Wann ist man bei arthritis (rheuma) auf hilfsmittel angewiesen?

5 Antworten

Hallo!

Leider kann man das nie so allgemein sagen. Das hängt vom Krankheitsverlauf ab, wie gut du auf Medikamente ansprichst, wie agressiv dein Rheuma ist.

Ich war z.B. vor einigen Jahren oft im Krankenhaus und habe verschiedene Behandlungen bekommen. Meine chronische Polyarthritis ist ziemlich agressiv und meine Gelenke steifen sehr schnell ein.

Dann habe ich ein neues Medikament bekommen - ein Biological - und seither geht es mir viel besser! Ich habe viel weniger Schmerzen und kaum mehr Schübe.

Du brauchst unbedingt einen guten Rheumatologen, der das, für dich, beste Medikament findet. Wie gesagt, einige Medikamente können die Krankheit fast vollständig zum Stillstand bringen.

Und noch ein Lichtblick für dich, da du die juvenile Form hast (tritt bei Kindern und Jugendlichen auf), kann es sein, dass sie vollkommen verschwindet während der Pubertät. Also Kopf hoch, es gibt Rheumatiker, die ihre Krankheit schon seit 20 oder 30 Jahren haben und noch immer sind keine Gelenksschäden da.

Ich wünsche dir alles Gute und noch viele, schmerzfreie Tage!

Gruß Lirin

Kann mich hier nur anschließen. Ich hatte meinen ersten Schub mit 6, bin auch gleich in die Klinik eingewiesen worden, seit dem alle 6 Monate mindestens 4 Wochen zur Kontrolle. Aber es war einfach nur toll in der Klinik. Viele Freundschaften, tolle Erlebnisse! Heute ist es weniger, weil man in der Arbeitswelt einfach nicht mehr alle 6 Monate in ne Klinik kann.
Als ich 13 war hieß es, wenn der Verschleiß so weiter geht sitze ich in 3 Jahren im Rollstuhl. Heute bin ich 27 hab zwei Kinder und turne mit Ihnen auf dem Spielplatz rum, also Prognose mehr als falsch. Man kann das einfach nicht sagen.
Hilfsmittel wie zB Einlagen bekommst du recht schnell. (Ich kenn glaub ich keinen in der Klinik der keine bekam) und so bald du Probleme mit den Händen hast sind auch da schienen für die Nacht oder Manschetten recht schnell angelegt und die Ärzte versuchen damit zu helfen.
Stürzen bekam ich allerdings auch ohne op, einfach um die Knie etwas zu entlasten. Hab auch einen therapieroller mit 16 bekommen (hatte auch als Kind mal einen) um alles etwas leichter zu machen und die Handgelenke nicht so zu belasten.
Heute bin ich super auf mtx, cortison  und tilidin eingestellt und es geht mir gut.

Also ich hab schon 5 Jahre Psoriasis/Arthritis. Geh in eine Rheumaklinik und lass dich richtig durchschecken und auf gescheite Medikamente einstellen. Dann brauchst Du keine Hilfsmittel.

Die neuen Wunderwaffen sind Biological, aber die sind schweineteuer und verschreibt nicht jeder Arzt. Da wird die Krankheit zwar nicht geheilt, aber die Knochen werden nicht weiter angegriffen.

Also im rollstuhl sitzt man meistens die Tage nach einer OP oder (Im seltenen fall) wenn durch das Rheuma deine Gelenke komplett "zerstört" wurden. Krücken benötigt man meist in den Wochen nach einer Op oder wenn man einfach viel laufen muss und die Gelenke entlasten will. Es ist gut krücken zu verwenden, wenn man z.B. In der Hüfte, Knie und Fussgelenk rheuma hat, da die Gelenke sich gegenseitig noch schlechter machen wenn sie entzündet sind (durch schonhaltung usw.) Ansonsten kann man bei Rheuma in der Halswirbelsäule eine Halskrause verwenden um z.B. beim Sitzen oder Autofahren weniger schmerzen zu haben. Ich hoffe dir Antwort war informativ, bei weiteren Fragen schreib bitte ein Kommentar :) LG & Alles Gute für deine gelenke.

kommt auf die stärke an und dem verlauf. sowas kann man aber alles googeln

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