T-Test:abhängig oder unabhängig Stichprobe?

2 Antworten

sowohl als auch.

bezüglich der messzeitpunkte hast du abhängige Stichproben, bezüglich der Manipulation (experimental vs kontrolle) hast du unabhängige Stichprobe.

du solltest eine anova mit messwiederholungsfaktor machen. t-test mit differenzwerten ist zwar einfacher, aber differenzwerte sind nach der testtheorie stärker fehlerbehaftet. die solidere lösung wäre also anova.

Erstmal vielen Dank:)

Wie oben steht, habe ich 2 Gruppen á 12 Personen.

Jede Person macht zwei Vorher-Nachher-Messungen (an zwei unterschiedlichen Körperregionen). H0= keine Unterschiede.

Ist es sinnvoller gezielt die Körperregionen gegeneinander zu vergleichen oder fasse ich beide Differenzen der unterschiedlichen Körperregionen zusammen und vergleiche diese zwischen beiden Gruppen?

Ist hier eine ANOVA weiterhin besser als der T-Test?

@bln4191

ob es sinnvoller ist, bestimmte vergleiche zu machen, ist keine statistische, sondern eine wissenschaftliche frage. das müßtest du dir überlegen, ob man die daten zusammenfassen kann. überlege dir, welche frage du beantwortet haben willst und überlege dir dann die statistische lösung.

wie gesagt: ich bin gegen differenzwerte.

Wenn Du die beiden Gruppen vergleichen willst, berechnest Du pro Person die Differenz Ausgang-Eingang und machst damit einen t-Test für unabhängige Stichproben, vorausgesetzt, Deine beiden Gruppen wurden unabhängig von der Ausgangsmessung gewählt (also nicht eingeteilt z.B. nach kräftigem Aussehen), und die Differenzen sind in etwa normalverteilt.

Wenn Du innerhalb jeder der beiden Gruppen, getrennt, auf Veränderung testen willst, dann machst Du mit den Differenzen einen t-Test für abhängige Stichproben auf Mittelwert 0. Du kannst die beiden Gruppen auch zusammen schmeißen, insbesondere wenn der obige unabhängige t-Test keinen Unterschied ergeben hat, und dann mit dem abhängigen t-Test prüfen, ob es wenigstens überhaupt einen (dann beiden Gruppen gemeinsamen) Unterschied vor/nach gibt.

Vielen Dank für die sehr hilfreiche und ausführliche Antwort.

Die beiden Gruppen wurden nach Schichten aufgeteilt (geschichtete Stichprobe). Die Schichten waren Ausgangskraftniveau "gut" und "schlecht". Nachdem die Probanden in die Schichten geordnet wurden, fand eine Zufällige Auswahl der Probanden in die Gruppen statt. Hiermit wollte ich verhindern, dass eine Gruppe aus besonders starken und die andere Gruppe aus besonders schwachen Personen besteht. Ist es trotzdem möglich den T-test für unabhängige Stichproben durchzuführen? 

@bln4191

Ja, gerade, genauso macht mn das. Zu überlegen wäre, ob Du die Schichten nicht als Klassifikationsvariable, dann in eine ANOVA, mit einbringst, das dann evtl. auch mit Messwiederholungen, wie Schokolinda vorschlug

@HWSteinberg

Ich würde das gerne mit dem T-Test für unabhängige Stichproben weiterführen (Vergleich Gruppe 1 mit Gruppe 2). Von einer ANOVA habe ich noch weniger Ahnung-.-.

Ich habe bis jetzt bei jedem Probanden von Gruppe 1 und 2 die Differenz der Vorher-Nachher Messung ausgerechnet. 

Danach habe ich den Mittelwert der Differenzen für beide Gruppen errechnet. Jetzt habe ich Gruppe 1 hat im Durchschnitt xy Kraft gewonnen und Gruppe 2 hat im Durchschnitt  xx Kraft gewonnen.

Jetzt habe ich keine Ahnung wie es weitergehen soll:(

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