Warum führen so viele alte Menschen Selbstgespräche?

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ich mache das schon seit meiner kindheit. im moment ist es mir noch peinlich, wenn mich jemand hört, aber ich glaube, das nimmt einfach später ab. so wie einem viele andere dinge immer weniger peinlich sind, so ist einem auch dies irgendwann egal.

das ist aber nur meine erklärung :-)

Hallo taigafee,

das muss Dir aber nicht peinlich sein ! Letztens stand ich im Supermarkt vor dem Regal und sagte ploetzlich laut zu mir selber : " Komisch, wo ist denn die Butter geblieben ........sehe sie nicht .

Kam eine nette Stimme von rechts : " Sie haben mal wieder umgeraeumt, schauen Sie mal hier ! "

Anschliessend gingen wir zusammen einen Kaffee trinken.

So kann man auch mal nette Bekanntschaften knuepfen, smile .....

@costacalida

das ist ja mal nett. seit mich vor einem jahr ein mann im wald überholte, während ich mich "lauthals mit meiner mutter unterhielt", bin ich vorsichtig geworden :-D.

@taigafee

@taigafee:-)))) . . . . während ich mich laut mit meiner Mutter unterhielt . . . ha haha, Rehlein schmeißt sich auf vor Lachen. Bei Rehlein lief Kopfkino ab, pruuuust.^^

Ältere Menschen legen halt sehr viel Wert auf eine niveauvolle Unterhaltung, und da das Niveau der jüngeren Generation oft zu wünschen übrig läst haben sie gar keine andere Wahl, als sich mit sich selbst zu unterhalten. :-)

Selbstgespräche sind nichts schlimmes, hat auch nichts mit einer Krankheit zu tun. Es ist eine wunderbare Art der Selbstreflexion. Man kann Gespräche und Diskussionen üben, Streitthemen nochmal für sich selbst durchgehen um sie beim nächsten Mal besser zu machen, seinen Gedanken freien Lauf lassen, mit seiner Stimme spielen, Atemtechniken üben, sein Gehirn trainieren. Solange man redet, denkt man noch. Und das ist ein gutes Zeichen. Kritisch wird es erst, wenn alte Menschen wortkarg werden und kaum noch "ja" und "nein" sagen können und einen nur noch verdutzt angucken. Meist ist das dann das Endstadium, wo das Gehirn völlig abgebaut hat.

Alte Menschen reden häufig mit sich, weil ihnen der Gesprächspartner fehlt, junge Menschen wenden sich von Alten oft ab, weil ihnen die Gespräche zu langweilig sind, deswegen muss man ja aber nicht als alter Mensch aufs Reden verzichten.

Abhilfe wäre vermutlich, sich häufiger/täglich zur Uroma zu setzen und sie sprachlich zu unterhalten. Mehrmals täglich wäre ideal, aber wer macht das schon...die meisten Menschen schieben die Großeltern und Urgroßeltern lieber ins Altersheim und besuchen die sie wenns hoch kommt, einmal im Jahr..

Das mache ich schon immer. Früher, war mir das peinlich. Und die meisten meiner Bekannten, haben sich darüber köstlich amüsiert, und sich darüber lustig gemacht.

Wo liegt da eigentlich das Problem? Das kann doch jeder machen wie er will, ohne das das einen anderen, etwas angeht. Man kann es ja auch mal umgekehrt sehen? Es ist eben auch eine Begabung, die nicht jeder hat. So kann man auf diese Art, seine rednerischen Talente schulen. Ich kann heute, vor hunderten von Menschen eine Rede halten. Und oft, so habe ich beobachtet, bekommen Leute, die sich am lautesten über Selbstgespräche lustig machen, dann, wenn sie vor mehreren Menschen reden sollen, keinen Ton raus.

Grüße, Rudi Gems

Immer gut sich mit jemandem zu unterhalten der der gleichen Meinung ist wie man selbst.

Die sind oft sehr einsam und haben nur sich. Es ist zwar befremdlich, aber auch sehr traurig. Meines Erachtens müssen sie nicht zwangsläufig krank sein.

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