Warum lässt man sich tätowieren?

23 Antworten

Manche Leute finden das schön und andere möchten auf einfache Art verhindern einen Job aufgedrückt zu kriegen. Mit einer Tätowierung auf dem Unterarm bist Du beim seriösen Unternehmen direkt im Out Ordner. Am besten gibst Du das schon im Lebenslauf mit an.

also ich hab ein tattoo, weil es mir persönlich gefällt. am oberarm, wo ich es auch gut verstecken kann, wenn ich mal das gefühl habe, bei diesem oder jenem anlass passt es nicht. mehr würde ich mir aber auch nicht machen lassen. und bei anderen, naja, manchmal frag ich mich schon, wie weit junge mädels denken, wenn sie sich am dekoltee was tätowieren lassen.

Ich bin nicht Tätowiert, aber ich finde es großartig das Tattoos nicht mehr ausschließlich für Knastis sind. Die große Modewelle was tätowieren angeht ist ja auch abgeebbt. Die Leute die ich kenne die tätowiert sind, tragen sie als Schmuck, oder eben um zugehörigkeit zu einer bestimmten Szene zu demonstrieren. Da ist es dann auch OK wenn ein Tattoo nicht mehr so gelungen ist, weil es eben als Symbol für einen Lebensabschnitt steht.

Tätowierungen mit Rauchen zu vergleichen, oder zu behaupten, dass man damit keinen Job bekäme finde ich irgendwie borniert... Mitlerweile machen einem nur noch uniformierte Jobs ein Problem diesbezüglich. Bei der Polizei z.B. muss man in der Lage sein, sein Tattoo mit der Uniform zu überdecken. Als Lehrer nur noch, wenn das Motiv die Kinder verstören könnte. Man kann auch mit Tätowierung eine hohe Fachkompetenz im Job haben. Für mich hat Tätowieren nichts mit "cool sein" zu tun. Die Bilder sind sorgfältig ausgewählt, weil sie dauerhaft sind. Ich für meinen Teil habe eine sehr enge Verbindung zur Musik, daher Hautbilder, die darauf eindeutig Bezug nehmen. Eine Sinnfrage stellt sich da nicht. Es ist Kunst. Warum ist Shakespeare Hochkultur und J.K. Rowling nicht? Warum ist ein Rembrandt wertvoller als das Bild, das Oma Erna in der Geriatrisch-psychologischen Therapie gemalt hat?

Soso, dann ist also ein Hirschgeweih bei einer Ibiza-Partytante Kunst? Oder LOVE auf den Knöcheln Tätowiert?

@Biff1967

Im weitesten Sinne schon. Kunst drückt immer einen Teil der Kultur aus, in der man lebt, und der man sich zugehörig fühlt. Man kann versuchen zwischen Hochkultur und Popkultur zu unterscheiden, die Grenzen sind fließend. Tätowierungen gibt es schon seit ca. 7000 Jahren. In einigen Naturvölkern hatten sie hohe Bedeutung. Da wäre es Hochkultur. Das Arschgeweih wäre wohl eher Popkultur, aber auch das drückt ja eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe aus. Die Frage ist letzlich die Ebene, auf der man betrachtet. Tätowierungen an sich sind in unserem Kulturkreis sicherlich keine Hochkultur. Pop- oder Subkulturzugehörigkeiten können sie aber ausdrücken. Punkrock ist ja auch Musik, so wie Klassik. Dennoch wird in unserem Kulturkreis Mozart eine andere Wertigkeit zugeschrieben, als den Sex Pistols. Ich versuche nur, mich gegen diese Medialen Vorurteile zu erwehren, dass jeder Tätowierte Knastbruder, Partymaus oder bildungsfern und arbeitslos wäre. Ich habe viele Kollegen, die z.T. großflächig und bunt tätowiert sind. Keiner davon hätte nicht mindestens einen akademischen Grad. Bloß weil ein paar Spießbürgerliche Medien, Lehrer oder Dozenten diesen Irrglauben über Tätowierte befördern und damit einen entsprechenden Diskurs schaffen, muss der ja nicht stimmen.

Ich hab letzens gelesen das die gepiercten und die tätowierten sich abheben wollten von der gesellschaft.sie wollten etwas besonderes sein und auffällig werden, nur sind dann immer mehr tätowierte dazugekommen das dies nix unnormales mehr ist.

meiner meinung reicht ein tattoo das nach vielen jahren wieder von selbst verschwindet oder was jez neu erfunden wurde ( tolle idee) ein tattoo , das nur im neonlicht/schwarzlicht leuchtet;)

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