Warmwasserzirkulationspumpe Neubau EFH

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Wenn die Leitungen mir dem richtigem Gefälle verlegt sind, sollte sich eigentlich eine Zirkulationspumpe erübrigen, denn dann zirkuliert das Warmwasser nach dem Schwerkraftprinzip, außerdem sollten die Zirkulationsleitungen so nah wie möglich, bis an die Entnahmestellen verlegt werden, um das anstehende Wasser so gering wie möglich zu halten.

Die neuen Zirkulationspumpen verbrauchen nur noch sehr wenig Strom und sollten ständig laufen, die Gefahr der Legionellenbildung ist damit ausgeschlossen. Warmwasser steht fast sofort an jeder Entnahmestelle zur Verfügung. Lies Dir diesen link mal durch und entscheide dann, was für Dich in frage kommt.http://www.energie-lexikon.info/warmwasser_zirkulationssystem.html

Aber nur, wenn auch die Zirkulationsleitung so nah wie möglich bis an die Entnahmestelle verlegt ist!

Eine Notwendigkeit bzw. Anforderung entsteht ggf. aus dem DVGW-Arbeitsblatt W 551

Es unterscheidet:

Kleinanlagen - Wassererwärmungsanlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern mit beliebigen Speicherinhalten, bzw. Anlagen mit Inhalten kleiner/gleich 400 l, wenn die Inhalte der einzelnen Rohrleitungen zwischen Warmwasseraustritt (am Speicher) und Entnahmestelle 3 l (Volumen) nicht überschreitet. Die zugehörige Zirkulationsleitung wird dabei nicht gewertet.

Für diese Anlagen gelten die Angaben des DVGW-Arbeitsblattes als Empfehlung.

Großanlagen - Hierzu zählen Wassererwärmungsanlagen mit Speicherinhalten über 400 l und Rohrleitungsinhalten größer 3 l Inhalt. Dort ist ein Zirkulationssystem erforderlich.

Die Einzelheiten der Anforderungen an Großanlagen kann im internet gefunden werden.

Nach Deiner Schilderung glaube ich erst einmal nicht, dass Du eine Großanlage baust.

Die Empfehlung Deines Fachbetriebes zu den „Technischen Maßnahmen zur Verminderung des Legionellenwachstums in Neuanlagen” sind nicht von der Hand zu weisen. Aber Deine Entscheidung.

Auch der praktische Umgang damit, ist Deine Entscheidung (z.B. wie oft man eine Legionellenprophylaxe durchführt – täglich – alle 3 Tage – wöchentlich – etc.). Da gibt es auch Empfehlungen.

Zusätzlich ist es ein Komfortgewinn. Bei der (oft gelesenen) Wasserersparnis scheiden sich die Geister.

Die Zeitvorhersage (1-1,5min.) ist konjunktiv – ich glaube auch, dass es weit weniger sein „könnte“.

Da Du „energie-sparen“ im Themen-Fokus hast, solltest Du eher die Notwendigkeit der WW-Versorgung Deines Gäste-WC´s überdenken. Das ist reiner Komfort. (Meine Meinung)

Meine Antwort richtet sich nach der für mich verständlich dargelegten Ausgangssituation. Eine Zirkulationsleitung ist ein einmaliger Kostenaufwand. Langfristig spart sie ohne Zweifel (gedämmt) Energie, auch bei nur 5m Länge.. Der Stromverbrauch der Pumpe ist gering und vernachlässigbar. In modernen Heizungsanlagen ist eine natürliche Umwälzung (Schwerkraft) des Heizwassers nicht zu erwarten. Eine z.B. max. 6-stündige Unterbrechung für die Küche läßt noch keine Legionellenbildung erwarten. Bei Rückfragen bitte meinen Namen googlen. Uwe Wiemer (bauberatung47)

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