Überdurchschnittlich hohe Vergesslichkeit. -> Anfang von Demenz (Vater,52 Jahre)?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wie immer gibt es mehrere Möglichkeiten. Nimmt Dein Vazter Medikamente? Schmerzmittel z. B.? Manche bewirken, daß das Gedächtnis nachläßt. Auch kommt das Alter dazu. Sicher ist Dein Vater noch nicht alt, aber so um die 50 lassen viele Funktionen nach, man hat nicht mehr die Kraft, die man früher hatte, man ist nicht mehr so schnell und auch das Denken fällt einem manchmal schwerer. Vielleicht ist Dein Vater aber auch von anderen Dingen zu sehr abgelenkt und denkt über für ihn wichtige Dinge nach, Dinge, von denen Du nichts weißt oder was Du auch nicht nachvollziehen kannst, die für ihn aber besonders wichtig sind. Hat Dein Vater Durchblutungsstörungen?

Ich bin auch schon etwas älter und habe eigentlich ein Elefantengedächtnis, außer, wenn es um Namen und die passenden Gesichter ging. Nun habe ich verschiedene krankheitsbedingte Baustellen, muß also Medikamente nehmen. Ich habe mir schon sagen lassen müssen, ich sei ja zu blöd, um etwas zu behalten. Ich habe auch alles doppelt und dreifach erzählt, wußte im nächsten Moment nichts mehr davon und war völlig neben der Spur. Auch mein Gehör hat sich verschlechtert. Da mußte ich Morphine nehmen. Seitdem ich diese abgesetzt habe, ist mein Gedächtnis wieder wesentlich besser geworden, ich schreibe mir zwar immer noch vieles auf, Einkaufszettel und Adressen z. B., mir fällt aber selbst auf, daß meine Gedächtnisleistungen wirklich täglich besser werden.

Ob Dein Vater Demenz hat, kann nur der Arzt feststellen. Sprich doch einfach mal mit dem Arzt Deines Vaters über Deine Befürchtungen. Ansonsten schreib alles auf, oder laß Deinen Vater z. B. die Termine aufschreiben. Kauf ein Heft, keine losen Zetttel, damit die nicht irgendwo verloren gehen und auch Dein Vater nachlesen kann, was Ihr abgemacht habt. Mir hat das sehr geholfen. Alles Liebe für Deinen Vater, und ich hoffe, es ist nichts Ernstes.

Hallo Negreira, Danke für deine ausführliche Antwort. Er hat tatsächlich ziemlich viele Gedanken und Sorgen im Kopf die Ihm mehr oder weniger auf lange Dauer schon viel zu schaffen gemacht haben.. Er meint zwar immer das Ihm viele Dinge egal sind und ihn kalt lassen würden, dabei merke ich genau das er manchmal nur versucht zu verdrängen um nicht darüber reden zu "müssen". Er ist verschlossen. Das dass damit zusammen hängen kann habe ich gar nicht bedacht..

Vielen Dank nochmal! :)

Ob das ein Anzeichen für eine Demenz ist, kann nur ein Facharzt entscheiden. Falls dein Eindruck mit deinem Vater stimmt gesundheitlich nicht alles (z. B. Gedächtnis, Orientierung, Verhalten) weiterhin bestehen bleibt, schlage ich vor, er sucht den Rat eines Neurologen und lässt sich gründlich untersuchen (nicht nur Gedächtnis und Uhrentest, sondern z. B. auch Herz- und Kreislaufsystem, bestimmte Blutwerte, Sensibilitätstest und MRT bzw. CT.) Vielleicht habt ihr Glück und die Ursachen sind nur z. B. im Stress zu suchen oder es liegt etwa ein behebbarer Nährstoffmangel vor. Falls es sich um eine primäre Demenzform (z. B. Alzheimer) handeln sollte, fragt den behandelnden Neurologen auch nach dem weiteren wahrscheinlichen Verlauf der Krankheit, nicht nur vom Gedächtnis und Intellekt her gesehen, sondern auch vom körperlichen her (z. B. besteht bei manchen Demenzformen in der weiteren Entwicklung eine erhöhte Sturzgefahr): auf was müsst ihr euch einstellen.

Hallo,

deine Erzählungen lassen natürlich recht rasch darauf schließen. Ich würde dir raten mal einen Arzt deines Vertrauens zu konsultieren. Ein offenes Gespräch mit deinem Vater wäre auch das beste.

Versuche mal ihm fragen zu stellen die mit der Vergangenheit zu tun hat. z. B. Geburtstag deiner Mutter, sein Geburtstag etc.

Bitte aber nicht zu schwierige.

Wie gesagt, das beste ist es einen Arzt zusammen mit ihm zu besuchen und seinen Rat einholen. Sollte dann wirklich der "worst-case" eintreten kann der Doc dir auch weiter helfen und stellen nennen an denen die du dich wenden kannst.

Wünsche euch alles Gute.

Gruß Benedinho

mit 22 beginnende Demenz?

Hi, ich bin überzeugt, dass man Demenz im jungen Alter entwickeln kann. Es ist alles möglich (auch wenn es extremst selten sein mag).

Nun, ich hatte eine Kindheit mit Gewalt und Mobbing. Ich habe mit 18 dann einige male Marijuana geraucht, daraufhin (ich bin mir nicht 100% sicher ob es GENAU deswegen war, kann mir auch niemand sagen, wurde ich innerlich Leer und sehr depressiv, sprich, dass ich den Antrieb komplett verloren hatte.) Ich ersuche niemanden, der mir sagt, dass es nicht wegen dem Marijuana war, dass ich ebenfalls keine Demenz habe.

Ich möchte gerne meine Gedanken teilen. Ich kenne viele Leute, die sagen, "nein, das ist unmöglich, niemals". Jedoch gibt es im Internet Artikel, wo junge Menschen an Demenz erkrankt sind. Im Endeffekt ist Demenz, wie ich es auch so gerne immer beschreibe, ein "Festplattenfehler". Nun, weshalb erwähne ich den Marijuanakonsum? - Weil es nicht entspannend für die Psyche sein muss, es kann sehr stressvoll sein, da es von außen zugeführt wurde und mit den natürlichen Ausschüttungsprozessen (Neurotransmitter etc.) des menschlichen Körpers interferiert.

Ich war auch vor 2 Jahren psychotisch, habe monatelang nur 1 Stunde am Tag geschlafen und musste dann 9 Stunden sehr stressige und konzentrationserfordernde Computerarbeit machen.Ich bin ständig im Büro eingeknickt, immer wieder, mein Gehirn war am Ende. Einige Tage gings mir so schlecht, dass ich mich betrunken habe - erneuter Stress aufs Gehirn. Ich wurde psychotisch aufgrund von all dem. Ich hatte ungefähr immer 10 de-ja-vus am Tag, man merkte, mein Gehirn hatte "Schäden", ich habe Blitze gesehen, meine Wahrnehmung war verzerrt, Wahnvorstellungen, Halluzinationen.

Ich habe Neuroleptika bekommen welche ich 1 Jahr genommen habe, jedoch haben diese mich in ein Zombie verwandelt. Geist, Gedanken, Sprache, alles war zerstört. Ich habe sie abgesetzt, was mir gut tat. Außerdem fördern Neuroleptika das verkleinern des Gehirns, was auch bei Demenz der Fall ist. Ich hatte MRTS als ich kurz vor der Psychose stand, jedoch war nichts auffällig - langsam habe ich Sorge vor ständigen MRTS.

Ich kann mich nicht konzentrieren, mein Gehirn fühlt sich tot an, ich kann mir 0 merken, beinahe nichts lässt sich auf meiner "Festplatte" speichern, ich vergesse Dinge, die ich jahrelang gemacht habe, nichts macht mir Freude. Mein Fokus verschwindet nach 0.1 Sekunden, alles was ich lese vergesse ich direkt.

Es besteht eine Korrelation zwischen Depressionen, Psychosen, und Demenz. Ich weiß gar nicht worauf ich hinaus will. Natürlich habe ich die meiste Zeit meine Orientierung noch (ist nicht das einzige Symptom), jedoch behaupte ich im Frühstadium, oder sehr anfällig für eine Demenz zu sein. Ich merke, dass mein Gehirn tot ist, abschaltet, manchmal denke ich ich weiß nicht wie ich richtig gehe oder meine Arme verwende, jedoch noch selten.

Lässt sich etwas tuen? Ich war trotz meiner Vergangenheit immer SEHR optimistisch, nun bin ich ein toter Zombie ohne Gefühle und apathisch.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?