Warum kann man durch kaltes Leitungswasser nicht an Legionellen erkranken?

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Legionellen leben bei Temperaturen bis 50°C . Bei 55° - 60°C werden sie abgetötet. Aus diesem Grund soll das Wasser so hoch erhitzt werden, damit die Legionellen abgetötet werden. Bein Duschen kommt es zu Aerosolbildung. Das sind winzige Wassertröpfchen, die eingeatmet werden können. (Was beim Dusche meist zwangsläufig geschieht). Natürlich können auch in kaltem Wasser Legionellen sein, nur nicht so viele, dass sie gefährlich werden. Bei 35° - 45/50° vermehren sie sich gut. Wenn dann das Wasser noch bei dieser Temperatur in der Leitung steht, ist die Menge der Legionellen so groß, dass sie eine Lungenenzüngung eventuell verursachen kann.

die Kaltwaserleitung wird ständig durchströmt und hat kaum Toträume. Bei einem Warmwasserspeicher hat das Wasser eine lange Verweilzeit, die das Wachstum von Mikroorganismen fördert.

Das klingt logisch.

Also sollte man auf der sicheren Seite sein (so wie's ja auch weitgehend empfohlen wird) seinen Warmwasserspeicher auf 60° einzustellen, dann sollte das Risiko ja gen 0 gehen.

diese Krankheit kannst du nur durch Einatmen des Wasserdampfes bekommen und da kaltes Wasser keinen Dampf bildet geht das nicht

Aso, ok. Das klingt beruhigend (trinke gerne und viel Leitungswasser).

Hast du zufällig eine Quelle dafür? Wäre klasse. Aber danke schon mal vorab.

@Markie84

müsste eigentlich bei Google zu finden sein

Legionellen sind nur in der gefährlich wenn sie mit dem Wasserdampf in die Lunge gelangen. Dort können sie eine Infektion (Legionellose) auslösen. Im Magen und Verdauungstrakt können sie keinen Schaden anrichten.

Legionellenprüfung - Vorsorge oder Zubrot?

Guten Tag,

seit geraumer Zeit werden Kraft eines neuen Gesetzes in vermieteten Immobilien Wasser-Proben in Bad und Küche entnommen. Der Pharmakonzern prüft dieses Proben und stellt fest, ob Dein warmes Wasser dafür verantwortlich ist, dass Du demnächst von einer Lungenentzündung befallen wirst.

Für diese Prüfung werden allen Mietern anteilig Kosten in Rechnung gestellt.

Falls die Werte schlecht sind, darfst Du nicht mehr duschen bis diese Bakterien nahezu beseitigt worden sind.

Nun stellte ich aber bei der Probeentnahme fest, dass die Proben aus dem Wasserhahn am Waschbecken entnommen wurden. Die Dusche wurde nicht angerührt. Auf meine Frage an den abnehmenden Ingenieur, warum das so sein muss, erhielt ich die Antwort: In Übereinkunft mit dem Pharmakonzern ist der Probenabnehmer nur verpflichtet, diese am Waschbecken abzunehmen. Na fein, Waschbecken zeigt keinen Befall, aber vielleicht doch die Dusche?

Die Messprotokolle, wollten man mir nicht aushändigen. Wie soll ich aber nachweisen, das innerhalb von drei Jahren bis zum nächstem Test meine Lungenentzünding von den Legionellen aus der Dusche kommen?

Wer von Euch, die bereits diesen Besucher die Tür öffneten, hat sich die Messwerte aushändigen lassen und wer hat sie bekommen? Ich freue mich auf Eure Abstimmung!

Ich habe nämlich den leisen Verdach, dass auch dieses Gesetz nicht so sehr der Vorsorge gilt , eher ein lecker Zubrot ist! Für wen wohl?

Noch gut zu wissen ist: Wohnt man im Eigenheim, ist man gesetzlich nicht verpflichtet, diese Prozedur über sich ergehen zu lassen! Ein Grund mehr , endlich mit dem Bauen anzufangen, oder nicht?

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