Tramadol - Entzug aber wie genau

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Beautifullife,

hoffe ich kann Dir auch nach 14 Tagen ne Antwort geben die Dir noch weiterhilft ... aber vielleicht ja auch andern. Kurz zu mir, hab im Dez2012 eine Bandscheiben OP gehabt und danach Tramal verschrieben bekommen - mit einer kurzen Unterbrechnung zu Anfang hab ich die Tropfen seit dem genommen - zum Schluss nun mit einer Dosierung von 1200 - 2000 mg tägl. Schon lange natürlich nicht mehr durch die Schmerzen indiziert sondern aus einer schnell entwickelten Sucht und einer sehr hohen Toleranz gegen das Mittel - will heissen, ich konnte recht schnell recht hoch steigern. Ich habe vor einer Woche kalt entzogen - dh ich hab mir einfach keine neue Ration mehr geholt...holen wollen. Ich bin jetzt von den meisten Entzugssymphtomen frei und muss sagen, dass es zwar schweinemässig hart war .. aber möglich! Aber das lag ja bei mir an den irrwitzigen Dosierungen!

Gerade, wenn man noch im unteren Bereich der Dosierung ist würde ich einfaches Absetzen empfehlen (evtl über den Weihnachtsurlaub). Die Nummer ist, dass Du es wirklich wollen musst - stehst Du nicht 100% dahinter ... es wird nicht funktionieren! Du könntest auch ausschleichen versuchen, wobei da die Entzugssympthome deutlich länger vorhanden sind ... Du bist ja ständig "in Einnahmeverzug" .. kommt bei der Arbeit nicht richtig gut und dauert halt auch entsprechend länger. Und es wird Dich in der Arbeit bestimmt beeinträchtigen. Du schreibst, dass Du eine gute Beziehung hast .. da hast Du einen Ansatzpunkt.

Weihe ihn ein - er sollte es verstehen - und Du hast einen Halt den Du brauchst. Im Idealfall solltet ihr gemeinsam ne Woche Urlaub haben. Wie gesagt ... meiner Meinung nach sind Tagesmengen bis ca 500 mg (noch dazu bei der erst kurzen Einnahmezeit) relativ gut kalt abzusetzen. Nicht ohne Entzugserscheinungen, ich kann auch nicht sagen welche - die Palette ist da recht gross. Aber ich würde mit Sympthomen wie einer starken Grippe oder MagenDarmVirus rechnen. Machs .. es lohnt sich. Du musst das nur wollen!! Wünsch Dir Glück und viel Erfolg!

MrKrumpy

Hi MrKrumpy Vielen vielen Dank für die nette Antwort auf mein Problem. Seitdem ist ja ein wenig Zeit vergangen und es hat sich ein bisschen was verändert. Ich war bei meinemHausarzt und habe das Problem geschildert und er hat mir dann das Ausschleichen erklärt und ich konnte das auch mehr oder weniger gut umsetzen. Zugeben muss ich jedoch das ich es noch nicht ganz geschafft habe. Ich war schon bei nur noch 2 mal 50mg am Tag was ja wirklich nicht mehr viel ist. Ganz weg ist mir jedoch noch nicht gelungen. Ich kann überhaupt nicht mit den Mangelerscheinungen umgehen und nehm dann immer wieder so 20 Tropfen. Zwischenzeitlich ist mein Kind geboren und die Zeit ist natürlich relativ stressig. Ich unterstütze meine Frau wirklich an allen Ecken und Enden und da tut einem ein kleiner Tramalschub wirklich gut um runterzukommen. Einzeldosis über 100mg kommt nie vor aber trotzdem komplett weglassen gelingt mir nicht. So richtig Sorgen mach ich mir zwar nicht mehr weil ich es ja in sehr niedrigen Dosen nehme aber so ein kleines mulmiges Gefühl bleibt. Bald habe ich nichts mehr und werde den Versuch starten mal komplett zu entziehen und die paar Tage Entzug zu überstehen. Meine Frau ist eingeweiht und hilft mir sehr. Wollte euch nur ein kleines Update geben. Liebe Grüße an alle

Als erstes geh zu einem Arzt deines Vertrauens und berichte ihm von deiner Abhängigkeit von Tramal. Seit wann du es nimmst, in welcher Dosierung und so weiter. Dann kann entschieden werden, wie der Entzug am besten aussieht. Und ob die beste Option eine Suchtklinik ist, in der du das Mittel langsam ausschleichen kannst oder ob du das nach Plan selbst machen kannst und eine ambulante Betreuung genügen würde. Das kann man aus der Ferne wirklich nicht raten. Aber das mit dem Ausschleichen ist schon richtig. Nur für das gewusst-wie lass dich bitte professionell beraten und unterstützen. Liebe Grüße!

Ja ich denke das wird wohl der Weg sein den ich gehen werde. Ich ruf am Montag gleich bei meinem Hausarzt an und lass mir nen Termin geben. Aufgrund meines Berufes kann ich mir es nicht erlauben in eine Klinik zu gehen. Danke erstmal und lieben Gruß

Tramal gehört zu den Opiaden und macht dadruch auch abhängig. Ich würde dir empfehlen mit deinem Arzt darüber zu sprechen. Vielleicht schaffst du einen kalten Entzug. Falls nicht dann musst du es Schritt für Schritt machen und dabei ärztlich betreut werden.

Danke dir aber das wusste ich bereits alles schon.

Hallo, als abstinent lebender Alkoholiker und jetzigem Suchthelfer/Berater ist mir diese Thematik natürlich nicht fremd.... Zunächst mal ist es wichtig mit Deinem beh,Arzt zu sprechen,oder Du suchst eine Suchtberatungsstelle auf.Das Zeug ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen....ich habe diese Dinger wegen eines Bandscheibenvorfalls bekommen und habe mich allerdings daran gehalten,sie nicht anders oder länger als vom Arzt verordnet einzunehmen.Klar helfen die gegen Schmerzen,können aber auch ganz viele Nebenwirkungen haben.... Mit dem Ausschleichen ist das so eine Sache...das schafft man in der Regel nicht alleine.... Ich empfehle Dir eine Stationäre Entwöhnug,ist unter ärztlicher Aufsicht und ganz sicher das Beste! Solltest Du einen kalten Entzug alleine versuchen,das kann gewaltig nach hinten losgehen....da ist ein ganz dickes Risiko vorhanden! Auch finde ich es unverantwortlich,daß jemand einfach so,trotz des Wissens um die Gefahr einer Abhängigkeit,dieses Zeug verschreibt oder besorgt....sowas gehört angezeigt.... Das kann zu Leberschäden und sonst irgendwas führen.... Ich wünsche Dir viel Erfolg! MfG

Wenn ich es aus auf die leichte Schulter nehmen würde, würde ich mir ja nicht solche Sorgen darüber machen. Wie gesagt momentan hilft mir das Zeug mein recht stressiges Leben in der Arbeit gelassen zu absolvieren. Das macht es ja so schwer es nicht zu nehmen. Ich bin so unglaublich leistungsfähig damit. Mir ist bewusst das das umschlagen kann, bzw. wenn ich es nicht nehme mir es eben gar nicht gut geht. Habe von vielen gelesen die sich durch die Einnahme total isoliert haben und soziale Kontakte gemieden haben. Das ist bei mir alles gar nicht der Fall. Ich bin voller Tatendrang und fühl mich damit hervorragend. Das ist ja der scheiß an dem ganzen. Zu Wissen man nimmt da etwas das einem auf eine gewisse Art und weiße schädigt es sich aber gut anfühlt. Ich möchte noch was zu den Leuten sagen von denen ich es bekomme. Ich habe mir ja bis jetzt erst drei mal eine 100ml Flasche besorgt und das jedes mal von jemandem anders. Wie gesagt ich habe verschiedene gute Kontakte im medizinischen Bereich. Immer unter dem Vorwand meiner Arthrose. Dafür benötige ich es ja auch wirklich aber eben nur punktuell beim ausüben meines Sports. Ich werd jetzt zu meinem Hausarzt gehen und mir einen Rat holen wie man das Zeug am besten ausschleicht. Muss wohl schon bei vielen funktioniert haben. Bei meiner derzeitigen Dosis (früh 150mg, abends 200mg) ist es hoffentlich noch nicht zu spät. Drück mir die Daumen. Liebe Grüße

@Beautifullife11

Ich wünsche Dir viel Glück und alles Gute! MfG

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