SSA mit Mifegyne und Kürettage?

2 Antworten

In diesem Fall würde ich dem Gynäkologen vertrauen. Ich kann ganz ehrlich die Methode mit Mifegyne nicht wirklich gut finden. Der Aufwand und die Unsicherheit wäre mir echt zu gross. Reste die in der Gebärmutter zurück bleiben sind nicht harmlos. Nach einer Absaugung hättest du ganz normal zur Arbeit gehen können, ohne grossen Blutverlust.

In der Schweiz wählen 70% der Frauen die medikamentöse Methode. In den skandinavischen Ländern noch mehr. Sie finden den Vorgang natürlicher. Vor allem kann der Abbruch wesentlich früher durchgeführt werden als mit der Absaugmethode. Die Risiken sind eher noch geringer als mit der chirurgischen Methode.

In Deutschland kennen viele Ärzte die Methode zu wenig, weil sie sie gar nicht anbieten...

@annemarie37

schon die vorstellung von der op macht mir angst. dann der gedanke, einer person völlig ausgeliefert zu sein, die man nicht kennt und die einem mit scharfen metallwerkzeugen den uterus ausschabt, macht mich krank! auch eine vollnarkose ist für den organismus eine große belastung. mit medikamenten hat man das gefühl man führt es selbst durch und es können keine verletzungen entstehen. letztendlich habe ich gelernt, einfach besser auf die verhütung zu achten, wenn kein kinderwunsch besteht.

ich kann meinem gyn. nicht vertrauen weil ich es leider besser weiß und lieber meinem körper vertraue. wie gesagt... nach vier tagen ist es definitiv übereilt. ich bin nicht hingegangen und auch zu meinem doc. gehe ich nicht mehr. vertrauen ist weg. nun sind ca. 17 tage vergangen und es geht mir sehr gut. keine blutungen, beschwerden oder sonstiges. am montag ist die frauenärztin aus den urlaub zurück und ich werde zur nachkontrolle zu ihr gehen. ich hoffe alles ist gut. falls es doch einer "nachreinigung" bedarf, habe ich zumindest meinem körper die chance gegeben. außerdem kann sie eine kürettage ambulant durchführen und ich muss nicht in unser dreckiges krankenhaus. lg

@sockendieb89

Freut mich, von dir zu hören und dass es dir so weit gut geht!

Ich muss jetzt aber doch die "chirurgische Methode" noch ein bisschen verteidigen. Die ist ja auch nicht schlimm. Es wird da nicht mit einem "scharfen Metallwerkzeug" geschabt, sondern es wird, wenn's früh in der Schwangerschaft ist, mit einem dünnen Röhrchen abgesaugt. Und die Narkose wird heute öfters intravenös verabreicht und dauert nur ganz kurz - 10 Minuten etwa.

Zugegeben, es gibt Spitäler, die da leider auch noch immer etwas antiquiert vorgehen und unnötigerweise Ausschaben und Masken- oder gar Intubationsnarkosen anwenden....

Wichtig ist, dass die Frauen - wenn es keine medizinischen Gegengründe gibt - die Methode wählen können. Die einen ziehen den kurzen chirurgischen Eingriff, die anderen die "natürliche" medikamentöse Methode vor. Und natürlich brauchen sie eine gute Information über das Vorgehen, die Vor- und Nachteile der Methoden.

@annemarie37

die op ist schnell vorbei, da hast du recht. ich hoffe einfach, dass ich mir nie wieder gedanken darüber machen muss. lg

Das scheint mir ziemlich übereilt. Ärzte, die keine oder wenig Erfahrung haben mit Mifegyne-Abbrüchen, neigen dazu, viel zu rasch einzugreifen. Schau dir mal das hier an, Information von einem Arzt mit viel Erfahrung. http://www.seidenberg.ch/media/Merkblatt-AMED_DT.pdf

da steht eindeutig es soll gewartet werden! ich hab kein gutes gefühl bei der sache... ich glaube mein body schafft das auch so... falls nicht, ist in 14 tagen auch noch nix zu spät... denke ich. was soll ich jetzt tun? soll mich morgen schon in der klinik vorstellen...

@sockendieb89

Ich würde mal anrufen und mich dort abmelden... falls du keine weiteren Beschwerden (Schmerzen, starke Blutungen, Fieber oder sonst was) hast.

@annemarie37

ne eben nicht... blutungen gehen zurück, keine schmerzen oder sonstiges. und was erzähle ich meinem frauenarzt? das er kein plan hat und das ich das auf keinen fall nach sechs tagen mit mir machen lasse? so ungefähr?

@sockendieb89

Sag ihm, dass du unbedingt abwarten möchtest und sag ihm, was auf der Website steht, die ich verlinkt habe. Sonst soll er sich bei Dr. Fiala in Wien erkundigen. www.gynmed.at der ist Top-Experte zu Mifegyne.

@annemarie37

alles klar... ich danke dir. danke das du meine meinung zu der sache bestätigt hast... lg

@sockendieb89

Gerne... Ich war an vielen Fachkongressen dabei (als Nicht-Medizinerin) und habe gute Kontakte zu diversen erfahrenen Ärztinnen :)

Mach's gut.

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