Wahnsinniges kribbeln im Brustkorb?

3 Antworten

Hallo Analbulgin,

wenn man nach einem Traum plötzlich aus dem Schlaf hochschreckt, kann man durch muskuläre Verspannung, die dann noch anhalten schon mal ein ungutes Gefühl im Brustkorb haben.

Ich glaube auch nicht, dass da mit deinem Herz etwas unregelmässiges geschehen ist. Unverantwortlich wäre es dennoch, wenn du es nicht prüfen lässt. Bitte geh am Montag zu deinem Hausarzt und lass ein einfaches EKG schreiben. Sind dort irgendwelche Auffälligkeiten, wird dein Arzt alles Notwendige veranlassen. Ist alles ohne Befund und OK, magst du recht haben: Ein psychische Problem kann das Herz zuweilen ganz ordentlich aus dem Takt & Rhythmus bringen. Ob das nun schon auf grund deiner sozialen Ängste so ist, kann ich von hier nicht beurteilen.
Als Psychologe mag ich nicht von vorne herein jede Angst und jedes körperliches Vorkommnis sofort auf die Psychoschiene schieben. Daher zunächst der Besuch beim Hausarzt. Sollte sich dort wirklich und hoffentlich nichts ergeben, wäre eine Psychotherapie in der Tat angezeigt, denn massive Kontaktschwierigkeiten machen das Leben auch nicht gerade lebenswerter und einfacher. Diese solltest du im Rahmen einer Verhaltenstherapie durchaus behandeln lassen, egal was mit dem Herz ist.

Schämen musst du dich für gar nichts. In Deutschland ist man durchaus inzwischen so weit, dass seelische Probleme weniger schlimm sind als kaputte Zähne. Also auf geht's - Keine Scheu!

Alles Gute
di Colonna

Mein Tipp,

Geh zum Arzt und lass deinen Blutdruck mal regelmäßig kontrollieren und schildere sachlich auch die zuvor beobachteten Kopfweh !

Es ist oft fatal ,dass viele Beschwerden und körperlich Unwohlzustände gleich auf die Psyche geschoben werden .

Das wirst du schwer wieder los ,wenn der PsychoStempel erst einmal in deinem Krankenblatt vermerkt ist bevor überhaupt  Vitalfunktionen und grundlegende körperliche Ursachen untersucht wurden .

Ich rate dir wirklich diesen Vorfall deinem Hausarzt zu schildern .

Ich selber habe mich über 10 Jahre als psychisch labil eingestuft weg Stimmungsumschwüngen und regelmäßig Kopfweh und Schlafstörungen,erst jetzt nach einem Kramkenhaus Aufenthalt weg mehrtägiger (5 Tage ) heftiger migräneartiger Kopfweh ließ ich mich ins Krankenhaus einweisen .Heraus kam der Verdacht dass ich seit Jahren Phasen mit sehr hohem Blutdruck habe .

Bin jetzt seit 4 Tagen bei einem neuen Hausarzt ,der NICHT alles auf Psyche schiebt ,sondern ganz sachlich die Symptome analysiert und habe nun die nächsten Wochen Termine bei Neurologe,Kardiologe und Allergologe .

Ich bin froh dass der Sache endlich auf den Grund gegangen wird .

Ich lege dir wirklich ans Herz ,einfach mal auf die Fakten schauen zu lassen ,damit dir nicht evtl passiert,was mir über Jahrzehnte passiert ist :Die Reduzierung grundlegender Vitalfunktion-Probleme auf die "Psyche " 

Liebe Grüße 

Psychologe ist nichts wofür man sich schämen muss. Die sind dafür da um dir zu helfen. In Deutschland ist es nicht üblich, dass man davon offen spricht, aber du wärst überrascht wie viele Leute tatsächlich zum Psychologen gehen.

Mach einen Termin aus, es kann nur helfen.

Stimmt. Mann muss sich nicht für ein psychologisches Problem schämen. Und genauso kann man auch ganz OFFEN in Deutschland darüber reden, wenn es angebracht ist.

@DiColonna

Natürlich kann man das. Aber es ist in Deutschland nicht so üblich, wie zB in Amerika, wo es fast schon zur Kultur gehört seinen eigenen Psychologen zu haben.

Ich habe nicht gemeint, dass man nicht darüber reden kann, sondern, dass es hier einfach nicht gemacht wird und es deswegen einen eher negativen Ruf hat. Vollkommen zu Unrecht. 


Wieso bekomme ich keine wirkliche Hilfe?

Also ich habe seid 5 Monaten immer wieder Panikattacken/Angstzustände.

Nach meiner ersten Panikattacke war ich im Krankenhaus, weil der Krankenwagen halt kam, meine erste war irgendwie echt heftig. Dort wurde dann auch erst gesagt, dass es sich um eine Panikattacke handelt. Dann haben die mir empfohlen in eine Psychatrie zu gehen und das abzuklären falls es nicht besser wird. Ein Monat später hatte ich noch eine also bin ich dahin. Die haben jetzt 4 Monate mit mir Tests gemacht, aber nicht therapiert. Jetzt habe ich eine Diagnose und will eine Therapie starten. Doch nach 2 Stunden telefonieren und etlichen Absagen für dieses Jahr, habe ich genau einen Psychiater/Psychologen gefunden der mir einen Termin für dieses Jahr geben konnte. War froh & bin hin. Der hat erster wieder Tests mit mir gemacht (Obwohl er wusste, dass ich die schon gemacht habe). Naja egal war zwar unnötig, aber war ja nur eine Stunde. Dachte nächste Woche würde es richtig los gehen, aber nein, er meinte ich käme auf die Warteliste. Ich verstehe das nicht ich meine damals als ich mich an die Psychatrie gewand habe ging es mir noch ganz gut, ich hatte nur einmal im Monat eine Panikattacke. Mittlerweile habe ich seid 1 Monat täglich Angstzustände und alle 2 Wochen richtige Panikattacken.

Zudem musste ich echt lange auf die Diagnose warten, weil die gefühlt 300 Tests gemacht haben und im Endeffekt sagen die mir nur, dass ich Panikattacken habe und somit eine Panikstörung. Also somit das offensichtlichste.

Wieso muss ich solange auf Hilfe warten?

Ich will den therapeuten keine Vorwürfe machen, wird schon Grümde haben, aber würde man mir früher helfen, würde nicht alles immer schlimmer werden und somit auch leichter zu therapieren. Ich wäre einfach nicht an dem Punkt wo ich jetzt bin. Warum dauert das alles so lange?

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