Umkehrung des Atems in der Meditation?

5 Antworten

Ich finde, man muss nun nicht jede Meditations-Technik mitmachen, vor allem dann nicht, wenn sie einem nicht liegt, oder sogar einen negativen Effekt hat.

Von diese Technik habe ich noch nie gehört. Ich könnte mir aber vorstellen, dass diese widersinnige Anweisung für eine erhöhte Konzentration sorgen soll. Es ist eben deutlich schwieriger, sich bei Ausatmen vorzustellen, man würde einatmen, und umgekehrt. Und so kommt keine "Langeweile" auf, und der Geist schweift nicht so schnell ab...

Doch, was hat Buddha über die Konzentration auf den Atem gelehrt ? Er sagte: "Wenn ich einatme, dann weiß ich, dass ich einatmen. Wenn ich ausatme, dann weiß ich, dass ich ausatme..." Gerade für Anfänger ist das schon schwierig genug, auch, wenn es so simpel klingt ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=WCqkPj1tWnQ

Also, wenn dich diese Übung, die du beschrieben hast, verspannt und aggressiv macht, lass sie bleiben !

"Erhöhte Vertiefungsgrade" wirst du mit ausreichend ( normaler ) Übung auch erlangen. Nur einen nicht in einem Monat. Da etwas "abkürzen" zu wollen, schadet sehr viel mehr, als dass es irgendwas nützt ! Denn, dieses "Wollen" ist ja auch etwas, das du auch erst mal erkennen sollst. Und dazu brauchst du keine besonderen Techniken wie diese da !

Liebe Grüße: Manu

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Ist dieser Spruch von Buddha wörtlich gemeint? Also wenn er ausatme, dann weiß ich, dass ausatme.

@HansPetersWurst

Ja, natürlich. Wie sollte er auch sonst gemeint sein ? Es geht um das bewusste "Dabei-Sein" dessen, was gerade geschieht. Und, wenn du dich auf deinen Atem konzentrierst ( das ist ja nur EIN "Anker" ), dann mach dir eben bewusst, wie dein Atem gerade ist. Nicht gedanklich abschweifen. Weißt du in jedem Moment, ob du gerade ein, oder aus atmest ???

Zumindest für die Dauer der "Anapanasati", der Atem-Konzentration, solltest du dir dessen bewusst sein !

@Buddhismus

Bist du ein Mönch? Oder eine Meditationslehrer?

Ich bin am überlegen, diese Methode zu praktizieren.

@Nutzer365g756

Nein, ich bin weder Mönch noch Lehrer. Ich praktiziere und meditiere nur schon sehr lange.

Wenn du am "Überlegen bist, diese Methode zu praktizieren", WAS genau ist deine Motivation ? Also, Warum überlegst du... ??

Übrigens: Danke für dein "Kompliment" ! Nur kann ich leider darüber keine Fragen beantworten, wie z.B.: "Wie war der Buddha?". Ich habe ihn ja persönlich nie kennengelernt 😉.

Aber, deshalb noch mal die ( wichtige ) Frage: WARUM willst du diese Methode ( oder Meditation im allgemeinen ) anfangen ?

Es gibt ja - gerade für die sog. "Achtsamkeits-Meditation" viele positive Auswirkungen, die auch in unzähligen Studien belegt wurden... Ja, und ?!?

Was willst DU ( erreichen oder bewirken ) ?? Kannst du das in Worte fassen ?

Ich kann dir hier Anleitungen geben ( sehr gute, von erfahrenen Lehrern ), mit denen du üben kannst... Genügt dir das erst mal ?

Dann: "Anapanasati" ( eine Playlist mit 3 aufeinander aufbauenden Anleitungen, einer Einführung, und zwei unterschiedlich langen und komplexen Übungen, die man natürlich *ÜBEN* muss !

https://www.youtube.com/playlist?list=PLnDHJJhxnunHoFEJRoa6hFw1A8wmpP1Po

Vielleicht hilft dir das ja ein wenig weiter (?). Aber, BITTE, mach dir Gedanken um deine Motivation ( du musst sie ja nicht öffentlich preis geben. Sie sollte nur ehrlich sein ) !

Dann helfe ich dir gerne weiter....

Liebe Grüße: Manu

Diese "nicht-wiedersinnige" Anweisung kimmt in fmder Bhagavad Gita 4.29 vor. Unfassbar! Wie man si respektlos gegenüber einer Tradition ist!

Ziel der Umkehrung ist es sein Atem stehen zu bringen.

Physikalisch ist es nicht möglich, beim Einatmen auszuatmen und umgekehrt.

Was ich mir aber gut vorstellen kann ist, dass etwas anderes beim Ausatmen in den Körper strömt. Ein Gefühl, so wie alle Poren des Körpers offen sind, sodass das Gefühl eindringen kann.

Ich würde auch verspannt und eventuell aggressiv werden, wenn ich mir beim Ausatmen vorstellen müsste, einzuatmen, und beim Einatmen, auszuatmen. Man muss sich die Dinge ja nicht unnötig schwieriger machen als sie sind.

Der Sinn dahinter ist doch offensichtlich: Es soll die Konzentration auf den Atem steigern. In dem du dir immer das Gegenteil vorstellst, musst du alles an Konzentration auf den Atem anwenden was du hast. Es ist also ein Hilfsmittel. Und das Ziel ist immer das gleiche.

Klar.
Dann geh mal gleich rückwärts beim vorwärts gehen. Und pass auf das Jesus dich nicht auf nem Surfbrett überholt...

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