Unterschied zwischen einer AG und einer VVaG bei einer PKV

5 Antworten

Hallo Marcel,

bezüglich deinen Hinweisen ist keine Antwort möglich.

An 1. Stelle stehen für einen Abschluss immer noch die Leistungsbeschreibung der gewählten Tarife.

Um welches Versicherungsunternehmen es sich handelt ist zweitrangig.

Was würde es dir z.B. nutzen, wenn die Bewertung der einzelnen Tarife bei einer AG 1,5 wäre und bei der VVAG nur 4.

Würdest Du dann die schlechteren Tarife wählen oder die besseren, also die AG. ?

Und der Teufel steckt im Detail, meist kann ein Laie die kleinen Unterschiede in den Vertragsbedingungen überhaupt nicht erkennen.

Also wäre es schon sinnvoll, wenn Du uns die einzelnen Tarife wie auch die Versicherer nennen würdest.

Gruß A.

Wenn man nur nach der Leistungsbeschreibung schaut, braucht man sich aber auch nicht über eine exorbitante Beitragssteigerung zu wundern...

@Nickes

Und wenn man nur nach dem Beitrag schaut, stellt man spätestens bei einer schweren Krankheit fest, dass man mit der ehemaligen GKV besser gefahren wäre.

@Apolon

Aber wenn man nur nach der Leistungsbeschreibung schaut und der Beitrag explodiert, MUSS man in einen Tarif mit stark begrenzter Leistung und hohem Selbstbehalt wechseln und stellt auf jeden Fall fest, dass man nicht nur auf die Leistungsbeschreibung hätte schauen dürfen und in der GKV besser gefahren wäre. :-)

Nein, ernsthaft. Meiner Meinung nach muss man viele Faktoren berücksichtigen und nicht nur einen. Und ein Problem ist, dass die Alterungsrückstellung für den Laien eigentlich nicht erstichtlich ist, dies aber ein elemenarer Bestandteil ist.

@Nickes

Sicher - es spielen mehrere Faktioren eine Rolle. Auch sollte man darauf achten, dass man keine 0815 Versicherung auswählt, oder eine die gerade mal ein paar Jahre auf dem Markt ist.

Aber das wichtigste in unserem Leben, ist doch unsere Gesundheit und es sollte doch bei jedem Krankenhausaufenthalt oder auch bei einem Arztbesuch eine erforderliche Behandlung bezahlt werden.

Allerdings wenn man mal die Beitragserhöhungen der GKV und der PKV vergleicht, muss man durchgängig feststellen, dass die GKV hier der Spitzenreiter ist.

@Apolon

So schauts aus! :-)

Ich bin bei der Continentale aG, bin damit zufrieden. Bei der Gesellschaftsform macht das meiner Meinung nach nicht so großartige Unterschiede, mehr solltest darauf achten, wie schnell sie zahlen, ob man großartig noch Formulare ausfüllen muss, etc. Das ist für den Alltag relevanter.


Ist meine Meinung.  Als Beamter mit Beihilfe sind die Beiträge eh nicht so hoch. Sparen kann man bei einer PKV auch, wenn man unsinnige Optionen rauswirft. Ich liege jetzt (Anfang 30, mit 50% Beihilfe) bei 180 EUR/monatlich mit A12-Besoldung. 

Einen Beamten bei der Conti findet man aber sehr selten !

@Apolon

Ja, aber ich bin ganz zufrieden. Meine Mutter war ebenfalls Beamtin und bei der Conti, von daher kenne ich den Berater auch.

Außer, dass es eine unterschiedliche Gesellschaftsform ist, macht es in der Praxis für dich als Kunde eher weniger Unterschiede. Es ist nicht korrekt, dass VVaG generell mehr Altersrückstellungen bilden oder generell eine bessere Beitragsentwicklung hätten. Das kann zwar sein, aber genauso kann eine AG da besser sein. Und auch jeder einzelne Tarif bei einer Gesellschaft wird da anders gehandhabt. Dafür haben manche VVaG z.B. auch deutlich höhere Verwaltungskosten als die meisten AG, aber auch das liegt nicht an der Gesellschaftsform an sich.

Generelle Aussagen, dass zwischen Gesellschaftsform und Qualität der Versicherung ein Zusammenhang besteht, halte ich also für nicht tragbar. Es kann Vorteile bringen, muss es aber nicht.

Generell wird die Krankenversicherung deutlich stärker reguliert als andere Versicherungsbereiche, so dass die Spielräume der Gesellschaften sowieso nicht allzu groß sind.

Ich würde meine Entscheidung eher von konkreten Kennzahlen, wichtigen Leistungen und deinem Bauchgefühl abhängig machen als von der Gesellschaftsform.

Na, dann schau Dir mal die Verwaltungskonstenquoten im Vergleich an. Da liegen Debeka, HUK und SDK als a.G vorne mit unter 1,5% während die AGs wie Allianz oder DKV deutlich über 2% liegen.

@Nickes

Schön, wie du Einzelbesipiele herauspickst, um angeblich eine Allgemeingültigkeit zu konstruieren. Das kann man nämlich auch ganz genau andersherum darstellen, nur eben mit anderen Gesellschaften ;)

Nochmal: die Gesellschaftsform lässt nicht im Ansatz auch nur den geringsten Schluss darauf zu, was eine gute Krankenversicherung für einen Kunden ist und was nicht!

@nersd

OK, dann überzeug mich vom Gegenteil.  Welche AG hat eine Verwaltungskostenquote von unter 1,5? 

Debeka, HUK, Allianz und DKV habe ich übrigens absichtlich als Marktführer gewählt. OK, ich hätte die AXA als AG mit 3,8% erwähnen sollen und die SDK hat mir gut in den Kram gepasst.

Die Zahlen sind übrigens von 2011. Habe leider auf die Schnelle keine aktuelleren gefunden. Also... Deine Chance! Eine AG unter 1,5%, bitte.

@Nickes

Ein anderes Beispiel: Deutscher Ring KV a.G. Verwaltungskostenquote 2,7. Dennoch würde ich alleine deswegen den DR weder verteufeln, noch in den Himmel heben. Z.B. hat der DR eine höhere RfB-Quote als die Debeka. Die Huk möchte ich in dem Zusammenhang lieber gar nicht erst erwähnen ;) Auch die SdK ist da alles andere als rühmlich. Die Allianz dagegen (eine pöse AG) hat wieder eine ordentliche RfB-Quote.

Auf der anderen Seite.....die Allianz als Marktführer im PKV-Bereich aufzuführen grenzt schon an völliges Unwissen....oder Verzweiflung ;) Ebenso die HUK........also von Marktführerschaft mögen die träumen, sind aber (zurecht!) sehr sehr weit weg davon! Debeka mag von ungefilterten Zahlen her erst mal weit vorne sein, aber nur durch Beamte. Die haben mit der normalen PKV ungefähr soviel zu tun, wie ich mit Marlon Brando ;) Und genauso hat die Debeka mit "normaler" PKV so ziemlich gar nix zu tun. Genauso DKV, Marktführerschaft durch Billigsttarife, die nahezu keine Altersrückstellungen gebildet haben (von erwähnenswerten Leistungen kann dabei noch nichtmal die Rede sein). Sehr guter Maßstab :P

Was also sagt EINE Zahl aus? Gar nichts!!! Und das was du suggerieren wolltest, zeugt von völligen Unwissen (oder noch schlimmer, gefährlichem Halbwissen) im Bereich der PKV!

@nersd

Zuerst mal um was zum Thema Wissen richtig zu stellen.

Die Allianz liegt auf Platz 4 bei der Anzahl der vollversicherten Personen. Die HUK auf Platz 6. Wenn man 4 Unternehmen der Top 6 aufführt, dann kann man schon von Marktführern sprechen, oder?

Dann zur Debeka…. Die Debeka hat ca. 400.000 vollversicherte Personen. Gegen 1,8 Mio. Beamte ist das eher wenig, das stimmt. Aber ohne Beamte wäre die Debeka immerhin noch auf Platz 5 bei der Anzahl der vollversicherten Personen. Im Vergleich, der Deutsche Ring (einfach nur so, weil Du den ins Spiel gebracht hast) hat insgesamt rund 140.000 Vollversicherte. Soviel zu Marlon Brando und nix mit „normaler“ PKV zu tun.

Allein der Begriff „normale“ PKV ist schon sehr lustig  :-) Also sind Beamte dann der „unnormalen“ PKV zuzuordnen? Übrigens ging es bei der Frage hier ursprünglich auch um „unnormale“ PKV.

Aber eigentlich ist unser Problem nur, das wir aneinander vorbei schreiben. Ich will nämlich gar nichts suggerieren. Mir ging es einzig und allein, um die Verwaltungskostenquote.Ich wollte definitiv nicht suggerieren, das man anhand der Verwaltungskostenquote die Qualität einer Gesellschaft erkennt, oder an der Gesellschaftsform, das hast Du reininterpretiert.

Im Übrigen habe ich im anderen Beitrag ja auch geschrieben, dass man viele Faktoren bei der Wahl einer Krankenversicherung beachten muss, insofern sind wir uns da definitiv einig.

@Nickes

Na also, geht doch ;)

Den DR habe ich rein gebracht, weil es um a.G.s ging und du die Verwaltungskosten bei solchen Gesellschaften als sehr gut darstelltest. Ich wollte aufzeigen, dass das pauschal nicht stimmt und es auch a.G.s gibt, die hohe Verwaltungskosten produzieren ;)

Der Vorteil der VVaG ist eben, dass keine Dividenden ausgezahlt werden müssen, sondern die Gewinne zurück zum Mitglied, also i.d.R. zum Versicherungsnehmer fließen. 

Die Gefahr "die Gewinne ins unermäßliche steigern zu müssen" ist dadurch auch eher bei den AG's gegeben. Wieviel das letztendlich ist, liegt an der Versicherung selber. Da kannst Du ja mal einen Geschäftsbericht anschauen. Da ist aufgeführt wieviel die Gesellschaft an Dividende ausschüttet. Dass müsstest Du dann ins Verhältnis zu den Versicherten sehen.

Ja, da bist Du prinzipiell richtig informiert: Ein VVaG ist - anders als eine AG - nicht den Aktionären verpflichtet, sondern den Vereinsmitgliedern, also ihren Versicherungsnehmern. 

Es geht hier (hat der Fragesteller nicht richtig gesagt) um eine "aG", also  Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit

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