"Unkooperative" Patienten nach Hause schicken?

3 Antworten

Ja natürlich kann man unkooperative Patienten entlassen. Krankenkassen müssen für Schwänzer nicht zahlen. Das tun sie dann auch nicht und der Patient bleibt auf den Kosten sitzen. Die Hauptgründe sind Verstösse gegen die Hausordnung, Übergriffe auf das Personal, Verweigerung der Therapie, Alkohol- und Drogenkonsum etc.

Hallo FrageHasi,

kannst Du Deine Frage noch etwas präzisieren? Es gibt viele Gründe, die zu einer Entlassung führen können - z.B. Brechen gewisser Regeln wie z.B. einhalten von Terminen oder Absprachen oder wenn sich herausstellt, dass man in der Klinik nicht an der richtigen Stelle ist (z.B. Aufnahme wegen Depression, dann stellt sich eine andere Krankheit z.B. Suchterkrankung heraus sie eine spezialisierte Klinik erfordert). Keine Klinik entlässt ohne wichtige Gründe.

In der Klinik hat normalerweise jeder Patient Ansprechpartner (Schwestern, Therapeuten, Ärzte) in der Regel einen oder mehrere fest zugewiesene. Wenn es irgendwelche Probleme gibt, sollte man mit diesen Kontaktpersonen offen sprechen. Also wenn man z.B. an Gruppen nicht teilnehmen will, weil man Platzangst hat ist es wichtig das zu sagen! Normalerweise wird dann gemeinsam nach einer Lösung gesucht und an dem Problem gearbeitet.

Wenn man dazu nicht bereit ist, ist der ganze Klinikaufenthalt sinnlos und eine Entlassung sowieso besser.

LG und alles Gute, Hourriyah

PS.: Was Du vielleicht noch nicht bedacht hast: der Klinikaufenthalt kostet viel Geld. Jeden Tag mehrere huhndert Euro. Dies wird normalerweise von der Gemeinschaft bezahlt (Kranken- oder Rentenversicherung). Diese Gemeinschaft hat ein Recht darauf, dass ihr Geld sinnvoll eingesetzt wird. Außerdem gibt es für sochle Kliniken meist Wartelisten und sollen die wertvollen Behandlungsplätze an Menschen vergeben werden, die den Aufenthalt maximal nützen wollen und bei denen die Behandlung auch Aussicht hat. Hourriyah

Die Klinik kann Dich "rauswerfen" wenn offensichtlich ist, das Du nicht mitarbeiten willst oder wenn Du eine Gefahr für Mitpatienten, Schwestern und Ärzte bist. Zumindest war das bei einem jungen Mann unseres Bekanntenkreises so. Und der Anwalt hatte dann auch abgeraten etwas dagegen zu unternehmen, weil wenig Aussichten auf Erfolg bestanden.

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