Verschlucken..

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Ich bin Erste-Hilfe Ausbilder bei einer großen deutschen Hilfsorganisation. Die aktuellen Leitlinien besagen, dass man (beim Erwachsenen) zunächst den Oberkörper nach vorne überbeugen lässt (-> Schwerkraft) und den Betroffenen auffordert, kräftig zu husten. Zusätzlich schlägt man mit der flachen Hand kräftig zwischen die Schulterblätter, um den Gegenstand zu lösen. Der Heimlich-Handgriff soll erst angewandt werden, wenn oben bezeichnetes Manöver nach mehrfacher Anwendung keinen Erfolg zeigt und der Betroffene zu ersticken droht. Ich persönlich mag den Heimlich aufgrund der hohen Verletzungsgefahr jedoch überhaupt nicht. In jedem Fall sollte auch frühzeitig an den Notruf (112) gedacht werden. Hoffe geholfen zu haben - schöne Grüße!

Dann geraten die Fremdkörper in die Luftröhre. Abhilfe schafft man dadurch, indem man der Person von hinten den Brustkorb umklammert und diesen ruckartig kräftig zusammendrückt. Dadurch wird die Luft in der Lunge herausgepresst und damit auch der Fremdkörper.

wenn dinge, die nicht in die luftröhre sollen nun doch dahinein gelangen, ´kann man entweder, wenns nicht so schlimm ist zwischen die schulterblätter klopfen, wenn es schlimmer ist den griff unter den rippen von hinten anwenden, oder schnell einen krankenwagen holen, die machen dann nen luftröhrenschnitt oder ähnliches

Wenn man sich verschluckt gelangen Dinge wie Speichel, Essen, etc. statt in die Speise- in die Luftröhre. Das behindert natürlich die Atmung.

Es ist sehr bedauerlich, dass ein Kind verstorben ist, und ich war nicht dabei. Aber, sollte es sich tatsächlich nur um den verschluckten Kaugummi gehandelt haben, dann könnte das Mädchen heute noch leben!

Und jeder von uns hätte es retten können! Wie denn? Einfach durch die Anwendung der Herzdruckmassage (Beatmung darf man inzwischen weglassen!). Die Herzdruckmassage baut bei einem reaktionslosen (bewusstlosen) Erstickungsopfer einen derart hohen Druck im Brustkorb auf, das Fremdkörper sich besser lösen, als mit dem Heimlich-Handgriff. Außerdem wird der "Rest-Sauerstoff" im Körper verteilt und die Überlebenszeit des Gehirns verlängert, zumindest, bis der Rettungsdienst eintrifft. Die Herzdruckmassage ist OHNE Unterbrechung durchzuführen (2 mal pro Sekunde käftig in der Mitte zwischen den Brustwarzen drücken), bis der Betroffene sich wehrt (Abwehrreaktion, Husten) oder der Rettungsdienst eintrifft.

Und nicht vergessen: NOTRUF 112 vom Handy weltweit ohne Vorwahl und in Europa von jedem Telefon!

www.gohelp.org/de/99,0,001,0001.htm

Eine Herzdruckmassage aber nur durchführen wenn das Herz nicht mehr schlägt.

@Wolpertinger

Lieber einmal zu viel/zu früh drücken! Falls die Wiederbelebung nicht wirklich nötig ist, wird der Betroffene sich bemerkbar machen! Es wird zur Zeit noch viel zu spät und dann ohnehin zu zaghaft wiederbelebt! Das muss besser werden! Die Ängste vor der Wiederbelebung sind unbegründet (Rippenbrüche, intakten Kreislauf "wegdrücken")!

Siehe auch: http://www.gohelp.org/de

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