Sollte ich mich in psychologische Behandlung begeben?

4 Antworten

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Hallo Blackrose,

geh ruhig zu einem Psychologen, aber erwarte davon lieber nichts. Die meisten Psychologen sind von deiner Situation überfordert. Ihre größtenteils falsche Wissenschaft liefert ihnen keine Lösung für dein Problem. Dein Problem ist ja auch ein handfest begründetes. Es ist ja keine Verrücktheit in dir.

Blöde Frage wohl: Hast du mal über Liebe zu einer Frau nachgedacht?

Männer. Ich weiß nicht, ob es in deiner Verfassung klug ist, gleich in eine Engtanznummer mit einem zu gehen. Finde es nicht ganz verwunderlich, dass dann plötzlich Panik über dich kommt. Mein generelles Rezept wäre: Offenheit, Langsamkeit und Behutsamkeit.

Gibt es das noch, dass man vieles erst einmal miteinander unternimmt, sich mit Worten näherkommt, sich mit der Zeit ineinander verliebt und erst nach einiger Zeit über Berührung nachdenkt? Falls es das noch gibt und die Zeit kommt, dann würde ich ihm deine Vergangenheit erzählen. Und wenn er sich wirklich in dich verliebt hat, dann trägt er vielleicht einen Entschluss mit: Und zwar, dass eine längere Zeit jede Initiative für Berührungen, jeder Fortschritt in der Sache von DIR ausgeht.

 

Darüber ob ich es mal mit Frauen versuchen soll habe ich schon mal nachgedacht, ja aber letztendlich bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich nicht lesbisch bin. Naja und dieses langsame kennen Lernen hatte ich bei meinem ersten “Freund“ und irgendwie habe ich trotzdem das Gefühl gehabt dass es mir alles viel zu schnell geht und über den Kopf wächst und naja nachdem ich mir fast ein Jahr Zeit gelassen habe hat er dann das Interesse verloren. Das hat mir irgendwie mein letztes Selbstbewusstsein in Sachen “Männer“ geraubt und seitdem bin ich echt anders in meinem Verhalten bei solchen Sachen...

@BlackRose549

Ja BlackRose, das ist wirklich eine harte Nuss, die du zu knacken hast. Ich mache mal einen Schnellschuss, da du hier gerade unterwegs bist.

Lesbisch. Das ist eine abstrakte Schublade. Diesen Fehler machen sehr viele junge Menschen. Hier in dem Forum kommt das meist als das Problem daher: "Ich hab mich in meine beste Freundin verknallt, bin ich jetzt lesbisch?" Rationale Antwort: "Keiner weiß, ob du irgendwas bist, du stehst zur Zeit einfach KONKRET auf deine Freundin, die zufällig ein Mädchen ist." Ich kenne eine - nun gut, wie kann es anders sein - lesbische Kontaktseite, in der sehr viele Frauen annoncieren, sicher auch in deiner Nähe. Es geht um Liebe, steht zumindest oft so da, sicher auch oft um Erotik. Es gibt Fotos. Die jungen Frauen scheinen oft so, wie man sich das ideal vorstellt. Mein Ideal für eine Frauenliebe stelle ich mir mit den Begriffen vor: Ruhig, sanft, behutsam, emotional, zärtlich, erotisch erfahren aus eigenem Empfinden. Es ginge da also einfach darum, dass du dich in eine KONKRETE Frau verguckst. Der Schubladenbegriff LESBISCH ist dabei egal. Ich kann dir diese Seite sagen, wenn du mir schreibst.

Männer. Natürlich muss man deinen ersten Freund verstehen. Zur Liebe gehört die körperliche Attraktion. 1 Jahr ist schon eine recht lange Wartezeit.

Was du vielleicht mit der Zeit selbst lernen kannst besser zu beherrschen, sind die Überreaktionen von dir. Die Männer solltest du verstehen. Dich auch. Die Ursache deines Problems liegt ja wohl auf der Hand, deine Kindheit. Du brauchst keinerlei Komplexe zu haben. Jeder, der dies alles nicht versteht, ist der Verkehrte für dich. Werde ruhig, nimm den Sachverhalt an. Sei mal lieber nicht auf "Partnersuche". Das wird meistens nur Krampf. Ist meistens so. Lass die Männer lieber auf dich zukommen. Warte lieber auf Zufälle. Der Richtige kommt immer, wenn man nicht auf der Suche ist.

Es war damals ein einziger individueller Typ. Ist dir klar. Du bist noch jung. Die Sache ist wohl noch gar nicht so lange her, in Relation zu deiner Zukunft. Vielleicht oder ganz sicher gilt auch für dich das alte Sprichwort: Die Zeit heilt alle Wunden.

Es gibt Foren von asexuellen Menschen. Ich befürchte aber, dass Männer da in der Minderheit sind. Ich selbst bin übrigens völlig altruistisch in der Erotik mit Frauen. Mir geht es immer nur um DEREN Erotik, ihre Lust, ihr Wohlbefinden. Genau dies ist mein eigener Genuss. Aber solch Männer sind wohl sehr selten, außerdem misstraust du dem Frieden ja prinzipiell. (Dies ist kein persönliches Ranmachen an dich.)

Versuch's ruhig mal mit einem Psychologen. Geh dazu am besten erst mal zu deinem Hausarzt, dem du deine Sache erzählst. Der hört so etwas nicht das erste Mal. Er wird dich überweisen, und damit ist sichergestellt, dass die Kasse zahlt. Die Wartezeit bei Psychologen betragen aber leider gern ein halbes Jahr.

Es tut mir leid, dass mir nichts Zündenderes für dich einfällt. Schreib mir aber gern noch mal, auch persönlich.

LG Micha

@WisperndesGras

Tja, ich hoffe einfach, dass ich irgendwann jemanden finde, der mich so annimmt wie ich bin und mit meinen “Phasen“ zurechtkommen wird, in denen ich vielleicht mehr Abstand zu ihm brauche als normalerweise. Vielleicht lerne ich ja einen netten vollzeitberufler kennen oder sowas in der Art.

Im Moment bin ich sowieso ein wenig pessimistisch was diese Sache mit den Männern angeht. Teilweise habe ich das Gefühl dass ich mich echt gehen lasse und nichts mehr für mich mache, ich fühle mich dabei als würde ich einfach nicht in diese Welt passen, als wäre ich ein Viereck, dessen Ecken abgeschliffen werden müssen, damit es in die Runde Form der normalen Gesellschaft reinpassen kann.

Vielen Lieben Dank, dass du dich mit meinem Problem so auseinandersetzt und du dir so viel mühe für die antworten gibst:)

Also für mich hört sich das an, als hättest du "angst" vor Intimität. Das hat auch einen speziellen Namen glaube ich.

Es kann auch sein, dass du Asexuell bist, also einfach kein Sex willst.

Eine Verhaltensstörung würde ich das nicht nennen und therapiert muss da vermutlich auch nicht werden, aber vielleicht hilft es dir, mit einem Psychologen zu reden. Der kann dir vielleicht sagen, was los ist und dir helfen, wenn das möglich ist.

Asexuell ist ein Phantasiebegriff

und das gibt es in Wirklichkeit gar nicht, aber sehr wohl das für eine gewisse Zeit im Leben eines jeden Menschen, direkte sexuelle Aktivitäten keine Rolle spielen, oder sogar unpassend währen!

Die menschliche Sexualität geht weiter über direkte sexuelle Aktivitäten, sondern erfaßt das ganze Menschsein und ist der tiefere Ursprung der Freude am Mitmenschen und des Miteinanders!

Ich glaube dass es keine schlechte Idee ist mal zu einem Psychologen zu gehen um somit dann auch die Probleme aus deiner Kindheit anzugehen und mal wirklich intensiv darüber zu reden

Eine psychologische Lebensberatung ist immer empfehlenswert, weil man dabei auch eine menge für das persönlichen Lebensglück dazu lernen kann!

Du kannst dabei nur gewinnen, aber leider sind die Kassentherapeuten meist über viele Monate hinaus im Voraus ausgebucht und deshalb empfehle ich Dir einige Stunden bei einem freien Therapeut zu nehmen, was man heute auch ganz unproblematisch per Online haben kann!

Wie soll ich mit meinem kleinen Penis klarkommen?

Ich weiß, es ist eigentlich unnötig, sich damit zu beschäftigen. Solange ein Penis noch eingermaßen im Durchschnittsbereich (also auch ein paar cm über oder in meinem Fall unter dem Durchschnitt) liegt, ist alles in Ordnung und völlig normal.

Trotzdem belastet es mich mehr und mehr. Ich habe das Thema während der Pubertät einigermaßen ausgeblendet, weil ich immer die letzte Hoffnung hatte, er würde irgendwann noch anfangen richtig zu wachsen. Hat er aber nicht. Jetzt bin ich "plötzlich" 21 (wie die Zeit vergeht) und habe einen Penis, mit dem ich mich unsicher fühle.

Nicht nur beim Sex, sondern auch in "Alltags"situationen. Denn der schlaffe Penis ist bei mir auch noch besonders klein (noch weiter unter dem Durchschnitt als die steifen Werte). Ich mochte es früher sehr, schwimmen zu gehen. Nun habe ich da Probleme mit, weil meine Hose nunmal überhaupt nicht ausbeult. Ich schäme mich immer ein bisschen wenn ich mich irgendwo umziehe und versuche das möglichst unauffällig zu machen (Sport). Ich würde niemals irgendwo öffentlich nackt duschen oder gar mit Freunden nackt baden gehen, Sauna etc.

Eigentlich bin ich ein relativ abgebrühter Mensch. Hätte ich einen größeren Penis, würde mir das alles überhaupt nichts ausmachen. Ich wäre der erste, der Nacktbaden vorschlagen würde und hätte auch überhaupt kein Problem mit Nacktheit in irgendeiner Form. Aber so groß wie mein Schwanz nunmal ist, ist das alles völlig anders. Sogar Jogginghosen trage ich nicht in der Öffentlichkeit, weil ich es so doof finde, dass sich da bei mir fast gar nichts abzeichnet. Ich mache einen Sport, bei dem man optimalerweise enge Hosen tragen sollte - würde ich sofort machen, wenn der Penis nicht so klein wäre. Denn auch hier zeichnet sich natürlich für meinen Geschmack viel zu wenig ab.

Soviel dazu. Ich denke, das war erst mal alles.

Ich will aus anderen Gründen eh eine Psychotherapie machen. Sollte ich das dann dort gleich mitbehandeln? Ja ok dumme Frage - ja sollte ich.

Aber wie kann ich bis dahin und auch generell selbst an meinem Penisselbstwertgefühl arbeiten? Wie gesagt: Ich weiß, meine Größe ist eigentlich noch "normal", das bringt mir aber für meine Selbstsicherheit überhaupt nichts. Er sieht nunmal kleiner aus als die anderen in meinem Umfeld und ich empfinde ihn als klein.

Danke fürs Lesen :)

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