Warum lässt man sich tätowieren?

5 Antworten

Es gefällt den Leuten einfach und ist eine Art Körperschmuck. Menschen haben unterschiedliche Geschmäcker, das muss ja nicht jedem gefallen.

Körperschmuck, eine bleibende Erinnerung an einen ganz besonderen Lebensabschnitt/ an ein einschneidendes Erlebnis. Ein Zeichen (für sich selbst). Ein offenes Zeichen für andere.

Das sind die Gründe die mir grade so einfallen

Tätowierungen mit Rauchen zu vergleichen, oder zu behaupten, dass man damit keinen Job bekäme finde ich irgendwie borniert... Mitlerweile machen einem nur noch uniformierte Jobs ein Problem diesbezüglich. Bei der Polizei z.B. muss man in der Lage sein, sein Tattoo mit der Uniform zu überdecken. Als Lehrer nur noch, wenn das Motiv die Kinder verstören könnte. Man kann auch mit Tätowierung eine hohe Fachkompetenz im Job haben. Für mich hat Tätowieren nichts mit "cool sein" zu tun. Die Bilder sind sorgfältig ausgewählt, weil sie dauerhaft sind. Ich für meinen Teil habe eine sehr enge Verbindung zur Musik, daher Hautbilder, die darauf eindeutig Bezug nehmen. Eine Sinnfrage stellt sich da nicht. Es ist Kunst. Warum ist Shakespeare Hochkultur und J.K. Rowling nicht? Warum ist ein Rembrandt wertvoller als das Bild, das Oma Erna in der Geriatrisch-psychologischen Therapie gemalt hat?

Soso, dann ist also ein Hirschgeweih bei einer Ibiza-Partytante Kunst? Oder LOVE auf den Knöcheln Tätowiert?

@Biff1967

Im weitesten Sinne schon. Kunst drückt immer einen Teil der Kultur aus, in der man lebt, und der man sich zugehörig fühlt. Man kann versuchen zwischen Hochkultur und Popkultur zu unterscheiden, die Grenzen sind fließend. Tätowierungen gibt es schon seit ca. 7000 Jahren. In einigen Naturvölkern hatten sie hohe Bedeutung. Da wäre es Hochkultur. Das Arschgeweih wäre wohl eher Popkultur, aber auch das drückt ja eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe aus. Die Frage ist letzlich die Ebene, auf der man betrachtet. Tätowierungen an sich sind in unserem Kulturkreis sicherlich keine Hochkultur. Pop- oder Subkulturzugehörigkeiten können sie aber ausdrücken. Punkrock ist ja auch Musik, so wie Klassik. Dennoch wird in unserem Kulturkreis Mozart eine andere Wertigkeit zugeschrieben, als den Sex Pistols. Ich versuche nur, mich gegen diese Medialen Vorurteile zu erwehren, dass jeder Tätowierte Knastbruder, Partymaus oder bildungsfern und arbeitslos wäre. Ich habe viele Kollegen, die z.T. großflächig und bunt tätowiert sind. Keiner davon hätte nicht mindestens einen akademischen Grad. Bloß weil ein paar Spießbürgerliche Medien, Lehrer oder Dozenten diesen Irrglauben über Tätowierte befördern und damit einen entsprechenden Diskurs schaffen, muss der ja nicht stimmen.

Wieso fällt Dir nur Knast ein.. mal nen alten Fahrensmann gesehen? ich wollt als Kind immer unbedingt Tattoos- eben weil unser Nachbar, Seemann von Hals bis Knöchel tattowiert war. Fand ich das toll.. Dann war ich alt genug und die Tattoo-Welle rollte an..seitdem hab ich keinen Bock mehr drauf. Also in diesem Falle eine bewusste Gegeneintscheidung.

Muss aber dazusagen: Wer´s mag. und ich guck auch gern mal hin, denn es gibt echt schöne Tattoos, gut gestochen und was besonderes vom Motiv.

PS: Und wenn, dann würde ich mir was stechen lassen,w as für mich eine Erinnerung oder einen Sinn hat. Und ich würde es von meinem Freund entwerfen lassen. Aber da sich jetzt auch noch meine Schwester hat tätowieren lassen und seitdem meint, Tattowierte allein retten die Welt.. ist das Thema für mich absolut gestorben.

@SiViHa72

SAUBER-ein hoch auf die Schwester.

Da, wo Menschen weniger Kleindung tragen, ist das völlig üblich.. Hier ist es gerade eine Mode. Das im Knast war eher ein Statement.

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