Verweigerung der Verbeamtung aufgrund von angeb. körperl. Behinderung

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Die Verbeamtung kann auch wegen Übergewicht und Bluthochdruck verweigert werden.

Eine angeborene Behinderung allein ist kein Verweigerungsgrund, denn eine Behinderung ist noch keine Krankheit. Letztlich geht es darum, ob der Dienstherr damit rechnen muss, dass erhöhte Krankheitskosten auf ihn zukommen. Der Gehfehler dürfte jedoch nicht zu besonderen Krankheitskosten führen und solange er sonst fit ist, dürfte es da auch kein Problem geben.

Das Gleichstellungsgesetz´hat nichts mit der Beurteilung durch den Amtsarzt zu tun, denn das sind zwei völlig verschiedene Dinge. bei Nichteignung gibt es keinen Beamtenstatus,was vollkommen richtig ist.

Das ist sogar erlaubt, jeder muss durch eine Eignungsprüfung vor der Verbeamtung . Mein Cousin wurde abgelehnt wegen der grundsätzlichem gewichtsbeschränkung auf 100kg. Er ist über 2m groß und wiegt mehr als 100kg (normalgewicht bei ihm) aber er wurde abgelehnt aufgrunddessen, dass er über 100kg wiegt

Wie unfair das ist. Danke für deine Antwort.

Das glaub ich ja nun mal gar nicht! Wo steht das denn bitteschön? Verallgemeinern kann man so etwas doch nicht. Hier haben mit Sicherheit andere Faktoren eine Rolle gespielt. Es wird wohl eher so sein, dass dein Cousin dir diese verschwiegen hat und jetzt mit dem 100 kg-Märchen kommt.

@Fragantant

Beamte müssen dienstfähig sein (körperlich, geistig, sowie charakterlich), dürfen nicht vorbestraft sein, müssen in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen leben und allgemein geeignet sein (guter Leumund, charakterliche und persönliche Eignung). Bei besonderen Aufgaben (z. B. im Sicherheitsbereich) darf nur ein Deutscher berufen werden. Besteht ein dringendes dienstliches Bedürfnis oder soll eine Person z. B. zu einem Professor, Juniorprofessor, Assistenten oder Akademischen Rat an einer Hochschule oder einer sonstigen Forschungsanstalt ernannt werden, kann von dem Erfordernis der Staatsangehörigkeit abgesehen werden (vgl. den mittlerweile allerdings außer Kraft gesetzten.

Und das mit dem Gewicht ist schon so, je nach Laune und Gemüt des prüfenden Arztes....

Das kommt zu sehr auf den konkreten Einzelfall und die angestrebte Laufbahn an, um hier Auskunft zu geben.

Das stimmt nicht wirklich: Eine Freundin von mir ist vor 3 Monaten zur Richterin berufen worden und musste natürlich auch zum Amtsarzt; eine Freundin von ihr ist durch diese Untersuchung gefallen weil Sie eine Sehschwäche hat. Als Soldat ist es auch so krass, ebenso bei der Polizei oder Zoll. Die Laufbahn hat überhaupt nichts damit zu tun.

@KroemerInfo

Nichts anderes als du geschrieben hast, steht oben. Vielleicht hast du eine andere Vorstellung von "Laufbahn". Damit ist natürlich nicht die Unterscheidung in einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst gemeint sondern der Verwendungszweck innerhalb dieser Dienstgruppen.

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