Verlustängste - wieso entwickeln Menschen sowas?

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Verlustängste beziehen sich immer auf Personen, zu denen der/die Betreffende in einer besonderen Beziehung steht, die für ihn einen Wert darstellt. Das Werthafte ist das Besondere hierbei, wobei der Wert z.B. in der Anerkennung, die man durch diesen Menschen erfährt, bestehen kann. Es kann auch Liebe und Zuwendung sein, die als beglückend und damit wertvoll erlebt wird. Auch der Kumpel, der für einen einsteht, der einen 'heraushaut', wenn die Situation bedrohlich wird, ist so ein "menschlicher Wert" , bei dem sich - wenn er z.B. den Arbeitsplatz und damit die Stadt wechselt - Verlustängste einstellen können. Am stärksten sind diese Ängste in Bezug auf den Lebenspartner ausgeprägt aber auch bei Kindern gegenüber den Eltern. Hier werden die Verlustängste immer dann besonders stark, wenn ein Kind zu beiden Eltern ein gutes Verhältnis hatte. Dann verliert es ja ein Elternteil, und die Verlustängste treten auch dann auf, wenn die Eltern immer wieder versprechen, dass das Kind ja den anderen Elternteil in Zukunft besuchen könnte. Verlustängste sind völlig normal und auch sehr berechtigt, da sie ja zu einer Verschlechterung der Lebensqualität führen. Manche Menschen reagieren auf Verlustängste mit depressiven Schüben, andere mit Wut und Vorwurfshaltung, wieder andere sinken in Verbitterung und Selbstzweifel ("wahrscheinlich war ich ihrer Liebe/Zuneigung nicht wert"). Gelegentlich wird auch eine unnatürliche Heiterkeit an den Tag gelegt, so als ob einem die Sache völlig egal sei. Bei Eheleuten können auch düstere Prophezeiungen auftreten: "Du wirst noch mal weinend vor mir stehen und betteln, das ich Dich wieder aufnehme!" In solchen Aussagen werden schon Rachegefühle auf den drohenden Verlust geäußert. Überhaupt treten bei Verlustängsten sehr häufig gleich die Vergeltungsneigungen auf, die die drohende Kränkung durch das Verlassenwerden kompensieren sollen. Bilanz:Verlustängste sind real, normal und berechtigt. Sie äußern sich ganz unterschiedlich in einer ganzen Palette von Gefühlen und Haltungen, die im vorherein kaum einzuschätzen sind.

Kenne ich gut, kann dir an dieser Stelle mal ein tolles Buch empfehlen: Wege aus der Angstfalle, findest du bei Weltbild für 4.- Euronen, also nicht viel, aber Effektiv. Da steht drin, dass alle Menschen Ängste haben, die einen können damit halt besser umgehen, andere nicht, wenn diese Angst dann aber dein Leben beherrscht, dann kann es zur Phobie werden. So was kann unterschiedliche Ursachen haben, oftmals geht aber ein Trauma voraus und dass führt dann zu den Verlustängsten, meist ist das kombiniert mit einer Borderline Störung oder ähnlichem und diese Menschen leben in einem ständigen Gefühlscaos, jemanden lieben wollen, aber auch nicht,eine Extremsituaiton für diese Person und vor allem gehen leider dadurch die Beziehungen meist in die Brüche, was die Situationen meist immer schlimmer macht, dann klammern diese Menschen gerne, was auch zu vielen Konflikten führt. Alles in allem ein sehr komplexes Thema, von daher lies das Buch, das beantwortet dir alle Fragen. Aber für alle Beteiligten ist dies eine ständige Streßsituation, leider und alleine kommt der Betroffene meist da nicht raus, da hilft oft nur der Psychiater.Viel Glück! P.S. Ich habe das Buch gelesen, daher weiß ich das alles.

Jeder Mensch hat naturgemäß eine Bezugsperson, die - oft aus irationellen Gründen - eine Quintessenz der Eigenschaften darstellt, die dieser Mensch sucht, anhimmelt, irgendetwas hineinprojiziert, was diese Person vielleicht gar nicht hat. Unser Hirn spielt oft uns einen solchen Streich, oder hat es schon jemand das Verliebtsein irgendwie erklären, deffinieren können? Ist diese Person aber gar nicht so stark daran dieses Verhalten zu erwidern, wächst in dem "Begehrenden" eine Angst, oft panische und psychotische Dimensionen annehmend, den Mittelpunkt seiner Wünsche, Liebe, Begehren und unbedingt-haben-müssen Gehabe zu verlieren. Aus einem tiefversteckten Schmachten kann bis zum Lebensgefährlichen ausarten, dann spricht man von Stalking. Die Psyche, die Liebe, das Begehren spielen oft Streiche mit dem Menschen. LG, Nx.

es geht wohl darum das sich ein mensch von natur aus geborgen fühlen will...und das was er als die größte geborgenheit empfindet nicht verlieren will... schädlich ist es dann wenn einer den anderen unter druck setzt und forderungen stellt...auf dauer wird einer der beiteilgten dann konsequenzen ziehen...auf welche art auch immer

Verlustangst ist wie, hoffentlich krieg ich noch einen ab. was du hast willste nicht verlieren weil du dann nicht weist ob da noch jemand ist den du bekommen kannst. Verlustangst kann zu Probleme wie ständige Angst jemanden zu verlieren indem du panikartig vermeide willst Fehler zum machen, aber das Gegenteil tritt dann ein. Gefährlich wird es wenn er oder sie das mitbekommt das kann dann hin bis hin zur Versklavung führen, so auch Unterwürfigkeit und Abhängigkeit. Da bist dann völlig ausgeliefert. Vielleicht findest du meinen folgenen Rat nicht gut, aber Merk ihn dir dennoch: Lieber ein Ende ohne Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Schleich dich davon, ist besser so, sonst gehst vor die Hunde, wie man so sagt.

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