Tut es weh, wenn bleibende Zähne gezogen werden?

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Mir wurden 4 gezogen - wegen meiner festen Zahnspange.

Es tut nicht weh. Du wirst ja betäubt und die Betäubungsspritze piekst nur ganz kurz.

Ich fand's nicht schlimm. ;)

Nur auf "normale" bleibende Zähne bezogen - mit Weisheitszahn-Ziehen hab ich noch keine Erfahrung gemacht.

Danke :)

Mir wurden vor 2 stunden 2 zähne gezogen auch wegen der festen zahnspange also das Ziehen merkst du überhaupt nicht drückt nur ein ganz wenig aber die spritzen sind schon etwas schlimmer ;D Ich habe wegen 2 zähne 9 spritzen bekommen also nicht 9 ganze spritzen bei mir hat der 9 mal gepiekst und etwas mehr betäubung getan. Lg

Ganz Klares: Jein.

Das kommt darauf an, ob der Zahn entzündet ist oder nicht. Wenn er entzündet ist, wirkt die Betäubung nicht so gut, und man hat Schmerzen. Bei guter Betäubung merkt man nicht viel. Und auch danach hat man mal mehr mal weniger Wundschmerz.

Meine Tante hat immer gesagt: Soviel Schmerzen, wie man vorher hatte, hat man auch hinterher. Und das kann ich bestätigen. Wenn ich vorher keine Probleme hatte, hatte ich auch nach dem Ziehen keine Schmerzen.

kommt drauf an, wie die betäubung wirkt. ich habe in der regel immer nur einen ruck gemerkt und dann war es auch schon passiert.

Liebe/r Fragesteller/in,

aufgrund Ihrer Frage gehe ich davon aus, dass es sich bei Ihnen um eine Entfernung im Rahmen einer kieferorthopädischen "Behandlung" (Zahnspange) handelt.

Die meisten Patienten werden wohl zustimmen können, dass während der Behandlung und vor allem nach der Entfernung starke Schmerzen auftreten.

Schmerzen sind auch durchaus normal, wenn man sich vor Augen hält, dass es einen Zahnarzt in der Regel nicht interessiert, ob der gequälte Patient leidet. Schmerzen lassen sich immer vollständig medikamentös bzw. anästhetisch vermeiden. Selbst bei schweren chirurgischen Eingriffen, wie Organtransplantationen oder Amputationen, können Patienten völlig schmerzfrei bleiben. Für eine vergleichsweise kleine Zahnarztbehandlung soll das nicht gelten? Natürlich könnten auch diese absolut schmerzfrei erfolgen, allerdings erfordert dies ein entsprechendes Fachwissen und vor allem Zeit. Beides hat ein Dentist in der Regel nicht und genau deshalb müssen die meisten Patienten sinnlos leiden. Wenn er sich um eine schmerzfreie Behandlung bemühen würde, könnte er nicht so viele Kunden behandeln und würde ergo nicht so viel verdienen. So ist leider das System.

Viel wichtiger ist jedoch, dass ich grundsätzlich davon abrate, bleibende Zähne (auch Weisheitszähne) zu reißen. Gerade im Hinblick auf eine Zahnspange oder Zahnfehlstellung ist dies unsinnig: Patienten opfern gesunde Zähne für die Schönheit und zerstören damit ihre Zahnreihe. Der Zahn ist dann ein für alle Mal weg. Bei klassischen Schönheitsoperationen wie Liftings, Liposuctions (Fettabsaugungen) oder Brustvergrößerungen können Operationen wieder rückgängig bzw. zumindest korrigiert werden, sollte es dem Patienten das Ergebnis nicht gefallen oder Behandlungsfehler aufgetreten sein. Nicht so bei Zähnen. Was wenn das Ergebnis nicht gefällt? Was wenn der Kieferorthopäde die Zahnreihe doch nicht ganz „perfekt“ machen konnte? Was wenn man die entfernten Zähne später als Pfeiler für Brücken und Teilprothesen brauchen könnte?

Zu den Risiken einer Extraktion (Zahnentfernung), die Zahnärzte jedoch meist verschweigen gehören: Eröffnung der Kieferhöhle, Schädigung der Nachbarzähne, Kieferbruch, Verlust der Nachbarzähne, irreparable Verletzungen der Kiefer-, Geschmacks- und Gesichtsnerven bis hin zur dauerhaften, einseitigen Gesichtslähmung, Zystenbildungen, Infektionen, chronische Schmerzen und Schluckbeschwerden, Verletzung des Knochengewebes, der Schleimhaut und der Zunge, Zahnfleischschädigung, Infektionen, Blutvergiftung, allergische Reaktionen bis zum allergischen Schock bei der Narkose, Allergie oder Überempfindlichkeit auf Desinfektionsmittel oder Latex, irreparable Schädigung der Nerven durch die Narkosespritze mit Taubheit, Geschmacksverlust bis hin zur dauerhaften Gesichtslähmung, Schädigung der Nachbarzähne, Erkrankungen des Zahnbettes bis zum Zahnverlust, Übelkeit, Erbrechen, chronische Schluckbeschwerden und Heiserkeit als Nebenwirkung der Narkose, Infektionen, Tod durch die Narkose.

Ein reichlich hohes Risiko!

Kein Wunder also, dass wir in der non-invasiven Zahnheilkunde jeglichen Eingriff ablehnen. Die klassische Zahnmedizin, die mit diesen kranken Methoden Gebisse gesund oder ästhetischer bekommen möchte, ist ein medizinischer Trugschluss. Denn, wenn sie funktionieren würde, warum leiden 95% der Deutschen an Karies oder Parodontitis, obwohl sie zweimal jährlich zur zahnärztlichen Untersuchung gehen?

Alles Gute!

Dr. L. Hendrickson

Facharzt für Pädiatrie und Zahnarzt i.R.

Danke für die fachmännische Beratung

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