Unser Sohn hat Probleme, Kontakte mit anderen Kindern zu knüpfen.

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich sage: Nehmt euren Sohn so, wie er ist. Warum muss jeder ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen sein?

Ich fand Gruppenaktivitäten auch immer doof und beobachtete als Kind oft lieber, als mitten im Geschehen zu sein. Dafür hab ich bisher auch jeder Schlägerei aus dem Weg gehen können und öfter den Überblick über eine Situation gehabt als andere. Hat doch auch was, oder?

Euer Sohn ist bestimmt ganz normal und ganz toll. Gebt ihm eure Liebe, euren Respekt und euer Vertrauen -- und alles wird gut.

Keine Angst, Kinder, die sich Gruppenaktivitäten nicht anschließen wollen, werden nicht zwangsläufig später zu Sonderlingen. Die Menschen sind so unterschiedlich, akzeptiert ihn, wie er ist. Er hat doch bestimmt auch so seine Freunde. Versucht, ihn in alles einzubeziehen, aber zwingt ihn nicht dazu. Das erzeugt Gegenwehr und kann dann aus ihm einen richtigen Eigenbrötler machen.

Unser Sohn war genauso: er hatte keine Probleme mit den anderen, hat aber lieber beobachtet oder sein eigenes Ding gemacht. Bei der Einschulung hat seine Erstklasslehrerin zu mir gesagt: seien sie froh, da wird er kein Mitläufer. Mir ist aufgefallen, dass beobachtende Kinder im Vergleich zu Kindern, die immer im Vordergrund stehen wollen, viel besser auf andere eingehen können später und andere auch besser verstehen können. Ich schließe mich Engelhaar an: unser Sohn ist auch ein wunderbarer wertvoller junger Mann geworden mit ganz viel Verständnis für alle anderen.

Ich kann meinen Vorrednern nur Recht geben, laßt Euren Sohn wie er ist und gebt ihm gaaanz viel Liebe und Aufmerksamkeit. Bindet ihn als großen Bruder viel mit ein und macht ihn stark fürs Leben indem Ihr ihm auch viel Zutraut, aber lasst ihn selbst entscheiden wie weit er etwas selbstständig machen möchte. Unser Jüngster war auch so, hat sich zu einem wunderbaren wertvollen jungen Mann entwickelt, der bei Streitereien von Anderen gern als Schlichter genommen wird.

fördert ihn mehr indem ihr viel mit ihm unternehmt, ihr selber mit anderen menschen kontakt aufnehmt. vielleicht fällt es ihm dann im laufe der zeit leichter. und viel mit ihm reden...

Unser Sohn zerstört sich selbst und unsere Familie

Mein Mann und ich (47) haben 4 Kinder (15, 19, 20, 23). Unser 19 jähriger Sohn ist seit 5 Jahren drogenabhängig. Anfangs waren es "nur" tägliche Joints, aber mittlerweile sind es auch härtere Sachen. Trotz aller Probleme hatten wir immer einen guten Draht zu unseren Kindern und auch die Kinder untereinander konnten sich stets auf einander verlassen. Drogen und der Alkoholkonsum machen unser Sohn zu einem Fremden, der aggressiv sein kann, uns bestiehlt, belügt, die Wohnung zerlegt und handgreiflich wird. Er umgibt sich immer wieder mit falschen Freunden, ist von der Schule geflogen und hat mehrere Ausbildungen abgebrochen. Erschwerend kommt hinzu, dass ich einen Bruder (45) habe, der Jungeselle ist, selber keine Kinder hat, alles besser weiß und einen mehr als relaxten Umgang zu Drogen hat. Er spielt sich als "rettender" Onkel auf und mischt sich unentwegt in unsere Erziehung ein. Das geht so weit, dass er unserem Sohn mit 15 Jahren angeboten hat bei ihm einzuziehen. Damals konnten wir noch mit der Polizei drohen, aber seitdem unser Sohn volljährig ist müssen wir machtlos zusehen wie dieses Spielchen auf die Spitze getrieben wird. Unser Sohn spielt die komplette Familie gegeneinander aus und statt uns zu helfen jagt der eigene Onkel noch einen Keil zwischen alle Beteiligten. Mittlerweile lassen wir uns seit 3 Jahren von einem Elterncoach und die Kinder von einem Psychologen begleiten. Unser Sohn ist eigentlich ein lieber Kerl der uns immer wieder um Hilfe bittet und zugibt, dass Freunde & Onkel ihm nicht gut tun. Allerdings können wir alle nicht mehr, denn nach dem Hilfeschrei unseres Sohnes folgt immer der gleiche Ablauf. Er nimmt sich vor aufzuhören, verspricht alles Mögliche und fällt dann doch zurück ins alte Muster. Er bittet uns um Hilfe, aber alle Versuche zu helfen sind sinnlos, denn er macht nichts von dem was er verspricht wahr. Er bittet um Hilfe und meldet sich danach wochenlang nicht. Um uns, unsere Kinder, Opas und Omas zu schützen haben wir vor 206 Tagen den Kontakt zu unserem Sohn ganz abgebrochen. Wir haben ihm gesagt, dass er jederzeit auf uns zählen kann, wenn er die Finger von dem Zeug lässt und Abstand von seinem Onkel nimmt. Zwischendurch gab es seinerseits mehrere Versuche dazu, doch nichts davon war von dauer. Das Schlimme ist, dass der Onkel den Spieß jetzt umdreht und Lügen über uns erzählt. Mein Sohn behauptet zwar, dass er bei diesen Lügengeschichten nicht mitmacht, aber er setzt dem Ganzen auch nichts entgegen. Im Gegenteil, durch sein Verhalten verstärkt er alle Lügen und spielt den Naiven. An sich könnte meinem Mann und mir egal sein was die Leute denken, denn die die ganze Situation kennen erweisen sich als wahre, helfende Freunde. Aber wir wohnen in einer ländlichen Gegend, jeder kennt jeden und dementsprechend schnell sind die Leute mit ihrem Urteil. Mir zerreist es das Herz, wenn ich sehe wie Opas, Omas und unsere Kinder leiden. Mein Sohn und mein Bruder zerstören unser aller Leben. Was würdet ihr tun?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?