Warum wird Eisen verzinkt?

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Zink schützt das Eisen vor dem Rosten. Und das auf zwei verschiedene Arten: Erstens bildet es eine Schicht um das Eisen herum. Dadurch können Wasser, Salz und Sauerstoff nicht direkt an das Eisen heran und es rostet nicht so leicht.

Um den zweiten Punkt zu verstehen, muss man wissen, was Rosten eigentlich bedeutet. Um es einfach auszudrücken kann man sagen, dass ein Metall rostet, wenn es Elektronen verliert. Edle Metalle (wie z.B. Gold) halten an ihren Elektronen sehr fest und rosten deswegen nicht. Unedlere Metalle wie Eisen verlieren leichter Elektronen.

Zink ist noch viel unedler als Eisen, müsste also eigentlich permanent Elektronen verlieren und rosten. Dass es das nicht tut, liegt daran, dass sich auf dem Metall sofort eine Oxidschicht bildet, die verhindert dass das Zink weiter rostet (so ähnlich wie bei Aluminium). Wenn jetzt aber z.B. ein Kratzer in die Zinkschicht kommt und das Eisen blank liegt, dann "opfert" sich das Zink und gibt dem Eisen ein paar Elektronen ab, damit es nicht rostet. Das geht so lange, bis das Zink keine Elektronen mehr hat, was aber eine ganze Weile dauern kann.

Chapeau! ;-) Fehlt nur die Geschichte mit dem Weissrost im Salzwasser und der sich folglich daraus ergebenen Schutzschicht bei Schiffen.

Wahrscheinlich stimmt Ihre Begründung ebenfalls, jedoch kann es nicht auch sein, dass wenn zwei unterschiedliche Metalle zusammen kommen, magnetische Pole entstehen? Folglich wird die Zinkschicht, da Zink unedler als Eisen und die Elektronen vom Eisen stärker angezogen werden, positiv geladen sein. Das hat dann wiederum die Folge, dass die Zinkschicht Reaktionen mit dem sauren Meerwasser entgehen kann, da es die positiven Wasserstoffionen ( oder auch Protonen) abstößt. Das würde sich dann auch bei dem Fall eines Kratzers bestätigen. Das saure Meerwasser kommt nun zwar in Berührung mit dem Eisen und nimmt ihm auch Elektronen ab, jedoch kommen diese Elektronen direkt vom unedlerem Zink. Das Zink opfert sich also wie gesagt praktisch an Stelle des Eisen, wobei das Eisen als eine Art Katalysator dient.

Wollte nur mal gesagt haben.

Zink hat Edelmetallcharakter

http://de.wikipedia.org/wiki/Verzinken
Zink ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Zn und der Ordnungszahl 30. Zink wird zu den Übergangsmetallen gezählt, nimmt aber darin eine Sonderstellung ein, da es wegen der abgeschlossenen d-Schale in seinen Eigenschaften eher den Erdalkalimetallen ähnelt. Nach der veralteten Zählung wird die Zinkgruppe als 2. Nebengruppe bezeichnet (analog zu den Erdalkalimetallen als 2. Hauptgruppe), nach der aktuellen IUPAC-Nomenklatur bildet Zink mit Cadmium und Quecksilber die Gruppe 12. Es ist ein bläulich-weißes sprödes Metall und wird unter anderem zum Verzinken von Eisen und Stahlteilen sowie für Regenrinnen verwendet. Zink ist für alle Lebewesen essentiell und ist Bestandteil wichtiger Enzyme. Der Name Zink kommt von Zinke, Zind „Zahn, Zacke“, da Zink zackenförmig erstarrt.

@newcomer

aber bei Wikipedia steht auch: Verzinkte Stahlteile sind durch die Zinkschicht sehr gut vor Korrosion (Rotrost) geschützt. Die Zinkschicht selbst ist aber den Korrosionsbelastungen ausgesetzt und besonders bei Seeklima kann es relativ schnell zur Zinkkorrosion (Weißrost) komme

das ist ja ganz was Neues. Zink = Edelmetall, meine Güte was wären da ne Menge Leute steinreich!

Zink hat keinen Edelmetallcharakter, es ist sogar ziemlich unedel. Es rostet nur deswegen nicht, weil es durch eine Oxidschicht geschützt wird.

@Serienchiller

ich habe es jetzt bei Wiki gefunden ! : An Luft und in Gegenwart von CO2 bildet sich auf der Oberfläche von Zink eine Schutzschicht von basischem Zinkcarbonat. Ist der Zutritt von CO2 eingeschränkt, beispielsweise durch Abdecken von frisch hergestelltem Zink mit Wasser, entsteht statt dessen sogenannter Weißrost mit deutlich verringertem Oberflächenschutz.

Vorher nur bei Verzinken geguckt, nicht bei Zink

Och nö!

zink rostet nicht!! deswegen!

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