Wann sollte man als Arzt am besten Kinder kriegen?

10 Antworten

Hi,

aus eigener Erfahrung:

wenn alles passt, der Partner vorhanden ist etc. ist während des Studiums quasi optimal.

Geld ist ein wenig knapp, aber es ist nie wieder so einfach die Ausbildung/ den Beruf für 1-2 Jahre zu unterbrechen!

Das gilt natürlich auch noch für das Praktische Jahr.

Direkt nach dem Studium ergibt keinen Sinn. Da muss man in die Klinik um nicht "hinten runter zu fallen". Dann lieber etwas früher während des Studiums.

Als Assistenzarzt ist es ein bisschen "hässlich". Allerdings kommen langsam die Bedürfnisse bei den Arbeitgebern an. Teilzeit etc. etc., Nachteil - man braucht länger für den Facharzt. Da muss man selber entscheiden obe einen nun der Facharzt glücklich macht bzw. unglücklich wenn man ihn 2 Jahre später hat.

Als Facharzt in Anstellung ist es auch nicht besser als als Assistent.

In der Niederlassung ist man sein eigener Chef - aber mal ein Jahr Pause machen - Praxis dicht - ist nur schwer möglich!

Am Ende muss man ein bisschen entscheiden. Uni karriere und 2 Kinder (die man auch sehen will) ist schwer. Wenn man etwas von der steilen Karriere abrückt ist der Arztberuf gut mit einer Familie kombinierbar.

Je nach Schwerpunkt kann man auch mit der Wahl der Facharztausbildung einiges für die Vereinbarkeit von beruf und Familie tun! Radiologie, Nuklearmedizin, Anästhesie, Dermatologie, Auge etc. sind i.d.R. gut Planbar, die Überstunden absehbar.

Gerade Chirurgie und Innere sind da gefährliche Zeitfresser!

Viel Spass im Studium.

Viel Spass mit der Familie.

Es ist großartig.

Hallo,

ich weiß nicht, wann das Kind bei deiner Planung zum richtigen Zeitpunkt kommen soll, aber ich weiß eines: plane nicht zu sehr, denn oftmals kommt es anders.

Ich würde mir überhaupt keinen Kopf machen mit Überlegungen und Planungen, sondern einfach meinem Herzen und meinen Gefühlen folgen. Wenn es passiert, passiert es, dann ist das der richtige Zeitpunkt, und wenn es eben niht klappt, ist später der richtige Zeitpunkt.

Ich denke, auch im Studium kommt man mit Kind weiter, auch wenn man mal kurz pausieren muss.

Hallo Gladoschell,

es gibt keinen perfekten Zeitpunkt und es ist immer mit Schwierigkeiten verbunden ;) Ich würde es eher an anderen Faktoren festmachen, als an der Karriere:

Habe ich den passenden Partner? Haben wir ein sicheres Zuhause? Sind wir finanzeill abgesichert? Gibt es die Möglichkeit zur Kinderbetreuung?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Babypause länger war, als ich eigentlich wollte (geplant wäre 1Jahr gewesen, es hat dann über 2 Jahre gedauert, bis ich zurück im Beruf war und dann nur in 75%) und dass der Wiedereinstieg schwierig ist (Betreuung, häufige Krankheitszeiten, begrenzte Stellenauswahl - nicht mehr so großer Radius möglich, nur noch Teilzeit möglich, Familienfreundliche Arbeitszeiten benötigt).

LG und alles Gute fürs Studium! Hourriyah

Ich kann dir sagen wie es meine Mutter gemacht hat die Arzt ist ;)

Sie hat mich mit 28 bekommen, mit abgeschlossenem Studium kurz nach diesem 1 Jahr praktische Berufserfahrung (keine Ahnung wie das fachmännisch heißt).

Da sie Alleinerziehend war konnte sie dann nicht richtig Vollgas im Beruf geben... Sie hat ganz normal gearbeitet mit relativ wenig Fortbildungen etc.

Ihren Facharzt hat sie abgeschlossen als ich 18 war... Jetzt wo ich aus dem Haus bin macht sie mehr mit ihrem Beruf.

Das hat vollkommen gereicht. Ist natürlich nichts für Leute die unnormal gut werden wollen aber sowohl finanziell als auch zeitlich hat alles gepasst. Mir wurde kein Wunsch ausgeschlagen und meine Mutter ist noch nicht uralt xD

Klinisch-praktisches Jahr? :-)

Danke für die Antwort!

Der "strategisch günstigste" Zeitpunkt dürfte das PJ sein. Zu diesem Zeitpunkt hast du noch Studentenstatus und unterliegst damit nicht den gesetzlichen Bestimmungen des Mutterschutzes.

Das kann natürlich auch Nachteile - weil gewissen Risiken - mit sich bringen, ist aber wohl unterm Strich der einzige Zeitpunkt, an dem dir die Schwangerschaft nicht die Weiterbildung erschwert.

Hier steht was zu den Bedingungen der jeweiligen Bundesländer:

https://www.thieme.de/viamedici/pj-infos-zum-pj-1553/a/schwangerschaft-und-mutterschutz-im-PJ-4348.htm

In jedem Fall musst du dich frühzeitig um eine Kinderbetreuung kümmern. Wenn du dein Kind nicht bereits mit wenigen Wochen in eine Krippe geben willst (wozu ich aus Gründen der Bindungsproblematik raten würde), bleibt dir entweder ein Partner, der die Kinderbetreuung übernimmt oder aber Großeltern/ Tagesmutter/ Au Pair.

Der Preis für eine frühe Fremdbetreuung (also im ersten Lebensjahr des Kindes) ist leider meist hoch, da die Kinder häufig nicht sicher gebunden sind, was lebenslange Probleme mit sich bringen kann.

Aus diesem Grund lohnt es sich sicher, darüber nachzudenken, wie du nicht nur die Schwangerschaft, sondern auch das erste Lebensjahr organisieren möchtest.

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