst einem Kind alles erklären, wenn du es mit Geduld und Verständnis tust. Dazu brauchst du keine schmalzigen Metaphern, kein lächerliches "es war einmal" und ganz bestimmt keine unnützen Embryos.

Biologisch betrachtet? Weil unsere Zellen sich nicht unendlich oft teilen können, Krebszellen ausgenommen, aber die wollen wir dann wieder nicht haben, gelle? Außerdem verhindert es Überbevölkerung.

Philosophisch gesehen? Philosophisch gesehen gibt es tausend Blickwinkel. Epikur meinte, es wäre egal. Ich meine, wir sind nicht mehr da, oder? Es wird uns nie interessieren, wenn es soweit ist. Andere meinten, es wäre erst der Tod, der uns antreibt, im Leben etwas zu erreichen. Ich persönlich bleibe bei zwei Aussagen von Sir Terry Pratchett:

1. Ein Mensch ist erst Tod, wenn sein Name nicht mehr ausgesprochen wird.

2. Noli timere mesorem.

Kurz gesagt, du musst nicht sterben. Dein Körper stirbt, sicher. Vermutlich. Aber du bist, was du tust, ein Mensch definiert sich durch Handeln, durch Eindrücke, die er sammelt und hinterlässt. Und am Ende ist die Welt immer etwas anders, oder? Die Taten bleiben bestehen, die Leute erinnern sich. Wenn du unsterblich sein willst, sei es in den Köpfen der Menschen.

[ kindgerecht : ]   Der Körper funktioniert, wenn man alt wird immer schlechter - es drückt, zieht und zerrt - und man wird müder, schlapper, langsamer, zittriger oder sogar das schiere Atmen fällt schwer oder man findet nichts mehr wichtig. Alles in allem darf man sich dann ausgelaugt vom Diesseits verabschieden und zu den Engelchen gehen.

[ hochphilosophisch : ]   Ein Organismus schafft es (per Bauplan DNA), aus Nahrung, Atemluft, Sonnenwärme, die an sich toten Stoffe im Körper zu einem hochkomplizierten funktionierenden lebenden Wesen zu 'formen'. Das geht nur mit wachsen, altern, sterben. Werden, sein, vergehen, wie alles andere auch, nur hochkompliziert organisiert (mit Blutkreislauf, Stoffwechsel, Organen, Bewegungsapparat, Gehirn).

man muss irgenwann einfach sterben das ist teil der Evolution der körper wird schwach und alt nach der zeit und irgendwann kann der körper einfach nicht mehr also mehr oder weniger ist das der natürliche tot.

Naja, also jeder stirbt irgendwann. Man kann ja nicht auf ewig leben, dass wäre ziemlich langweilig und blöd.

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