Urinprobe verweigern, wann sollte man das tun?

11 Antworten

  1. Man sollte das Urin-Screening verweigern, weil man ein Recht darauf hat.

  2. Man sollte den Test ablehnen, um sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen, denn

  3. weisen diese sog. "Schnell-Tests" eine Fehlerquote von über 30 % auf und

  4. darf eine Blutprobe nur dann angeordnet werden, wenn ein Richter dieser Maßnahme zustimmt.

  5. Drogenkonsum ist nicht verboten, es sei denn man nimmt als Fahrer eines Fahrzeugs (Auto, Roller, Fahrrad) unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teil.

  6. Verletzt es die Intimsphäre, wenn Cops einem/einer (angeblich) Verdächtigen beim Wasserlassen auf die Geschlechtsteile glotzen.

  7. Werden Verdachtsmomente auf Drogenkonsum viel zu schnell und sehr oft unbegründet von dafür nicht genügend qualifizierten Beamten konstruiert.

Der Urintest verrät dein Konsumverhalten und der Bluttest nur deinen momentanen Zustand. Noch übler sidn Haartests, da ist das Zeutg jahrelang nachweisbar. Um dir den Führerschein dauerhaft abzunehmen reicht einmaliger Marihuanagenuß nicht mehr - deshalb sind die so scharf auf dein Pipi ;-) . Der Bluttest zeigt nur den Wert des aktuellen Tages, hast du beispielsweise drei tage vorher was konsumiert, so ist es im Blutbild i.d.R. nicht mehr sichtbar.

ah verstehe!!! also generell urintest nein?

@Himmelsmensch

Ja. Ich bin selbst kein Konsument, würde aber auch jederzeit den Test verweigern. Das ist quasi ziviler Ungehorsam. Mir geht es da ums Prinzip.

@wueselduesel

ja das finde ich sehr gut von dir =)

@wueselduesel

Wuseldusel, genau meine Meinung. Bloß nicht von den Grünen wegen Grünem einschüchtern lassen.

@Sweetninafragt

Aber die grünen wollten doch gras legalisieren, oder? politische Unwissenheit meinerseits

Der Urintest ist in der Tat so wie das Pusten: Wenn sich daraus ein Anfangsverdacht ergibt, dann wird eine Blutprobe genommen. Es ist allerdings die Frage, ob grundsätzlich bei allen, die Pippi machen sollen, schon ein begründeter Anfangsverdacht auf Drogenkonsum besteht. Dieser wäre nämlich erforderlich, damit eine Blutprobe angeordnet werden kann. Wenn jemand also VÖLLIG normal ist und keine Anzeichen für Drogenkonsum zeigt, kann eine Blutprobe ggf. unzulässig sein.

Hm, als Beispiel: Zwei Beamte stehen da. "Du, Dieter, guck mal die Augen von dem...", "Ganz klar, eindeutig Drogenkonsument." Betroffener: "Hä, was, wie? ich hab doch gar nix gemacht."

Fazit: Zwei Beamte kontra ein Bürger. Preisfrage: Was passiert?

@wueselduesel

Na, dann gibts ne schööööne Blutprobe =)

Hab ich jetzt was gewonnen? xD

Mal im Ernst: Theorie und Praxis klaffen hier selbstverständlich auseinander, aber es ist ja eh die einzige Chance für Drogensünder, aus der Nummer noch rauszukommen.

@skyfly71

Das meinte ich nicht. Ich habe auf die Hervorhebung von dem Wörtchen "begründete" angespielt. Begründete Verdachtsmomente sind ganz fix konstruiert. Bis vor kurzem durften Beamte ja auch bei sog. "Gefahr im Verzug" ohne richterlichen Beschluß Wohnungen durchsuchen. Das hat man ja auch erst viel zu spät wieder abgeschafft bzw. modifiziert, nachdem sich herausgestellt hat, dass das einfach immer (nicht immer, aber immer öfter oder wie geht der Werbespruch?) behauptet wurde und so rechtstaatliche Prinzipien unterlaufen wurden.

@wueselduesel

Genau das "begründete" meinte ich ja auch. Es wird sich vielfach konstruieren lassen, ohne Frage. Da die richterliche Anordnung einer Blutprobe aber rechtmittelfähig ist, gibt es zumindest noch die kleine Chance, auf diesem Wege die Anordnung für unzulässig erklären zu lassen. Passiert ganz sicher nicht wirklich oft - aber es passiert.

@skyfly71

Klar werden sich die Beamten nicht gegenseitig in den Rücken fallen, und den Kollegen in seiner Aussage bestätigen. Sollte es nun aber zur Blutkontrolle gehen, macht sich der diensthabende Arzt erst mal selbst ein Bild über den Zustand des Verdächtigen. Der Arzt ist im Gegensatz zu den Beamten in der Regel neutral und nicht Ge.il drauf, jemanden bei etwas zu erwischen. Ist der Arzt auf Grund seiner vortests (die selben wie beim Alk: auf einer Linie entlang Laufen, Zeittest, etc.) der Meinung, der verdacht wäre unbegründet, wird er die Polizisten natürlich aufklären. Logischerweise kostet die Blutprobe nicht wenig Geld. Der Betrag wird nur bei Positivem Testergebnis auf den Beschuldigten abgewälzt. Andernfalls bleibt der Staat auf den kosten sitzen.

Der Sinn und Zweck, einen Urintest zu verweigern, ist der Polizei weniger Angriffsfläche für Beweise zu liefern.

Es mag nämlich gut sein, dass Dinge im Urin länger zu finden sind als im Blut - warum auch immer.

Dann hat die Polizei mit einem Urintest einen Beweis für Drogenkonsum, den sie mit einem Bluttest nicht hätte.

in meinem fall war ich aufm weg ans mittelmeer mit nem lkw. hatte am abend vorher einen joint geraucht. auf der a3 in eine kontrolle geraten und weil ich vorbelastet bin sollte ich urinieren. test positiv auf cannabis. dann zum arzt der bei mir keine anzeichen auf drogenrausch feststellen konnte(ich war ja auch nicht dicht). bluttest wurde aber trotzdem gemacht. lappen musste ich wegen dem positiven urin test da lassen... und jetzt die antwort zu deiner frage hätte ich den urintest verweigert wäre ich einfach weiter gefahren weil der bluttest erst ausgewertet werden muss. musste dann trotz eines fast negativen bluttest dann den lappen 1 monat abgeben, 1000 euro strafe, drogen screening und und und... nur wegen dem urintest

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