Tryptophan ja oder nein, was stimmt jetzt?

3 Antworten

Erst einmal, woher willst Du denn wissen, dass Du unter einem Tryptophanmangel leidest (gibt es bei normaler Ernährung und wenn keine Stoffwechselkrankheit vorliegt kaum)?

Tryptophan (oder zumindest die nächste Stufe in der Serontoninsynthese: L-5-Hydroxytryptophan) kann schon die Blut-Hirn-Schranke passieren; es steht aber in Konkurrenz mit anderen Aminosäuren/Stoffwechselprodukten (die die Carrierproteine blockieren).

Durch eine erhöhte Insulinkonzentration können diese Konkurrenzstoffe an den Carrierproteinen reduziert werden und dadurch wird eine erhöht Aufnahme der Serotoninvorstufen ins Hirn möglich.

D.h. wenn man Tryptophanpräparate nimmt (oder vermehrt an Sojabohnen lutscht) sollte man gleichzeitig zuckerhaltige Speisen (oder einfach Traubenzuckertabletten) zu sich nehmen.   

Wie auch immer, es wäre jedenfalls sinnvoller mit einem Arzt über irgendwelche Schlafprobleme zu sprechen als mit fragwürdigen Mitteln ins Blaue herein zu experimentieren.

Trptophan ist kein Lutschbonbon, dass man einfach auf Verdacht zu sich nimmt. Du solltest aber vorher folgendes abklären

  • Leidest du wirklich an einem Tryptophan-Mangel oder ist die Ursache etwas anderes?
  • Kannst du nicht durch eine Ernährungsumstellung genau das selbe erreichen (Errbsen, Sojabohnen, Haferflocken ...)

Das Passieren der Blut-Hirn-Schranke ist ein ziemlich komplexer Vorgang und nur in seinem Zusammenhang zu verstehen. Tryptophan wird dabei durch Carriersubstanzen transportiert, und steht damit in Konkurrenz zu anderen Substanzen. Genau diese Dinge kann aber nur ein Arzt vernünftig abklären.

ich als Gesundheitrs- und Krankenpfleger kann dir leider nicht so einen speziellen Tipp geben wie ein Neurologe oder anderer Spezialist. aber hier meine Erklärung : Also ja zweiteres ist richtig - gewisse Wirkstoffe ´können die Bluthirnschranke nicht direkt überbrücken, darunter fällt Tryptophan und Dopamin, deshalb werden die meisten als chemische Bindungen gegeben die diese Eigenschaften haben zb durch eine "kombimedikamention" oder aber die Firmen bieten spezielle Kombinationen an, damit die BHS überwunden werden kann - zb bei Dopamin --> L-Dopa/Madopar .

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