Untersucht ein Arzt sich selbst wernn er etwas hat?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn es mit den ihm zu Verfügung stehenden Mitteln geht, klar.

Aber viele Dinge kann man eben nicht -oder nicht so gut- selbst untersuchen. Ob Augenhintergrund spiegeln, sich selbst röntgen oder auch nur die Lunge abklopfen... geht alles nicht so recht alleine. Dann bittet man halt einen Kollegen bzw. ist (fast) ganz normaler Patient in der Fachpraxis.

Nicht in allen Fällen. Natürlich kann er sich Blut abnehmen. Bei einer Darmspiegelung sieht das schon anders aus.

Jeder Arzt darf sich selber überweisen, ins Labor, zum Röntgen, zum anderen Facharzt. Er darf sich auch selber behandeln, verboten ist es nicht. Bei schwierigen Erkrankungen sollte er aber aus Sicherheitsgründen andere Kollegen aufsuchen.

Als Arzt muss man sich nicht unbedingt überweisen, man geht schlicht zu den Kollegen, die man aufsuchen / befragen möchte.

Ebenso wie man sich die benötigten Medikamente direkt aus der Apotheke (ggf. unter Vorlage des Arztausweises) besorgt. Lediglich für BtM braucht man ein (BtM)Rezept.

Zitat:

In der Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung vom 27.06.2006 wird der Paragraph 4 der AMVV geändert. Jetzt lautet Absatz 2: „Für den Eigenbedarf einer verschreibenden Person bedarf die Verschreibung nicht der schriftlichen oder elektronischen Form.“ Das heißt, dass es ausreicht, den Arztausweis in der Apotheke vorzulegen, um verschreibungspflichtige Medikamente zu erhalten.

/ Zitat

Quelle:

http://www.thieme.de/viamedici/aktuelles/politik/arztausweis2.html

@beamer05

Labor, Röntgen gehen in der Praxis nur mit einer Selbstüberweisung, mit Datum, Name, Geburtsdatum, Anschrift, Diagnose und Untersuchungswunscht, das gehört zum kollegialen Verhalten. Ein Arztausweis reicht nicht mehr, der Apotheker will seit paar Jahren ein Rezept haben! Außerdem braucht auch der Arzt einen Beleg, dass er Medikamente für die Selbstbehandlung eingekauft hat, für die Versicherung!

@Nunuhueper

Der Link von thieme .de war mir neu. Trotzdem: die Versicherung will keinen Apotheken-Kassen-Zettel, sondern ein Rezept für die Erstattung, damit alles korrekt läuft.

@Nunuhueper

Zwar brauchte ich nur recht selten mal ein Medikament, aber das mit der Kostenerstattung durch die Versicherung funktioniert seit Jahren mit dem Ausdruck der Apotheke völlig problemlos und "korrekt"

In einigen Fällen ist es schwierig. Etwas das was ein Proktologe macht. Und es gibt ja viele Fachrichtungen. Ein Arzt kann nicht oder schwer mehrere Fachgebiete haben.

Ärzte gehen zu einem Kollegen

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